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MacGyver162
MacGyver162, Sonstiges
Kategorie: Fiat
Zufriedene Kunden: 4299
Erfahrung:  xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
32593761
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MacGyver162 ist jetzt online.

Bei meinem Wohnmobil /Ducato 244 /2.8 JTD trat vor ca. 4 Wochen

Kundenfrage

Bei meinem Wohnmobil /Ducato 244 /2.8 JTD trat vor ca. 4 Wochen ein Kühlwasserverlust auf. Daraufhin wurde in einer Fachwerkstatt u. a. der Kühler und div. Teile ausgewechselt. Dabei wurde unbemerkt der Druckschlauch des Turboladers falsch montiert, so dass er sich während der nächsten Kilometer durchscheuerte. Bei einer Steigung von 12% gab dann der Turbo auf. Es folgte das Übliche: Abschleppen - Werkstatt. Nach dem Austausch von Druckschlauch und div. anderen Teilen konnte ich meine Tour fortsetzen.
Nahezu vier Tage (!) lief es gut. Dann weigerte sich der kalte Motor anzuspringen. Und wieder: abschleppen - Werkstatt. Sehr bemüht wurde getestet und nochein paar Teile u.a. die Hochdruckpumpe ausgewechselt. Ich konnte weiterfahren. Am nächsten Morgen: Motor kalt - ........kein Anspringen. Ein "alter Hase" vom ADAC (Danke !!) hat dann mit Hilfe von Startpilot den Motor innerhalb von 2 Minuten zum Laufen gebracht.
Ich möchte betonen, dass alle Werkstätten Fiat-Fachwerkstätten waren.
Meine Bilanz 4verlorene Urlaubstage und etwa 1.500Euro Kosten.
Wie kann ich erreichen, dass ich einen Teil der Unkosten erstattet kriege und das Wohnmobil endlich wieder fahrtüchtig wird. Vorab danke XXXXX XXXXX Tipp.
Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Fiat
Experte:  MacGyver162 hat geantwortet vor 5 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage bei JustAnswer.

Generell kann gesagt werden das die Werkstatt die durch einen Montagefehler einen Folgeschaden verursacht hat für die dadurch entstehenden Schäden gerade zu stehen hat. (Verursacherprinzip).

Was die Angelegenheit mit dem Ladedruckschlauch angeht stellt sich der Fall Ihrer Beschreibung nach recht klar dar.

Was den Austausch der Hochdruckpumpe angeht sieht die Lage ein wenig anders aus - wenn auch nicht zu Ihrem Nachteil.
Wenn Sie der Werkstatt den Auftrag erteilen : "Motor springt nicht an, Fehler lokalisieren und beheben" handelt es sich dabei um einen sog. Werkvertrag. Dieser ist erst dann erfüllt wenn die Beanstandung auch behoben ist.
Folglich ist auch erst dann die Bezahlung fällig. Stellt sich, wie in Ihrem Fall, erst einen Tag später heraus das die Beanstandung doch nicht behoben ist hat die Werkstatt das Recht, zweimal nachzubessern. Gelingt es ihr dabei NICHT, den Fehler zu beheben haben Sie Anspruch auf Erstattung der bezahlten Kosten.
Wichtig ist, dass die Werkstatt keinen Freibrief hat so lange auf Verdacht Teile auszutauschen bis sie durch Zufall auf den Fehler gestoßen ist. Das gilt speziell für so teure Teile wie die Hochdruckpumpe.
Diese hat sich ja nun als nachweislich heile herausgestellt (sonst wäre der Fehler ja behoben) so dass theoretisch Ihre alte Pumpe hätte wieder eingebaut werden müssen wenn die Werkstatt schon so unfähig ist und statt einer Diagnose zu stellen erstmal auf Verdacht die Pumpe austauscht.

Es sei auch erwähnt, dass alles ausgebauten Teile Ihr persönliches Eigentum sind und unbedingt aufbewahrt werden sollten. (Ausnahme: deklarierte Austauschteile die im Pfandsystem an den Hersteller geschickt werden müssen)

Die Vorgehensweise um zu Ihrem Recht zu kommen sieht folgendermaßen aus
(wenn Sie schnell und nachhaltig zum Ziel kommen wollen)

  1. Erstellung eines Beweissicherungsgutachtens um ein nachhaltiges Verhandlungsinstrument in Händen zu halten.

  2. Beauftragung eines Rechtsanwaltes. Dies klingt zwar manchmal wie "mit Kanonen auf Spatzen zu schießen", ist aber aus einem einfachen Grund sehr sinnvoll: Bei der Geltendmachung der Ansprüche gibt es einige Fußangeln was Fristen und Formvorgaben betrifft. Daher kann man sich schnell ins eigene Fleisch schneiden wenn man hier einen Fehler macht.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder lenkt die Werkstatt ein und erstattet Ihnen die Kosten oder sie lässt es darauf ankommen. In diesem Fall geht der Anwalt dann ins streitige Verfahren. Hier ist dann das ZUVOR erstellte Gutachten wichtig da ein Gerich auf dessen Grundlage entscheiden wird - dort sitzen ja Juristen und keine Mechaniker.

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Bitte setzen Sie sich über die Homepage meines Sachverständigenbüros mit mir in Verbindung, gerne helfe ich Ihnen in der Sache weiter . Mein SV-Büro sowie unsere Partner-Kanzlei ist regelmäßig mit derartigen Vorgängen befasst so dass wir Ihnen hier kurzfristig weiterhelfen können.

Ihre entstandenen Kosten bzw. Auslagen wären im Streitfall von der Gegenseite zu erstatten.

 

Technisch gesehen wird das Problem hier vermutlich an Falschlufteintritt ins Dieselsystem liegen - hier müsste man aber genauer prüfen (und nicht eine teure Pumpe austauschen

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) um dem Fehler auf die Schliche zu kommen .

 

 

Mit freundlichen Grüßen,

 

Sebastian Seipp

SVBS Kfz-Sachverständigenbüro