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Dr. Schröter
Dr. Schröter, Frauenarzt
Kategorie: Gynäkologie
Zufriedene Kunden: 1158
Erfahrung:  Präventionsmediziner, Onkologisch verantwortlicher Arzt
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Dr. Schröter ist jetzt online.

Bei mir wurde eine Gebährmuttersenkung festgestellt, wodurch

Beantwortete Frage:

Bei mir wurde eine Gebährmuttersenkung festgestellt, wodurch auch die Blase ganz abgesackt ist. Eine Inkontinenz besteht nur manchmal, eher selten, aber ich habe leichte Schmerzen wie Wehen oder Regelschmerzen, und ich habe das Gefühl, als ob die Blase "unten raushängt". Der Arzt will in einer OP eine vordere Scheidenplastik vornehmen, aber auch die Gebährmutter entfernen.
Diesbezüglich bin ich unsicher, ob ich das akzeptieren soll. Ich bin 69 Jahre alt.
Vielen Dank! Rotraut Bolte
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Gynäkologie
Experte:  Dr. Schröter hat geantwortet vor 5 Jahren.
Guten Abend, sehr geehrte Frau Bolte,

als ausgewiesener Spezialist der "Deutschen Inkontinenzhilfe" (GIH) darf ich Ihnen folgendes antworten:

Bei einer Gebärmuttersenkung mit Blasenbeteiligung ist die richtige Therapie die Gebärmutterentfernung mit vorderer Scheidenplastik. Die Op sollte dann durchgeführt werden, wenn Sie Beschwerden haben (Wehen bzw. Regelschmerzen, Senkungsgefühl der Blase). Die Gebärmutter muß dehalb mit entfernt werden, weil die Blase an der Gebärmutter angeheftet ist und die Gebärmutter die Blase mit nach unten "zieht". Im Vorfeld muß aber noch eine sogenannte "Urodynamische Untersuchung" durchgeführt werden, um festzustellen, ob Sie nach erfolgter Operation und Wiederherstellung der "richtigen" Anantomie Urin verlieren würden, also inkontinent wären. Es kann nämlich sein, daß Sie nach einer derartigen Op vermehrt Urin verlieren würden. In einem zweiten Eingriff könnte man dann ein kleines Band um die Harnröhre minimalinvasiv einlegen und ie Inkontinenz wäre behoben.

Der Ringpessar kann eine Aternative auf Zeit darstellen, aber dauerhaft das Problem nicht lösen, zumal Sie ihn mehrmals verloren haben. Beckenbodengymnastik hilft den "Status Quo" zu halten, verbessern kann diese Therapieform die Senkung aber nicht. Nach einer Operation wird es wichtig sein, Beckenbodentraining in Verbindung mit einem Biofeedbackgerät durchzuführen, um den Operationserfolg langfrisitig zu sichern. ( Die Konsequenz im Vorfeld ist hier nicht ausschalggebend). Begleitend hierzu sollten Sie jetzt schon mit einer lokalen Östrogenisierung mit Oekolp. Zäpfchen beginnen. ( 2x1 / Woche ).

Ich kann Ihnen also nach einer urodynmischen Untersuchung die Ihnen angeratene Operation empfehlen, falls die Aussicht auf Inkontinenz besteht, in einem zweiten Eingriff eine TVT- Band Op. Lassen Sie die Operation(en) bei Einschränkung der Lebensqualität frühzeitig durchführen, je älter desto schwieriger.

Ich wünsche Ihnen für die geplante Op alles Gute und einen guten Heilungsverlauf.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Dr. M. Schröter

Dr. Schröter und weitere Experten für Gynäkologie sind bereit, Ihnen zu helfen.