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SchiesslClaudia
SchiesslClaudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 15718
Erfahrung:  Rechtsanwältin, zwei Fachanwaltstitel, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, 20 Jahre Berufserfahrung
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SchiesslClaudia ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich lebe in Niedersachsen,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich lebe in Niedersachsen, Gemeinde Holle. Die Zedernnadeln vom Nachbargrundstück, Bauentfernung von Zaungrenze ca. 1,30 Meter, Baumhöhe ca. 13,00 Meter, verstopfen seit Jahren meine Rinenn und Fallrohre vom Haus und Wintergarten. Diverse Gespräche und meine kosenlose Hilfsangebote die Zeder zu entfernen, sind ingnoriert worden, jetzt beim Sühnetermin sogar bestritten worden, ich hätte ja nichts schriftlich gemacht und daher könne ich nichts beweisen. Mittlerweile haben die verstopften Fallrohre zum wiederholten mal Wasser in den Wintergarten (Holzdecke quillt jetzt auf und das Holz spaltet sich) und von dort hinterdie Hauswand bis in den Keller. Gestern während des Dauerregens haben mein Frau und ich 12 10 Liter Eimer Wasser aufgefangen.
Wie gehe ich jetzt weiter korrekt vor und habe ich eine faire Chance, das der Nachbar oder dessen Versicherung für meine Schäden aufkommt. Ich finde leider zu viele unterschiedliche Rechtssprechungen in "ähnlichen" Fällen, die dann auch noch von Bunesland zu Bundesland unterschiedlich sind, obwohl wir in Deutschland leben und es eigentlich doch nur ein "Recht- und Gesetz" geben darf.
Mit freundlichen Gruß
AA
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Grundstücksrecht
Experte:  SchiesslClaudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich Ihnen sehr gerne wie folgt beantworten möchte:


Dass Bund und Länder zT unterschiedliche Gesetzgebungskompetenzen haben , ist in der Verfassung geregelt.


Ein Anspruch auf Entfernung eines Überhangs von Ästen wäre nach § 1004 BGB begründet.

Nach § 910 BGB kann der betroffene Nachbar auch die überhängenden Äste selbst abschneiden.

Sie dürfen die auf Ihr Nachbargrundstück ragenden Äste also selbst abschneiden.


Wie aber in ständiger Rechtsprechung entschieden wird, stellt Laubbefall auf das Nachbargrundstück keine abwehrfähige Nutzung des Eigentums dar, da er eine Folge der gesetzlichen Nutzung des Eigentums ist.


Einwirkungen auf das Nachbargrundstück wie Laubbefall begründen einen Beseitigungs- und Unterlassungsanspruch nur dann, wenn der Nachbar die Einwirkungen durch eigene Handlungen ermöglicht, oder durch pflichtwidriges Unterlassen herbeigeführt hat.


In Ihrem Fall ist der Grenzabstand des Baumes zu Ihrem Grundstück wohl nicht eingehalten.

Es ist bei dieser Höhe des Baumes wohl ein Grenzabstand von 3 Metern erforderlich, der nicht eingehalten ist.


Der Nachbar müsste den Baum also zurückschneiden oder ganz beseitigen, es sei denn es besteht in Ihrer Gemeinde eine Baumschutzverordnung, die das verbietet.


In dem er dies pflichtwidrig unterlassen hat, ist er für den Ersatz des Schadens verantwortlich.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Sehr gerne können Sie nachfragen,




Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank










SchiesslClaudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 15718
Erfahrung: Rechtsanwältin, zwei Fachanwaltstitel, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, 20 Jahre Berufserfahrung
SchiesslClaudia und weitere Experten für Grundstücksrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Frau Schiessl,

danke für die prompte Antwort. Welchen Schaden kann ich jetzzt in welcher Höhe geltend machen?
Das aufgequollene Holz?
Meine seit jahren übermäßigen Stunden für das Reinigen der Dachrinnen (jährlich ja normal) aber jährlich der Abbau der Fallrohre 2 x mal schon erneuert, da die Kunststoffrohre aufgeplatzt - gerissen waren), sowie Aufnahme der verschraubten Terrassenbretter, entfernen der Zedernnadeln und wieder alles verschrauben. Was kann hier rechtlich (nicht übertrieben) angesetzt und auch vor Gericht durchgesetz werden?
Danke XXXXX XXXXXür diese Antwort.
Ich wünsche Ihnen einen schönen 4 ten Advent, eine "ruhige" Weihnachtswoche und einen "glatten" Rutschs ins neue Jahr mit viel Gesundheit für die Zukunft.
Gruß
Andreas Asmus 0163 - 56 70 910 [email protected]
Experte:  SchiesslClaudia hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für die netten Wünsche, die ich erwidern darf.


Diese wesentliche und unzumutbare Beeinträchtigung, die aufgrund der nicht eingehaltenen Abstände zu Ihrem Grundstück auch nicht als ortsüblich anzusehen ist, gibt einen Anspruch auf den Ersatz der durch sie entstandenen Schäden.


Materialkosten für die beschädigten Rohre, das kaputte Holz, Ersatz der Arbeitszeit, die Sie mit einem bestimmten Betrag in der Stunde ansetzen sollten.

Beim Entfernen der Terrasse und Reinigen der Dachrinne wäre ich persönlich zurückhaltend, da dies ohnehin gemacht werden muss und nichts außergewöhnliches ist.




Mit freundlichen Grüßen




Claudia Marie Schiessl
Rechtsanwältin und
Fachanwältin für Arbeitsrecht
Fachanwältin für Familienrecht


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank








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