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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 21362
Erfahrung:  Auf diesem Gebiet habe ich mehrere Mandate bearbeitet
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ra-huettemann ist jetzt online.

Hallo, habe heute meine Eigentumswohnung an den neuen Besitzer

Kundenfrage

Hallo,
habe heute meine Eigentumswohnung an den neuen Besitzer übergeben.
Geld ist bereits auf meinem Konto. Der Kaufvertrag wurde bereits im August unterschrieben.
Zuvor fanden mindestens 3 Besichtigungstermine statt. Der Käufer hatte hier immer einen Bekannten dabei der angab sich in dem Objekt (220 Wohnungen) bestens auszukennen. Weiterhin gab er noch am Sonntag an eine weitere Wohnung im Objekt gekauft zu haben.

Die Fenster mit Alu-Rahmen sind Erstaustattung und sind rund 38 Jahre alt.
Vor einigen Jahren wurde eines der Studiofenster meine Wohnung durch einen heruntergefallenen
Gegenstand beschädigt. Verursacher konnte nicht festgestellt werden.
Da es sehr aufwändig wäre die Scheibe zu ersetzen und ich aufgrund des alters auf die zeitnahe
Erneuerung der Fenster (Sondereigentum) gehofft habe, habe ich auf diie beschädigte Scheibe
vollflächig eine Glasscheibe aufbringen lassen. Dies hält nun seit mindestens 6 Jahren.
In erster Linie stellt das ganze einen optischen Mangel dar, da die Isolierung der Fenster nach fast 40 Jahren nicht mehr besonders ist. Der Mangel ist eigendlich sofort ersichtlich und wurde bei den 3 Besichtigungsterminen nicht vom Käufer angesprochen.
Nun war wohl ein Vertreter der finanzierenden Bank in der Wohnung und meinte die Scheibe müsste noch ersetzt werden. Der Käufer verlangt nun das ich dies übernehme da ich ihn nicht über den Mangel aufgeklärt habe und er ihn, obwohl sichtbar, nicht gesehen hätte.
Wie ist dies zu bewerten? Da zudem ein Markler eingeschaltet war, habe ich wärend der Besichtigungen mit dem Käufer nur sehr wenig gesprochen.
Für einn Tipp wie ich mich verhalten soll wäre ich Dankbar.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Grundstücksrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Der Käufer ist unter den hier vorliegenden Umständen mit dem Einwand ausgeschlossen, es liege ein Sachmangel vor, für den Sie als Verkäufer einzustehen hätten.

Dies folgt aus § 442 BGB, wonach die Rechte des Käufers wegen eines Mangels ausgeschlossen sind, wenn er bei Vertragsschluss den Mangel kennt. Ist dem Käufer ein Mangel infolge grober Fahrlässigkeit unbekannt geblieben, kann der Käufer Rechte wegen dieses Mangels nur geltend machen, wenn der Verkäufer den Mangel arglistig verschwiegen oder eine Garantie für die Beschaffenheit der Sache übernommen hat.

Hier aber handelte es sich um einen offen zu Tage liegenden - ganz ersichtlichen - Mangel, welcher dem Käufer ohne weitteres während dreier Besichtigungstermine aufgefallen sein muss.

Aber selbst wenn unterstellt wird, dass der Mangel dem Käufer nicht augefallen sein sollte - was in Anbetracht der Eigenart des Mangels fern liegend und lebensfremd ist -, so kann der Käufer keine Rechte für sich in Anspruch nehmen. Denn dann gilt nach § 442 Absatz 1 Satz 2 BGB, dass Sie den Mangel arglistig verschwiegen haben müssen. Dies aber war nicht der Fall. Für ein arglistiges Verschweigen Ihrerseits wäre die Gegenseite zudem in der vollen Beweispflicht. Dieser Nachweis wird aber nicht zu führen sein.

Sie können daher sämtiche gegen Sie erhobenen Forderungen unter Berufung auf die Bestimmung des § 442 BGB und die vorstehend erläuterte Rechtslage zurückweisen.


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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.


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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Hallo und vielen Dank für die schnelle Antwort!


 


Habe hierzu noch 1-2 Fragen die ich aber im Moment aus Zeitgründen nicht formulieren kann.


Zudem habe ich mit dem Käufer heute noch mal einen Termin.


 


Das schlimme ist noch nicht mal der Käufer selbst, sondern dieser Bekannte des Käufers der sich für einen ausgemachten Experten hält und von anbeginn ständig nur labbert und nicht zuhört. Und jetzt erzählt, er hätte den Mangel nicht sehen können weil bei den Besichtigungsterminen Gardinen (durchsichtige) davorhingen.


 


Melde mich später noch mal.

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
Melden Sie sich gern später noch einmal.



Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 3 Jahren.
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Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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