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Dr.Scheufele
Dr.Scheufele, Arzt
Kategorie: Gynäkologie
Zufriedene Kunden: 19075
Erfahrung:  Allgemeinmedizin, Gynäkologie u. Geburtshilfe
28905844
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Gynäkologie hier ein
Dr.Scheufele ist jetzt online.

Sehr geehrte Frauen und Herren Frauen rzte/innen, ich bin

Kundenfrage

Sehr geehrte Frauen und Herren Frauenärzte/innen,
ich bin 29 Jahre alt, habe bereits eine 4-Jährige Tochter (Spontangeburt, völlig gesund, Schwangerschaft ohne KOmplikationen) und leider nach ihr Geburt zwei unglückliche Ereignisse hinter mir. In März 2010 starb unser Sohn kurz vor der Geburt, 5 Tage nach dem errechneten ET infolge plötzlicher Plazentainsuffizienz und/oder Naberschnurknoten (beides lag vor, die genaue Ursache ließ sich nicht vermitteln). Das Kind war gut gewachsen (3500 g schwer), völlig normal entwickelt, Schwangerschaft war unauffällig und ohne jeglichen Komplikationen, zum Schluss (ab der 35. Woche) wahrscheinlich ungenügend überwacht, da ich ab dann alle VU bei meiner Geburtshaushebamme wahrgenommen habe, wo ich auch entbinden wollte. Die Hebamme hat - wie ich nachträglich feststellen musste - recht schlampig untersucht und Warnzeichen wie grünen Schleimpropf ignoriert (über die ich sie sofort informiert habe), woraus meine Unterstellung, dass letztendlich ein Kunstfehler ursachlich war. Mit mehreren darauffolgenden Gerinnungsuntersuchungen wurden bei mir alle bekannten Gerinnungsstörungen und Trombophilie ausgeschlossen. In Januar 2011 hatte ich dann eine Missed Abortion in der 10. SSW, Ursache unbekannt. Kurz vor der MA wurde die Gerinnung nochmal untersucht, diese war wieder unauffällig.
Nun bin völlig unerwartet wieder Schwanger geworden. ich nehme auf Anraten meiner FÄ bereits seit der letzten Periode täglich ASS 100 und soll diese bis zur 12. Woche nehmen, damit sich diesmal die Plazenta gut herausbilden kann. Empfohlen wurde mir in der Gerinnungsambulanz einer nahliegenden Uniklinik stattdessen aber Heparin, die ich sofort und täglich spritzen soll. Diese behandlung leht sowohl meine FÄ als auch andere Gerinnungsspezialisten ab, da in meinem fall (keine Trombophilie, keine APS o.Ä. Gerinnungstörung, wahrscheinlich kein zusammenhang zwischen den beiden Aborten, keine habiutellen Aborte) die event. Nebenwirkungen schwerwiegender wären als das (noch nciht gründlich untersuchte) Nutzen. Das gleiche gilt für die langfristige Anwendung von ASS 100, das ich einigen Ansichten zufolge über die gesamte Schwangerschaft nehmen soll (bis zu 36. SSW). Ich habe Vertrauen an meine FÄ und würde am liebsten ihren Anweisungen folgen (ASS 100 bis zur 12-16 SWW, dann nicht mehr), habe aber natürlich riesige Angst vor einem erneuten Unglück, insbesondere wenn dieses wieder so spät in der Schwangerschaft eintreten würde.
Da ich durch die widersprüchliche Meinungen inzwischen komplett verwirrt bin, würde ich mich über eine Auskunft von Ihnen sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
MB
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Gynäkologie
Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 5 Jahren.
Hallo,

die Anwendung von Heparin halte ich in dem Fall auch für absolut unnötig, zumal Sie berichten, dass eine Gerinnungsstörung mehrfach ausgeschlossen wurde. Die beschriebene ASS-Therapie dient somit der Prophylaxe und die Einnahme bis zum genannten Zeitpunkt halte ich für den richtigen Weg und für absolut ausreichend, damit sind Sie auf der sicheren Seite,

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele

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