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Advopro
Advopro, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 9380
Erfahrung:  Zweites juristisches Staatsexamen Diplom Jurist
26039601
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Von meinem Vater haben meine in USA lebende Schwester und ich

Kundenfrage

Von meinem Vater haben meine in USA lebende Schwester und ich vor ca. 15 Jahren ein Waldgrundstück ca. 70 km südlich von Berlin geerbt. Meine Schwester hat notariell auf die Erbschaft verzichtet.
Die Umschreibung im Grundbuch auf meinen Namen habe ich noch nicht vorgenommen. Das Grundstück mit 1,5 ha hat nur einen geringen Wert ca. 5000,-- €. Kaufinteressenten sind so gut wie keine vorhanden. Das Grundstück liegt ca. 500 m von einem ehemaligen Truppenübungsplatz entfernt (Kaiser Wilhelm, Deutsche Wehrmacht, Russische Armee waren die bisherigen Betreiber) und gehört zu einer kleinen Ansiedlung mit ca. 100 Anwohnern, Nähe der Stadt Jüterbog.
Meine Frage: Ich will das Grundstück verkaufen. Dazu muß sicher die Umschreibung auf meinen Namen erfolgen. Muß ich dann außer den Umschreibungskosten mit irgendwelchen Forderungen seitens Behörden, Unfallversicherung, Brand- und Haftpflichtversicherung für die Vergangenheit rechnen, weil ich ja faktisch Eigentümer war und bin und diese Kosten bisher irgendwie vom Staat getragen wurden?
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Grundstücksrecht
Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.

Sehr geehrter Ratsuchender,





vielen Dank für Ihre Anfrage .

Diese möchte ich sehr gerne wie folgt beantworten:







1. Meine Frage: Ich will das Grundstück verkaufen. Dazu muß sicher die Umschreibung auf meinen Namen erfolgen.

Wenn ich Sie richtig verstanden habe steht nach wie vor ihr Vater als Eigentümer in dem Grundbuch des betreffenden Grundstückes (sollte es anders sein so bitte ich um einen entsprechenden Hinweis, damit ich hierzu abschließend Stellung nehmen kann).

In diesem Fall müssen sie vor der Veräußerung in der Tat eine Umschreibung auf sich selber ( gegebenenfalls unter Vorlage eines entsprechenden Erbscheines) beim zuständigen Grundbuchamt beantragen, damit sie überhaupt erstmal formelle Eigentümer werden, um dann als berechtigter Eigentümer das entsprechende Grundstück veräußern zu dürfen beziehungsweise eigentumsrechtliche Verfügungen hierüber treffen zu können.

2.Muß ich dann außer den Umschreibungskosten mit irgendwelchen Forderungen seitens Behörden, Unfallversicherung, Brand- und Haftpflichtversicherung für die Vergangenheit rechnen, weil ich ja faktisch Eigentümer war und bin und diese Kosten bisher irgendwie vom Staat getragen wurden?


Sofern tatsächlich Kosten angefallen sind (diese müssen dann aber auch tatsächlich angefallen sein und nicht bloß hypothetisch möglich sein),die normalerweise der Eigentümer zu tragen hätte, könnten diese von ihnen als Erben grundsätzlich gefordert werden.

 

Hierbei ist aber auch zu berücksichtigen, dass diese Forderungen einer Verjährung unterliegen und deshalb gegebenenfalls schon nicht geltend gemacht werden könnten.

 

Um dieses aber abschließend beurteilen zu können müsste geprüft werden, um was für Forderungen es sich handelt und insbesondere wie alt diese Forderungen sind, also wann die Forderungen entstanden sind und wann fällig geworden sind.


Dieses kann so pauschal im Rahmen einer Erstberatung aus der Ferne nicht abschließend geklärt werden. Gegebenenfalls sollten sie diesbezüglich einen im Erbrecht/Grundstücksrecht erfahrenen Kollegen vor Ort mit der abschließenden Klärung der Sach- und Rechtslage beauftragen.





Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!



Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.



Sofern Sie mit meiner Antwort zufrieden sind möchte ich Sie höflich bitten meine Antwort gemäß den allgemeinen Geschäftsbedingungen dieser Plattform zu akzeptieren. Zufriedenheit bedeutet , dass keine Verständnisfragen mehr bestehen und die Frage vollumfänglich beantwortet worden ist.



Sie akzeptieren meine Antwort, indem Sie unter meiner Antwort einmal auf das grüne Feld „akzeptieren“ klicken.



Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können natürlich gerne über die Nachfrageoption mit mir Verbindung aufnehmen.

Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagnachmittag und einen guten Wochenstart!



Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244



 

Experte:  Advopro hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

haben Sie noch Verständnisfragen, dann teilen Sie mir diese bitte kurz mit, damit ich Ihnen hierauf antworten kann.

Ansonsten teilen Sie mir bitte kurz mit was einer Akzeptierung meiner Antwort im Wege steht.

Mit freundlichem Gruß von der Nordseeküste

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Stresemannstr. 46
27570 Bremerhaven
[email protected]
Fax.0471/140244
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Erneut posten: Ungenaue Antwort.
Die Antwort kam prompt, hilft mir aber insofern nicht weiter, weil ich gerne Information über die auf mich zukommenden rechtlichen Forderungen detailliert gehabt hätte. Vielleicht hat jemand Erfahrung in ähnlichen Fällen. Leider kann ich über die evtl. einzelnen Forderungen noch keine Details nennen. Da die Antwort ist korrekt hilft mir aber nicht richtig weiter, darum bin ich bereit 20,-€ zu zahlen aber 60,- sind mir zuviel.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Ich hätte gerne gewußt, was für Forderungen seitens der Behörden denkbar sind. Die Bepflanzung des Grundstücks erfolgte nach Anfrage an meinen Vater, der schon zwischenzeitlich im Rheinland
wohnte. Er schlug Birken vor, wie früher, es wurden aber Kiefern im ganzen Gebiet gepflanzt. Könnten aus dieser Bepflanzungsmaßnahme gegen mich Forderungen entstehen? Wie wird mit solchen Grundstücken und damit verbundenen Forderungen verfahren, wenn die Eigentümer/Erben sich erst nach Jahren melden? Kann ich auf die Erbschaft dieses Grundstückes verzichten, obwohl ein Sparkonto aus der Erbschaft angenommen wurde? Muß das Grundstück dann trotzdem erst auf mich umgeschrieben werden? Können die Behörden von mir verlangen, daß ich das Grundstück umschreiben lasse, damit sie evtl. ausstehende Gebühren kassieren können? Wie soll ich mich jetzt verhalten, da kein Kaufinteressent in Sicht ist? Danke für Ihre Antwort. D.T.