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Dr. Schröter
Dr. Schröter, Frauenarzt
Kategorie: Gynäkologie
Zufriedene Kunden: 1158
Erfahrung:  Präventionsmediziner, Onkologisch verantwortlicher Arzt
67160449
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Dr. Schröter ist jetzt online.

Wann wird bei einem hormonsensiblen, bösartigen Tumor in der

Kundenfrage

Wann wird bei einem hormonsensiblen, bösartigen Tumor in der Brust die neoadjuvante Therapie Antihormontherapie gewählt? Geht es auch, wenn die Patientin sich keiner Operation oder Chemotherapie unterziehen möchte? Die Patientin hat aufgrund von Endometriose keine Eierstöcke mehr.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Gynäkologie
Experte:  Dr. Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Tag,

eine neoadjuvante Chemotherapie führt man durch, wenn der Tumor groß ist, Dies verkeinert den Tumor und man kann dann brusterhaltend operieren. Im Anschluß daran erfolgt bei brusterhaltender Therapie die Bestrahlung. Bei Hormonrezeptorpositiver Situation folgt sodann die antihormonelle Therapie mit Tamoxifen oder einem Aromatasehemmer.
Eine neoadjuvante Antihormontherapie wird bis dato nicht durchgeführt. Bei älteren Patientinnen in schlechtem Allgemeinzustand ( zu großes Op-risiko ) kann man vielleicht im Einzelfall lediglich ein AntiHormon geben.
Wenn sich die Patientin keiner leitliniengerechten, wissenschaftlich basierten Therapie unterziehen möchte, muß im Einzelfall der behandelnde Arzt im Tumorboard den Fall vorstellen und das weitere Vorgehen mit der Patientin besprechen.
Aufgrund der Eierstocksentfernung ist die Patientin postmenopausal, somit ist der Aromatasehemmer das richtige Medikament, falls es irgendann zu einer antihormonellen Therapie kommen sollte.
Bei Rückfragen zu disem Thema stehe ich selbstverständlich nochmals gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Schröter

Dr. Schröter und weitere Experten für Gynäkologie sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.


Sehr geehrter Dr. Schröter,


ich habe doch noch eine Frage: Die Patientin hat aufgrund des Verlust der Eierstöcke seit 18 Jahren Hormone eingenommen. Vermutlich ist auch dadurch der Tumor entstanden. Könnte die Behandlung mit Aromatasehemmer dazu führen, dass der Tumor schrumpft? Ggf. könnte dann zu einem späteren Zeitpunkt besser operiert werden, oder?


 


MfG

Experte:  Dr. Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Guten Abend,

nein, der Tumor wäre auch ohne Hormone entstanden. Er hat nur duch das Östrogen einen wWachstumsschub erhalten. Östrogene lösen keinen Brustkrebs aus. Der Tumor wird durch den Aromatsehemmer nicht schrumpfen, nur nicht weiter wachsen. Der Tumor muß primär raus. Dann kann durch Aromatsehemmer ein weiteres Wachstum von Tumorzellen verhindert werden. Schrumpfen wir der Tumor nur durch Chemotherapie, dann kann später besser operiert werden.

Bitte nicht falsch verstehen!

MfG

Dr. Schröter

Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.


Guten Morgen,


 


Danke für Ihre Rückmeldung. Ich verstehe Sie nicht falsch ;o). Es wundert mich nur, weil ich in verschiedenen Studien gelesen und durch zwei Erfahrungsberichte gehört habe, dass eine neoadjuvante Antihormontherapie vor einer Operation zum Erfolg geführt hat und bei einigen Fällen keine OP mehr nötig war. Wie denken Sie darüber?


 


MfG

Experte:  Dr. Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Morgen,

ja ich verstehe Sie schon. Ich berate Sie nach dem internationalen Standard der Wissenschaft. Sie haben in Studien und Erfahrungsberichten gelesen. OK. Das ist aber kein Standard. Wie ich ausführte kann eine "neoadjuvante" Hormontherapie bei nicht operationsfähigen Patientinnen eingesetzt werden., quasi als ultima ratio. Aber: Dies ist kein Standard und bei so jungen Patientinnen auch nicht vorstellbar. Eine Operation ist IMMER notwendig, man kann aufgrund einer neoadjuvanten Therapie nicht darauf verzichten. Was die Zukunft bringt und die Datenlage neuer Studien bringt, wird man sehen.
Im Moment kann ich von diesem Vorgehen aber nur dringend abraten!

Verstehen Sie mich nicht falsch: ich habe auch schon Patientinnen am Brustkrebs versterben sehen, weil Sie in Erfahrungsberichten von Schlangengift gelesen haben oder mental versucht haben, den Krebs zu besiegen. Das ist ja für den einzenen dann auch in Ordnung, wenn er es so will. Aber wissenschaftlich fundiert dazu raten, kann ich in diesen Fällen nicht.

Mit freundlichen Grüßen

dr: Schröter
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.


Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Eine letzte Frage habe ich noch: Käme für die Chemo auch die orale Form in Frage?


 


Herzliche Grüße

Experte:  Dr. Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.

Nein, es gibr bei dem MaCA órale Therapie nur in der palliativen Situation, d.h. weit fortgeschritten und fernmetastatsiert.

Gerne habe ich Ihnen das erläutert, alles Gute!