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hhvgoetz
hhvgoetz, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 2909
Erfahrung:  Rechtsanwalt, LL.M. in International Trade Law (Newcastle upon Tyne, UK)
48877684
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hhvgoetz ist jetzt online.

wir wohnen im land sachsen, vor ca 10 jahren haben wir ein

Kundenfrage

wir wohnen im land sachsen, vor ca 10 jahren haben wir ein grundstueck kaeuflich erworben, wo auf der grundstuecksgrenze eine mit natursteinen gemauerte mauer befindet.anschliessend geht ein unbefestigter weg hoch zum nachbarn. der nachbar möchte jetzt diesen weg "massiv" bauen und hat uns ueber seinen anwalt mitgeteilt, w i r sollen unsre mauer neu bauen , damit er seinen sogenannten weg massiv bauen lassen kann und es durch unsre sogenannte kaputte mauer (sie ist fuer unsre zwecke total massiv) nicht zu nachfolgeschäden kommen kann. er hat gemeint die 10.000 eure hätten wir ja wohl. ich weiss mir keinen rat und bin aber der meinung, dass ich nicht verpflichtet bin unsre mauer neu herzurichten. noch zur sachlage, seit jahren fliesst oberflächenwasser in unre mauer, welches vom nachbar kommt. mein schwiegersohn hat gott sei dank dies fotografiert. wie sollen wir uns verhalten ? ich wäre ihnen dankbr, wenn sie uns einen tipp geben könnten. uebrigens wir hatten noch nie streit mit unren nachbarn aber das geht mir doch zu weit und vor allen dingen hätten wir das geld gar nicht , wir muessten halt unser auto verkaufen, was raten sie uns?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Grundstücksrecht
Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchende,

 

wenn sich die Mauer auf der Grundstücksgrenze befindet, handelt es sich um eine "Grenzanlage" im Sinne des BGB.

 

Diese müssen Sie in der Regel gemeinsam unterhalten, wenn beide die Mauer "nutzen" dürfen. Das wird von Gesetzes wegen vermutet. Das Gegenteil müsste die Gegenseite beweisen.

 

In diesem Fall darf die Mauer auch nur mit Ihrer Zustimmung abgerissen werden.

 

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__921.html

 

Es gibt diverse Urteile hierzu, z.B. Urteil des LG Aachen vom 20.03.1998, Az. 5 S 330/97, MDR 1998, 591.

 

Weisen Sie auf die Rechtslage hin und lassen sich ggf. verklagen.

 

Gruß

Experte:  hhvgoetz hat geantwortet vor 6 Jahren.

Ergänzend möchte ich hinzufügen, dass der Nachbar sicherstellen muss, dass Ihr (Mit)-eigentum durch Oberlächenwassen nicht beschädigt werden darf. Insofern müsste er hier für die Instandhaltung der Schäden aufkommen bzw. sich bei nicht ganz klarer Sachlage zumindest beteiligen, da Ihnen die Instandhaltung gemeinsam obliegt.

 

Bitte denken Sie an ein Akzeptierung der Antwort.

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