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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen Diplom Jurist
26039601
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Advopro ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr/Frau RA/in! Mein Grundstück wurde vor 4

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr/Frau RA/in!
Mein Grundstück wurde vor 4 Jahren durch " Nichteinhaltung der Abstandsflächen" von meinem Nachbarn mit einem dreigeschössigen Wohnungsbau überbaut.
Vor einem Jahr fand eine Gerichtsverhandlung statt, in dem meinem Nachbarn (leider) bis 2013 Zeit gegeben wurde, den Teilabriß durchzuführen.
Ich hatte im Vorfeld erhebliche Kosten gebabt z. B. Beratungskosten beim Rechtsanwalt. Habe ich die Möglichkeit Schadensersatz für diese meine Kosten (z.B. nach § 823 Absatz 2 BGB ) einzufordern? Handelt es sich nicht auch nicht um Verletzung meines Eigentums? Kann ich immateriellen Schaden geltend machen z. B. Beeinträchtung mit Verdunklung der Räume, oder sog. Überbaurente für die Zeit des Überbaus? Vielen Dank XXXXX XXXXX!
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Grundstücksrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







Sofern hier tatsächlich einen Überbau im rechtlichen Sinne vorliegt, wovon nach ihrer Schilderung zunächst auszugehen ist,stellt dieses eine Besitzbeeinträchtigung sowie Beeinträchtigung in Bezug auf ihr Grundstück dar ( auch nur dann, wenn ihr Grundstück zumindest ganz minimal bebaut wurde, nicht nur dann schon,wenn zum Beispiel die Abstandsflächen zur Grundstücksgrenze nicht ordnungsgemäß eingehalten sind!).

 

In diesem Fall könnten in der Tat Schadensersatzansprüchen wegen Beeinträchtigung oder Besitzbeeinträchtigung gemäß § 823 BGB sowie Unterlassungsansprüche gemäß § 1004 BGB gegen den Nachbarn bestehen.


Die Beratungskosten beim Rechtsanwalt können sie aber leider als Schadensersatz grundsätzlich nicht geltend machen. Bezüglich weiterer Kosten käme es ganz darauf an, um was für Kosten es sich handelt.

 

Sie haben ja aber eine andere Möglichkeit, eine finanzielle Entschädigung zu erhalten nach dem Gesetz.

 

Sofern hier nämlich tatsächlich ein Überbau im rechtlichen Sinne vorliegt, haben sie gemäß § 913 BGB einen Rechtsanspruch auf eine so genannte Überbaurente.

 

Diesen können sie gegenüber ihren Nachbarn geltend machen, bis der Überbau beseitigt oder aber die Angelegenheit über das Gericht abschließend geklärt ist.

 

Eine exakte Berechnung der Überbaurente ist im Rahmen einer Erstberatung aus der Ferne leider nicht möglich, so dass sie insoweit einen im Nachbarrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der abschließenden Durchführung der Berechnung (die im übrigen von vielen Faktoren abhängt) beauftragen sollten.

 

§ 913 BGB
Zahlung der Überbaurente

(1) Die Rente für den Überbau ist dem jeweiligen Eigentümer des Nachbargrundstücks von dem jeweiligen Eigentümer des anderen Grundstücks zu entrichten.

(2) Die Rente ist jährlich im Voraus zu entrichten.

 

Schadensersatzansprüche wegen der Verdunkelung der Räume,können sie aber leider nicht geltend machen.

 

Nach der Rechtsprechung besteht nämlich im Nachbarrecht grundsätzlich kein " Recht auf Licht".

 





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Mittwochnachmittag!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt






Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen?

Ansonsten möchte ich Sie höflich bitten mir mitzuteilen, was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.


Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness, sondern ist auch Gegenstand der AGB (Punkt Nr. 9 der Nutzungsbedingungen), die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.



Eine kostenlose Rechtsberatung ist nämlich zum einen von dieser Plattform nicht beabsichtigt und zum anderen nach deutschem Berufsrecht grundsätzlich nicht zulässig. Sollten Sie noch Verständnisfragen haben, so melden Sie sich bitte. Ansonsten akzeptieren Sie bitte.



Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,

Sie haben meine Antwort bislang noch nicht akzeptiert. Ich bitte Sie dies noch nachzuholen und mich somit für meine Rechtsberatung zu bezahlen. Dieses gebietet nicht schon nur Gebot der Fairness, sondern ist auch Gegenstand der AGB (Punkt Nr. 9 der Nutzungsbedingungen), die Sie schliesslich auch akzeptiert haben.



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Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt