So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an Advopro.
Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen Diplom Jurist
26039601
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Grundstücksrecht hier ein
Advopro ist jetzt online.

Hallo, wir haben ein Grundstück, wollen es verkaufen, haben

Kundenfrage

Hallo,
wir haben ein Grundstück, wollen es verkaufen, haben schon einen Käufer.

Grundstück Eigentümer Schuldner
1. Rangstelle ca. 43 000 €
1. Rangstelle Bank 1 ca. -25 000 € muß nach Verkauf an Bank 1 für Darlehensablösung abgetreten werden
1. Rangstelle Bank 2 hat freie Anteile gepfändet ca. 16 000 €
2. Rangstelle Hypothek Schwiegermutter mit 25 000 €
Darlehen vollständig bezahlt hat aber Ansprüche
Käufer zahlt 40 000 € für das Grundstück.
Bank 2 hat 30 000 € Zwangssicherungshypothek an 4 Stelle eintragen lassen

Bank 2 will jetzt mit 4. Rangstelle die Zwangsversteigerung einleiten weil der Kaufpreis zu niedrig ist.
Hat eine Duldungsklage erlassen wegen Verweigerung der Unterwerfung von Teil 2 (16000€)
Begründung der Bank.
Wir stimmen dem Verkauf nicht zu weil der Kaufpreis zu wenig ist das Grundstück hat einen Wert von 70 000 €
Eine Zwangsversteigerung bringt wohl noch weniger aber Bank 2 besteht auf ihre Auslagung.
Kann Bank 2 den Verkauf auf diese Weise blockiere
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Grundstücksrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage .
Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:

Hier muss differenziert werden.

 

 

Auch als viertrangiger Gläubiger kann grundsätzlich die Zwangsversteigerung eingeleitet werden, dieses steht also auf der einen Seite.

 

 

Auf der anderen Seite muss es aber auch einen Grund für die Zwangsvollstreckung geben.

 

 

Nur, weil der Verkaufspreis der Bank nicht gefällt, ist dieses noch keine Rechtsgrundlage, um die Zwangsversteigerung einzuleiten.

 

 

Mit anderen Worten kann die Bank nicht nach Lust und Laune die Zwangsversteigerung ohne Vorliegen der Voraussetzungen hierfür betreiben.

 

 

Voraussetzung für die Zwangsversteigerung ist normalerweise, dass sie die gesicherte Forderung (normalerweise der Darlehensrückzahlungsanspruch zu Gunsten der Bank) nicht fristgerecht gezahlt haben.

 

 

Sollte dieses also der Fall sein (, was sich ihrer Schilderung so nicht entnehmen kann) sollten Sie diese schnellstmöglich nachholen.

 

 

Ich sehe dann keine Rechtsgrundlage mehr für eine Zwangsversteigerung.

 

 

Darüber hinaus wird die Bank voraussichtlich aufgrund des schlechten Rand eh nichts bis sehr wenig erhalten, sofern die vorrangigen Gläubiger der Zwangsvollstreckung beitreten, da diese dann grundsätzlich vorher befriedigt werden aufgrund ihrer Rangstellung.

 

 

Die Bank dürfte also im Ergebnis den Verkauf nur dann blockieren,wenn überhaupt noch eine Forderung der Bank offen wäre und der Kaufpreis objektiv nicht angemessen ist und hiermit eine Befriedigung der Bank gefährdet wäre dieses kann ich nicht erkennen.

 

 

Sollte also der Kaufpreis objektiv angemessen sein gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder Sie befriedigen (falls möglich) die Bank voll und nehmen die Bank auf Löschung der Sicherung im Grundbuch in Anspruch oder sie nehmen die Bank (notfalls gerichtlich, vorher aber über einen Rechtsanwalt außergerichtlich) auf Duldung im Hinblick auf den Verkauf in Anspruch.

 

 




Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.

Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag!


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Advopro und weitere Experten für Grundstücksrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

Bank 2 hat aufgrund der Zwangsversteigerung unseres Hauses sich die freien Anteile sichern lassen aber niemals etwas finanziert daran.

Seit 3 Jahren suchen wir einen Käufer ohne Erfolg (Grundstück 11.5 m breit Steilhanglage Bebauung nicht ideal auch wegen des ges. Grenzabstandes).

Verstehen kann das keiner da die 1. Rangstelle ja völlig abgedeckt ist und die 2. Rangstelle auch erst bedient werden muß es muß also mehr als 70 000 € erzielt werden wenn Bank 2 noch einen Anteil erhalten will.

Bank 2 machte die Aussage Zitat: "dann versteigern wir halt auch wenn weniger herauskommt dann haben wir halt Pech gehabt wir habens halt probiert".

Man ist der Willkür der Banken einfach ausgesetzt.

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
Vielen Dank für den Nachtrag.
Wie bereits mitgeteilt kann ich immer noch nicht die Voraussetzungen für eine Versteigerung erkennen.

Sofern sie die entsprechenden Darlehensraten in Bezug auf Bank 2 zahlen,wäre eine Zwangsvollstreckung überhaupt nicht möglich.

Für mich hört es sich hier auch sehr nach Willkür und rechtlicher Grenzwertigkeit an.

Meiner Einschätzung nach sollten sie wie oben beschrieben vorgehen.

Spätestens wenn man tatsächlich eine Zwangsversteigerung einleiten sollte, sollten sie einen im Grundstücksrecht/Zwangsvollstreckungsrecht erfahrenen Kollegen vor Ort beauftragen.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 5 Jahren.

die Zwangsversteigerung wurde bereits eingeleitet

Bank 2 hat noch Ansprüche bezüglich der Zwangsversteigerung des Hauses.

Jedoch durch Falschabrechnungen (in Höhe von ca. 32 000 € ) von Darlehen und Konten, Gutachten schon vorhanden, hoffen wir auf Einigung wegen eventueller mißbräuchlicher Kündigung der Darlehen.Es ist uns ja ein wirtschaftlicher und privater Schaden entstanden.

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 5 Jahren.
vielen Dank für den Nachtrag.

Das deutet ja sogar darauf hin, dass Sie hier Schadensersatzansprüche haben könnten.

Sollte tatsächlich nachweisbar eine falsche Abrechnung vorlegen, könnte dieses tatsächlich der Wirksamkeit der Kündigung entgegenstehen.

Falls noch nicht geschehen und da hier bereits eine Zwangsversteigerung eingeleitet wurde, sollten Sie bitte wie bereits empfohlen schnellstmöglich einen Kollegen vor Ort beauftragen. Hier gilt es schnell zu handeln.



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt