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Dr. med. N. Gabriel
Dr. med. N. Gabriel, Fachärztin
Kategorie: Gynäkologie
Zufriedene Kunden: 338
Erfahrung:  Spezialisiert auf Schwangerschaft, Kinderwunsch, Brustkrebs
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Dr. med. N. Gabriel ist jetzt online.

Hallo, ich bin in der 7 Woche Schwanger und nehme seit einem

Kundenfrage

Hallo,

ich bin in der 7 Woche Schwanger und nehme seit einem jahr 2x täglich opipramol (50mg).
Da ich erst vor kurzem von meiner schwangerschaft erfahren habe, möchte ich nun schnellstmöglich wissen, inwieweit ich das Medikament weiter nehmen kann.
Meine Psychologin ist im Moment leider im Urlaub. Ich habe daher erst einen termin in 1 1/2 Woche.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Gynäkologie
Experte:  Dr. med. N. Gabriel hat geantwortet vor 7 Jahren.
Erstmal herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft. Es ist gut, dass Sie hier nach dem Opipramol fragen, denn Ihre Psychologin wird Ihnen die Frage nach der Schwangerschaft nicht beantworten können. Das ist schon eine Frage, die eine Gynäkologin besser beantworten kann.

Natürlich steht auf dem Beipackzettel, dass Sie das Medikament in der Schwangerschaft nicht nehmen dürfen. Grundsätzlich gilt, dass man in der Schwangerschaft so wenig Medikamente wie möglich nehmen soll. Aber das Institut für Arzneimittelsicherheit in der Schwangerschaft in Berlin sagt eindeutig, dass eine stabil eingestellte Patientin keinen Therapiewechsel bekommen soll, wenn sonst mit einer erheblichen psychischen Verschlechterung zu rechnen ist.

Folgendes ist weiterhin wichtig: Nach Anwendung im 1. Trimenon kann eine sonographische Feindiagnostik zur Bestätigung der unauffälligen Kindsentwicklung angeboten werden. Im Übrigen sorgfältige Schwangerschaftsüberwachung und engmaschige psychiatrische Kontakte, um rechtzeitig Krisen bei der Mutter und Entwicklungskomplikationen beim Feten (Frühgeburtsbestrebungen, Wachstumsverzögerung) begegnen zu können. Bei Gabe bis zur Geburt müssen Anpassungsstörungen beim Neugeborenen bedacht werden. Daher sollte in den ersten Lebenstagen die Beobachtung des Kindes gewährleistet sein und die Entbindung in einer Klinik mit Kinderklinik erfolgen. Soweit klinisch vertretbar, kann ca. eine Woche vor der Entbindung eine Reduktion der Dosis, evtl. auch das vorübergehende Absetzen erwogen werden, um das Risiko der Anpassungsstörungen beim Neugeborenen zu mindern. Nach der Entbindung muss dann die Therapie in der erforderlichen Dosis sofort wieder aufgenommen werden.

Sie sollten das nochmals genau mit Ihrer Frauenärztin besprechen und sich außerdem bei folgender Telefonnummer des Instituts für Arzneimittelsicherheit melden:
Beratungs-Telefon:
Tel. 030 / 30308-111

Ich wünsche Ihnen alles Gute!
Experte:  Dr. med. N. Gabriel hat geantwortet vor 7 Jahren.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung, ansonsten würde ich mich freuen, wenn Sie meine Antwort durch Anklicken von Akzeptieren honorieren würden.