So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Dr. Holger Traub.
Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 6085
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Grundstücksrecht hier ein
Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Seit 27 Jahren steht ein ca. 3 Meter hohe Buchenhecke in

Beantwortete Frage:

Seit 27 Jahren steht ein ca. 3 Meter hohe Buchenhecke in meinem Garten direkt an der Grenze zum Nachbargarten.
Vor zwei Jahren verstarb die Eigentümerin des Nachbarhauses und das Haus wurde verkauft. Die KÄufer haben die Hecke so gesehen und nichts gesagt.Jetzt wird verlangt, ich solle die Hecke, wie im Niedersächsischen Nachbarschaftsrecht beschrieben, auf 1,20 kürzen.
Kann das rechtens sein ?
Gepostet: vor 3 Monaten.
Kategorie: Grundstücksrecht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 3 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Sie können sich auf eine Verjährung des Rückschneideanspruchs berufen.

Eine Verjährung wirkt im Gegensatz zu einer individuellen Vereinbarung der Parteien auch gegen den neuen Grundstückseigentümer (vgl. BGH, Urteil vom 16.5.2014, AZ: V ZR 181/13).

In Ihrem Fall können Sie sich auf § 33 NNachbG berufen. Dort heißt es:

"Der Anspruch auf Beseitigung einer Einfriedung, die einen geringeren als den in § 31 vorgeschriebenen Grenzabstand hat, ist ausgeschlossen, ... wenn der Nachbar nicht spätestens im zweiten Kalenderjahr nach Errichtung der Einfriedung Klage auf Beseitigung erhoben hat."

Selbst wenn eine Verjährungsanrechnung des Rechtsvorgängers nicht greift, müsste der neue Eigentümer spätestens im zweiten Jahr nach Einzug eine Beseitigungsklage erheben.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und 3 weitere Experten für Grundstücksrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.