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SchiesslClaudia
SchiesslClaudia, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 16846
Erfahrung:  Rechtsanwältin, zwei Fachanwaltstitel, Korrespondenzsprachen: deutsch und englisch, 20 Jahre Berufserfahrung
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SchiesslClaudia ist jetzt online.

Wir haben ein Baugrundstück von der Stadt in Markkleeberg erworben.

Kundenfrage

Wir haben ein Baugrundstück von der Stadt in Markkleeberg erworben. Die Stadt uns im Kaufvertrag darauf hingewiesen, dass der nördliche angrenzende Nachbar sein Grundstück höher gelegt aber seinen Höhenunterschied nicht durch eine Grenzmauer auf seinem Grundstück sondern durch eine Böschung auf unserm Baugrundstück gesichert habe. Die Stadt hat noch als Eigentümer den Nachbarn aufgefordert die Böschung zu beseitigen und uns im Kaufvertrag alle Rechte diesbezüglich abgetreten.

Der Nachbar weigert sich die Böschung zu beseitigen. Wir haben ihm eine Frist gesetzt die er verstreichen ließ. Grundstücksgröße: 480 qm. Böschungsfläche: 55 qm.

Fragen:
1. Können wir die Böschung auf eigenen Kosten beseitigen ? Folge: Die Hecke des Nachbarn auf der Grenze rutscht auf unser Grundstück, ebenso weitere Erdmassen und zwar solange bis quasi die Böschung auf dem Nachbargrundstück entsteht.
2. Auf was können wir aufgrund welches Anspruchs und aufgrund welcher Rechtsgrundlage klagen ?
3. Wie sind unsere Chancen ?
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Grundstücksrecht
Experte:  SchiesslClaudia hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,


vielen Dank für Ihre Anfrage.


Da der Nachbar die ihm gesetzten Fristen verstreichen lässt und nichts unternimmt, wird Ihnen nichts anderes übrig bleiben, als Ihren Anspruch gerichtlich geltend zu machen.



Zuständig ist das Amtsgericht in dessen Bezirk das Grundstück belegen ist.


Die Rechtsgrundslage ist schon schwieriger.


Nach § 909 BGB darf ein Grundstück nicht in der Weise vertieft werden, dass das Nachbargrundstück die erforderliche Stütze verliert.


Bein Ihnen ist es jedoch so, dass das Grunstück eher erhöht wurde.


Direkt gesetzlich geregelt ist der Sachverhalt also nicht.


Dennoch erleiden Sie eine Beeinträchtigung, auf deren Beseitigung Sie einen Rechtsanspruch haben.


Anspruchsgrundlage ist § 1004 BGB.


Diese Norm gibt dem einen Anspruch, dessen Eigentum auf andere Weise als durch
Vorenthaltung des Besitzes beeinträchtigt wird, einen Anspruch gegen den Störer auf Beseitigung.


Der Eigentümer kann auf Unterlassung klagen.


Ihre Chnance sind sehr gut.




Ich hoffe Ihnen mit meinen Ausführungen einen ersten Überblick verschafft zu haben und bitte meine Antwort zu akzeptieren. Sie akzeptieren in dem Sie auf das grüne Feld "Akzeptieren" klicken.

Beachten Sie bitte, dass das Hinzufügen oder Weglassen von Informationen zu einer völlig anderen Beurteilung des Sachverhalts führen kann. Die Frage wurde beantwortet unter der Maßgabe, dass Sie die AGB (Allgemeinen Geschäftsbedingungen) gelesen haben und bereit sind, meine Antwort nach den gesetzlichen Vorgaben zu akzeptieren und angemessen zu vergüten. Beachten Sie bitte, dass eine kostenlose Rechtsberatung in der Bundesrepublik Deutschland nicht gestattet ist.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin


Wenn ich Ihre Frage beantwortet habe bitte ich höflich um Akzeptierung


Vielen Dank