So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten.
    Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an raschwerin.
raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 16968
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Grundstücksrecht hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, Habe ein Grundstück mit einem

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren, Habe ein Grundstück mit einem vor ca. 30 Jahren dicht neben der Grenzlinie auf meinem Grundstück gepflanzten Fichtenhecke. Diese hat jetzt eine Höhe von ca. 1,8 m. Am Ende dieser Hecke wurden die letzten drei Pflanzen nicht beschnitten und haben sich somit zu Fichtentannen mit einer Höhe von ca. 8m entwickelt. Vor ca. 15 Jahren wurde das Nachbargrundstück nördlich der Hecke verkauft. Die bewussten Fichtentannen hatten da bereits eine Höhe von ca. 5m, ragten über die Grenzlinie mit den Ästen und bildeten unterirdisches Wurzelwerk auf das benachbarte Grundstück. Der Grundstückskäufer akzeptierte das in der Form, indem er nichts Mündliches und Schriftliches unternahm, um den Wuchs der Fichten einzudämmen bzw. die Höhe auf einem bestimmten Niveau festzuschreiben. Jetzt nach 15-jährigem Stillschweigen soll das Grundstück bebaut werden und mein Nachbar fordert, dass ich diese Fichten zurückschneide mit der mündlichen Begründung, dass Diese eine geplante Solaranlage in Jahreszeiten niedrig stehender Sonne (Herbst, Winter) beschatten würde. "Zitat des Schreibens : Da ich im Bereich der Grenzlinie Fundamente erreichten werde, bedeutet das für Sie, dass Sie die auf der Grenze stehenden Bäume mit Äste und Wurzeln entfernen und den Nachbarrechtsregeln SH und BGB § 910 entsprechend behandeln" Zitatende! Frage. Ist die Forderung berechtigt, obwohl das Wachstum ca. 15 Jahre geduldet worden ist? mit freundlichen Grüssen XXX (Name von Moderation entfernt)

Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Grundstücksrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 4 Jahren.

raschwerin :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

raschwerin :

Über die ganzen Jahre ist nichts passiert?

raschwerin :

Die jeweiligen Nachbarschaftsgesetze der Länder geben dazu nichts her. Zudem genießen Anpflanzungen, die älter als 5 Jahre sind, Bestandsschutz (vgl. z.B. § 32 des Berliner Nachbarschaftsgesetzes). Nur wenn ein Baum sich in unerwartete Höhen streckt, kann auch nach Ablauf dieses Zeitraumes ein Anspruch auf Höhenrückschnitt gegeben sein, wenn ungewöhnlich schwere, nicht mehr hinnehmbare Beeinträchtigungen vorliegen (BGH NJW 2004,1037, 1038; NZM 2003,727 mwN). Ein solcher Anspruch wird abgeleitet aus dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 BGB) sowie dem Gedanken des nachbarrechtlichen Gemeinschaftsverhältnisses. Er bleibt aber absolute Ausnahme.

Ähnliche Fragen in der Kategorie Grundstücksrecht