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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 26896
Erfahrung:  Vertragsanwalt des BWE
32916861
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RASchiessl ist jetzt online.

Hallo, unsere Nachbarin hat sich vor zwei Jahren Hühner und

Kundenfrage

Hallo, unsere Nachbarin hat sich vor zwei Jahren Hühner und auch einen Hahn angeschafft. Wir wurden bzw. werden jetzt wieder morgens um 5 bzw. 6 Uhr geweckt. Ordnungsamt wurde beständigt und auch einen Brief vom Bürgermeister bekommen, den Lärm zu minimieren bzw. ertfäglich zu machen. Einen Schalldichten Stall gibt es nicht bzw. trotz ansprechens, dass uns das ständige Krähen massiv stört und ich auch schon wegen diesen Fällen ärztlich behandelt worden bin, hat Sie keine Einsicht. Beschimpfungen, Beleidigungen. Unsere Nachbarin hat absolut keine Einsicht. Es sind in diesem Frühjahr vermehrt Ratten gesichtigt worden. Katzen werden vor der Haustüre gefüttert. Die ganze Eingangstür ist komplett mit Katzenfutter bestreut und vertreten. Ihre Hühner haben die Möglichkeit das Katzenfutter zu fressen.
w
Wir wohnen in einem Mischgebiet. Ich würde mich sehr freuen wenn Sie mir weiter helfen können.
DANKE
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Grundstücksrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Anfrage.
wie ist denn Ihre Umgebung bebaut? Sind es überwiegend Wohnhäuser oder hat die Umgebung eher einen dörflichen Charakter (Bauernhöfe)?
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo, es befinden sich Wohnhäuser darum.

Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich würde mich freuen wenn ich von Ihnen einen Bescheid oder ähnliches bekommen würde was Sie darf und was nicht.

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,
haben Sie vielen Dank ***** ***** Nachricht.
In diesem Falle steht Ihnen ein Unterlassungsanspruch gegen den Nachbarn nach §§ 1004, 906 BGB.
Das Krähen ist nach § 1004 BGB analog eine Beeinträchtigung Ihres Eigentums (Lärmbelästigung).
Eine Ausnahme besteht nur dann, wenn die Beeinträchtigung als ortsüblich anzusehen ist, als wenn Sie in einer dörflich geprägten Umgebung leben in der Bauernhöfe vorhanden sind und das Halten von Hühnern ortsüblich ist (AG Kenzingen, Urteil vom 23.08.2011 - 1 C 80/11)
Bei einer Wohnbebauung ist dies aber gerade nicht anzunehmen.
Aufgrund des Unterlassungsanspruchs haben Sie das Recht von den Nachbarn eine Unterlassung dieser Lärmbelästigung zu verlangen. Sollten die Nachbarn Ihrem Verlangen nicht nachkommen (wollen) so können Sie die Nachbarn auf Unterlassung verklagen. In diesem Falle können Sie die Unterlassung dann durch Zwangsgeld oder Zwangshaft gegen die Nachbarn durchsetzen.
Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.
Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt