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Hautaerztin
Hautaerztin, Ärztin
Kategorie: Hautkrankheiten
Zufriedene Kunden: 831
Erfahrung:  Fachärztin für Haut- und Geschlechtskrankheiten
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Hautaerztin ist jetzt online.

Nach erfolgter photodynamischer Therapie bei Morbus Bowen im

Kundenfrage

Nach erfolgter photodynamischer Therapie bei Morbus Bowen im Gesicht und an anderen Stellen traten  etwa sechs Wochen später massiv Pickel und Hautrötung im Umfeld der behandelten Stellen auf, die auch bei Behandlung mit Kortisoncreme nicht weggehen. Was kann man da tun? Außerdemerfolgt massiver Haarausfall und unerträgliches Jucken. Die Schwierigkeiten dauern jetzt schon trotz Behandlung über acht wochenan.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Hautkrankheiten
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrte/r Ratsuchende/r,

 

Sie beschreiben eine sehr ungewöhnliche Reaktion in Bezug auf die Photodynamische Therapie. Bekannt ist, daß vereinzelt dauerhaft Haarausfall an behandelten Stellen auftrat. Manchmal kam es im Behandlungsbereich zur Bildung steriler Pusteln als Zeichen der Abtötung von Zellen, diese hielt bis zu drei Wochen an.

Auch eine Lichtreaktion durch die während der Behandlung entstehende erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut sollte in einem solchen Zeitraum abklingen und nicht nach 6 Wochen neu entstehen.

 

Dennoch ist offenbar bei Ihnen eine Immunreaktion eingetreten, die sich mit Hautveränderungen, Juckreiz und Haarausfall äußert. Sind die Pickel rot oder gelb?

Ist der Haarausfall im gesamten Kopfbereich oder nur an behandelten Stellen? Wenn er im gesamten Kopfbereich ist, muß man überlegen, ob überhaupt ein Zusammenhang besteht.

 

Hypothetisch denkbar wäre m.E., daß durch die verwendeten Substanzen im Laufe der Zeit Stoffwechselprodukte entstehen, die entsprechende Reaktionen hervorrufen können, vielleicht auch eine erneute Reaktion auf Sonnenlicht.

 

Ich würde momentan zu symptomatischer Behandlung raten. Verwenden Sie bitte eine Lichtschutzcreme aus der Apotheke mit Lichtschutzfaktor 50. Cortisoncreme haben Sie ja schon. (Cortison kann bei starken Reaktionen auch innerlich gegeben werden.)Den Juckreiz kann man zusätzlich mit Präparaten wie Cetirizin oder Loraderm eindämmen (frei verkäuflich). Ist der Juckreiz nur an Ort und Stelle oder am ganzen Körper?

Für den Haarausfall kann man symptomatisch Deacura 2,5 mg über 3 Monate 1 x tgl. und Einnahme von Kieselerde zur Stabilisierung des Bindegewebes empfehlen.

 

Ich möchte Ihnen auch empfehlen, diese Reaktion an eine Hautklinik mitzuteilen, wo man wissenschaftlich arbeitet und sie zunächst aufnehmen kann. Was nicht beschrieben ist, aber trotzdem auftritt, das sammeln die Ärzte ja als Daten, um es auswerten und bekanntmachen zu können.

 

Ich habe zwei Untersuchungen über Nebenwirkungen der Photodynamischen Therapie gefunden, eine von Prof. Percy Lehmann, Hautklinik Wuppertal, eine andere von der HNO-Abteilung des Klinikums Mutterhaus der Borromäerinnen in Trier. Da ja jetzt wieder neue Immunreaktionen auftraten, wäre es sicher sinnvoll, dies Prof. Lehmann mitzuteilen. Sollten Sie in der Nähe wohnen, könnten Sie sich dort auch vorstellen.

 

Was hat denn Ihre behandelnder Hautarzt gesagt?

 

Ich hoffe, Ihnen hiermit einige Impulse gegeben zu haben. Rückfragen beantworte ich gerne.

 

Bitte denken Sie daran, die Antwort durch Klick auf "Akzeptieren" zu honorieren, wenn sie hilfreich war.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

 

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Diese Antwort ersetzt nicht die Konsultation beim Hautarzt vor Ort.

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Die Pickel sind hauptsächlich ro, ähneln kleinen Pusteln, es waren aber auch schon Eiterpickel dabei. Der Körper leidet aber auch durch vor mehreren Jahren erfolgte
Chemotherapie an Immunschwäche.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Ja, das ist ein wichtiger Hinweis mit der früher erfolgten Chemotherapie. Möglicherweise sind von damals noch in den Zellen bzw. im Gewebe lagernde Stoffwechselprodukte durch die Photodynamische Therapie aktiviert worden bzw. haben beim Aufeinandertreffen die Reaktion verursacht. Die geschwächte Immunlage trägt sicher zum Haarausfall bei.

Ist der Haarausfall nun nur an behandelten Stellen oder an der gesamten Kopfhaut?

 

Jetzt haben wir zwar schon mehr Erklärungen, aber das hilft Ihnen auch noch nicht aus ihrem Zustand heraus. Gab es denn unter der jetzt 8wöchigen Behandlung eine Besserungstendenz? Ich schätze, daß unter diesen Bedingungen die Reaktion einfach lange braucht bis sie abklingt.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

 

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.
Der Haarausfall betrifft den gesmten Kopfraum, an einer Stelle ist er aber besonders stark,fast ein Loch. Aber im Haarbereich wurde nicht mit PDT behandelt.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke für die Mitteilung. Wenn der Haarausfall ohne direkte Behandlung zustande kam, ist das ein Zeichen, daß Ihre Körper im gesamten reagiert.

 

Wie gesagt, ich denke, daß Ihr Körper einige Zeit zur Regeneration brauchen wird. Vielleicht möchten Sie dies unterstützen durch allgemeine immunstärkende Maßnahmen und Verzehr von ausreichend Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Antioxidantien, beispielsweise enthalten in Goji-Beeren, Grüner Heilerde u.ä.

 

Gegen den starken Juckreiz an den behandelten Stellen können Sie auch Schwarzteeumschläge (20 Minuten ziehen lassen, nach Abkühlung Tee für Auflagen benutzen) machen.

 

Ich weiß, diese Situation ist frustrierend. Kann ich Ihnen sonst noch behilflich sein?

 

Bitte denken Sie noch an "Akzeptieren", wenn Ihre Frage geklärt ist. Danke.

 

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann

Hautaerztin und weitere Experten für Hautkrankheiten sind bereit, Ihnen zu helfen.
Experte:  Hautaerztin hat geantwortet vor 5 Jahren.

Danke für den Bonus und alles Gute für Sie!

Mit freundlichen Grüßen Dr. A. Hoffmann