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xyz, Ärztin
Kategorie: Gynäkologie
Zufriedene Kunden: 50
Erfahrung:  xyz
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Bin wohl seit 07.02.10 schwanger und m chte die Schwangerschaft

Kundenfrage

Bin wohl seit 07.02.10 schwanger und möchte die Schwangerschaft unterbrechen. Statistisch errechnet vom Frauenarzt. Der Vater ist komplett dagegen, da er bereits 53 Jahre alt ist. Ich werde zum Ende des Jahres meinen Arbeitsplatz verlieren, da die Firma schließt. Habe bereit ein Kind und bin der kommenden Verantwortung nicht gewachsen. Nun habe ich bereits eine Bescheinigung über ein Beratungsgespräch (profamilia). Kann ich in so einem Fall eine Überweisung vom Arzt erhalten bzw. auch von einem anderen Frauenarzt, wenn meiner es ablehnt? Es ist für unsere Familie zukunftsweisend.
Gepostet: vor 7 Jahren.
Kategorie: Gynäkologie
Experte:  xyz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,
wann hat denn die Beratung durch ProFamilia stattgefunden? Nach der Beratung müssen Sie drei Tage verstreichen lassen, dann dürfen Sie den Abbruch vornehmen lassen. In der Regel erhalten Sie von ProFamilia eine Liste mit Ärztinnen und Ärzten bzw. Kliniken in Ihrer Umgebung, welche Abbrüche vornehmen. Diese müssen Sie anrufen und um einen Termin bitten. Da Sie schon recht weit fortgeschritten sind in der Schwangerschaft, kann es sein, dass nicht alle Ärzte auf der Liste den Eingriff vornehmen, meist ist dies aber bereits auf der Liste vermerkt. Ansonsten fragen Sie telefonisch nach. Rechtlich dürfen Sie nach Beratungsregelung den Eingriff vornehmen lassen. Da Sie heute bereits in der 13+2 Schwangerschaftswoche sind, müssen Sie um einen Termin morgen oder Freitag bemühen. Da dies sehr kurzfristig ist, müssen Sie möglicherweise mehrere Kollegen anrufen, bis Sie einen Termin erhalten.

Alles Gute,

Z. Nouns, Ärztin
xyz, Ärztin
Kategorie: Gynäkologie
Zufriedene Kunden: 50
Erfahrung: xyz
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Experte:  Dr.Scheufele hat geantwortet vor 7 Jahren.
Hallo,

sorry, wenn ich in dem Fall widerspreche, aber wenn Sie seit dem 7.2. schwanger sind, ist die Zeit für einen legalen Schwangerschaftsabbruch (bis zu 12 Wochen nach Schwangerschaftsbeginn) überschritten und dieser somit nicht mehr möglich.

Mit freundlichen Grüssen,
Dr. N. Scheufele
Experte:  xyz hat geantwortet vor 7 Jahren.
Danke XXXXX XXXXX Ergänzung.

Liebe Ratsuchende,

die Terminologie ist in dieser Situation ja tatsächlich verwirrend. Anbei der Gesetztestext, der hier zur Geltung kommt:

"§ 218a Straflosigkeit des Schwangerschaftsabbruchs

(1) Der Tatbestand des § 218 ist nicht verwirklicht, wenn
1.
die Schwangere den Schwangerschaftsabbruch verlangt und dem Arzt durch eine Bescheinigung nach § 219 Abs. 2 Satz 2 nachgewiesen hat, daß sie sich mindestens drei Tage vor dem Eingriff hat beraten lassen,
2.
der Schwangerschaftsabbruch von einem Arzt vorgenommen wird und
3.
seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind.
(2) Der mit Einwilligung der Schwangeren von einem Arzt vorgenommene Schwangerschaftsabbruch ist nicht rechtswidrig, wenn der Abbruch der Schwangerschaft unter Berücksichtigung der gegenwärtigen und zukünftigen Lebensverhältnisse der Schwangeren nach ärztlicher Erkenntnis angezeigt ist, um eine Gefahr für das Leben oder die Gefahr einer schwerwiegenden Beeinträchtigung des körperlichen oder seelischen Gesundheitszustandes der Schwangeren abzuwenden, und die Gefahr nicht auf eine andere für sie zumutbare Weise abgewendet werden kann.
(3) Die Voraussetzungen des Absatzes 2 gelten bei einem Schwangerschaftsabbruch, der mit Einwilligung der Schwangeren von einem Arzt vorgenommen wird, auch als erfüllt, wenn ärztlicher Erkenntnis an der Schwangeren eine rechtswidrige Tat nach den §§ 176 bis 179 des Strafgesetzbuches begangen worden ist, dringende Gründe für die Annahme sprechen, daß die Schwangerschaft auf der Tat beruht, und seit der Empfängnis nicht mehr als zwölf Wochen vergangen sind.
(4) Die Schwangere ist nicht nach § 218 strafbar, wenn der Schwangerschaftsabbruch nach Beratung (§ 219) von einem Arzt vorgenommen worden ist und seit der Empfängnis nicht mehr als zweiundzwanzig Wochen verstrichen sind. Das Gericht kann von Strafe nach § 218 absehen, wenn die Schwangere sich zur Zeit des Eingriffs in besonderer Bedrängnis befunden hat."

Entscheidend ist hier, dass nach der Empfängnis 12 Wochen vergangen sein dürfen, die Schwangerschaftsdauer bezieht ja aber im üblichen Sprachgebrauch auf den ersten Tag der letzten Regel, was 14 Tage vorher ist. Daher darf ein Abbruch in der 14 Wocehn vorgenommen werden. Dies passiert in der Praxis auch so straffrei. Jedoch ist es natürlich jedem Arzt und jeder Ärztin vorbehalten, den Abbruch zu verweigern, was angesichts der weiten Woche in der Sie sind, einige auch tun werden. Bitte erkundigen Sie sich daher ganz genau vorher bei den Kollegen, welchen den Eigriff potentiell vornehmen werden.

Alles Gute,

Z. Nouns

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