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troesemeier
troesemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Grundstücksrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  seit 1995 als selbständiger Rechtsanwalt tätig.
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troesemeier ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Troesemeier, wir wollen unser Haus verkaufen

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr Troesemeier,
wir wollen unser Haus verkaufen und haben eine Anzeige aufgegeben worauf sich ein Makler gemeldet hat der auch mehrer Interessenten gebracht hat. Einen Vertrag habe ich mit dem nie unterschrieben. Jetzt kurz vor Vertragsabschluß hat er die Käuferin so verärgert, dass sie unser Objekt nur noch ohne Makler kaufen will. Ist das möglich bzw. gibt es eie Sperrfrist, wenn ich dem Makler den nur mündl. erteilten Auftrag entziehe?

Vielen Dank XXXXX XXXXX baldigen Antwort
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Grundstücksrecht
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

die geschilderte Sachlage ist nicht ganz unkompliziert, insbesondere dann, wenn der Makler die besagte Käuferin vermittelt hat.

Grundfrage ist, für wen der Makler hier nun eigentlich tätig geworden ist. Grundsätzlich kann ein Maklervertrag auch mündlich und sogar stillschweigend geschlossen werden.

Ungewöhnlich erscheint allerdings, dass der Makler veranlasst hat, dass der Notarvertrag eine Provisionsregelung zu Ihren Lasten als Verkäuferin enthält. Üblicherweise übernimmt der Käufer die Provision.

Ich meine, dass Sie aufgrund der Umstände nicht davon ausgehen konnten, dass der Makler für Sie tätig wird, sondern für die Käufer, so dass zwischen Ihnen und dem Makler gar kein Vertrag besteht und damit auch kein Provionsanspruch hergeleitet werden.

Was die Käuferin mit dem Makler vereinbart hat, entzieht sich der diesseitigen Kenntnis, wäre aber auch nur insoweit maßgebend, als dann diese das Problem hat, auf jeden Fall die Provision zahlen zu müssen.

Klar ist nur eines, der Makler hat unter Umständen seine Provision verdient, egal ob ihm jetzt, von welcher Seite auch immer gekündigt wird, da er erfolgreich vermittelt hat. Eine Aufkündigung eines etwaig geschlossenen Vertrages wäre daher nutzlos, wenn der Kaufvertrag zwischen der benannten Käuferin und Ihnen letztendlich zustande kommt.

Ich hoffe, Ihnen erst einmal eine rechtliche Orientierung gegeben haben.

Dieser Erstrat ersetzt aber keine anwaltliche Beratung vor Ort, insbesondere in Ansehung der besonderen Umstände. Hier kommt es auf das kleinste Detail an.

Abschließend möchte ich aber noch darauf hinweisen, dass der Makler im Falle eines Rechtsstreites für die vertraglichen Vereinbarungen und Abreden voll darlegungs- und beweispflichtig ist. An Maklerverträge werden seitens der Gerichte relativ hohe Anforderungen gestellt, so dass gerade bei mündlichen Abreden, der Makler in Beweisnöte geraten und damit einen Provisionanspruch gerichtlich nicht erfolgreich durchsetzen kann.

Mit freundlichen Grüßen

troesemeier und weitere Experten für Grundstücksrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Meine Frage war eigentlich. Wenn ich jetzt am Montag dem Makler keinen Auftrag mehr für den Verkauf des Hauses gebe. Wann kann ich dann das Haus an die Käuferin verkaufen, die zwar ja der Makler gebracht hat? Oder hat der Makler ein unwiderrufliches Recht auf die Provision bei den Käufern die er gebracht hat?
Experte:  troesemeier hat geantwortet vor 6 Jahren.
Sehr geehrte Fragestellerin,

wie ich bereits oben schrieb, hat der Makler die Provision verdient, auch wenn Sie Ihn jetzt nicht mehr beteiligen würden, da er die Käuferin vermittelt hat. Wann der Vertrag geschlossen wird, ist unerheblich, ob vor oder nach Beendigung des Maklervertrages.

Mit freundlichen Grüßen

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