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Tronic
Tronic, Elektroniker
Kategorie: Fernseher
Zufriedene Kunden: 13776
Erfahrung:  Industrie Elektroniker Fachrichtung Gerätetechnik
31581453
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Tronic ist jetzt online.

Mein JCV LT-32F70 brummt, sowie ich den Thomson DCI 1500K f r

Kundenfrage

Mein JCV LT-32F70 brummt, sowie ich den Thomson DCI 1500K für den Empfang von digitalen TV-Sendungen anstelle.
Das Gleiche passiert, wenn ich meinen Panasonic Videorecorder anstelle.
Die Verkabelung zwischen den 3 Geräten ist exakt gem. Anleitung.

Woran kann der Fehler liegen, was kann ich unternehmen?
Vielen Dank XXXXX XXXXX für Ihren Tip.

Jürgen Stoldt
Gepostet: vor 6 Jahren.
Kategorie: Fernseher
Experte:  Tronic hat geantwortet vor 6 Jahren.
Hallo,

vielen Dank, XXXXX XXXXX Justanswer benutzen.

Diese Störungen entstehen meist durch Mehrfach-Erdungen der Video- und der Audioanlage. Zur Erläuterung eine kleine Zeichnung.

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Es entsteht eine sogenannte Brummschleife, welche sich auf Grund von unterschiedlichen Erdungspotenzialen (SAT-Anlage, PC, usw.), über den Fernseher auf ein gemeinsames Spannungsniveau reguliert.

Abhilfe schafft hier nur ein gleiches Spannungspotential der Erdung an allen Geräten/Anschlüssen. Eine einfachere Möglichkeit ist, alle Erdungspunkte auf möglichst kurzem Wege miteinander zu verbinden. Somit können sich die Potentiale auf direktem Wege ausgleichen und es wird kein Ausgleichsstrom mehr über die Anlage fließen.

Um das zu realisieren, müssen alle Geräte, die einen sogenannten Schuko-Stecker haben, an der selben Steckdose angeschlossen werden und zusätzlich muss der Schirm der Antennenleitung auch mit dem Schutzleiter dieser Steckdose verbunden werden. Dies kann man mit einer Überspannungsschutznetzleiste machen, die auch Überspannungsschutzanschlüsse für Antennenleitungen hat. Die SAT-Antennenleitung wird nun über die Antennenanschlüsse der Netzleiste geführt und geht erst dann zu dem Receiver. Leider haben viele dieser Netzleisten das Problem, dass das Antennenmodul der Netzleiste schlecht ist, so dass es zu Empfangsstörungen kommen kann. Alternativ zur Überspannungsschutznetzleiste gibt es aber noch eine andere Abhilfemöglichkeit, bei der es keine Empfangseinbußen gibt und die auch noch kostengünstiger ist.

Hierzu muss die Antennenleitung mit dem Schutzleiterkontakt der Steckdose verbunden werden. Das Problem dabei ist die Verbindung des Schirms der Antennenleitung mit dem Schutzleiterkontakt der Steckdosenleiste, in der die Schukostecker der Geräte gesteckt sind. Das muss selbstverständlich sicherheitstechnisch unbedenklich realisiert werden.

Eine saubere Lösung ist die Verwendung eines modifizierten Schukostecker. Es gibt welche, bei denen sich die beiden Kontaktstifte entfernen lassen. Dazu werden die beiden Stifte aus dem Schukostecker entnommen, so dass nur noch die Schutzkontakte im Innern vorhanden sind. Lassen sich die Stifte nicht entfernen, so müssen sie abgesägt werden. Die Löcher werden mit einem Klebeband abgekleb und ein (möglichst dicker) Draht wird am Schutzleiterkontakt angeschlossen. So sieht so ein modifizierter Stecker aus:

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  1. Wichtig ist es, die Steckerlösung wie vorgeschlagen zu realisieren. Nur so ist es ausgeschlossen, dass sich der Draht im Stecker löst und gegen einen Kontakt mit 230 V kommt oder durch das Steckerloch in die Steckdose gelangen kann.

    Mit dem Kabel des Steckers muss nun der Schirm der Antennenleitung verbunden werden. Am Besten besorgt man sich eine zweite Antennenleitung, mit der man die Antennenleitung, die am Receiver angeschlossen ist, verlängert. Die beiden Antennenleitungen kann mit einem F-Röllchen (Adapter F-Buchse/F-Buchse) miteinander verbinden. Das Gewinde des F-Röllchens wird mit dem Kabel des Erdungssteckers verbunden. Am besten mehrfach umwickeln und mit einer Schlauchschelle (für Wasserschläuche) fixieren.
    Weil diese Verbindung sehr kurz ausgeführt werden sollte, muss das Antennenkabel direkt an der Steckdosenleiste vorbeigeführt werden. An der Steckdosenleiste müssen alle Geräte der Anlage angeschlossen werden, die einen Schukostecker haben.

    Mit dieser Lösung stehen die Chancen gut, dass die Störungen weg sind oder zumindest stark reduziert werden.


  2. Sicherheitshinweise
    Wichtig ist, dass der Schirm der Antennenleitung nicht irgendwie an den Schutzleiter der Steckdosenleiste rangebastelt wird. Es muss sichergestellt werden, dass es unmöglich ist, dass der Schirm in Kontakt mit den 230 V kommt. Eine Lösung ist die oben vorgeschlagene Steckerlösung. Diese muss genauso wie oben beschrieben ausgeführt werden.

    Es steht noch die Frage im Raum, ob bei hohem Ausgleichstrom die zusätzliche Verbindung zwischen SAT-Anlagen-Potentialausgleich und Steckdose-Schutzleiterkontakt gefährlich werden kann. Das Gegenteil ist der Fall. Besteht die Verbindung nicht, so muss der hohe Ausgleichstrom über die Verkabelung der Anlage und deren Schnittstellen fließen. Diese sind für hohe Ströme erst recht nicht ausgelegt. Dies wird durch die direkte Verbindung entschärft.

    Zum Schutz gegen Überspannungen (indirekter Blitzeinschlag), zum Personenschutz und um hohe Ausgleichströme zu vermeiden, ist ein richtig installierter Potentialausgleich der SAT-Anlage sehr wichtig. Idealerweise wird der Potentialausgleich der SAT-Antennenanlage am Hauspotential angeschlossen (weitere Informationen siehe im Link weiter unten). Wenn man Glück hat, sind dann auch die Brummprobleme und die horizontalen Streifen weg. Besteht die Gefahr eines direkten Blitzeinschlages in die SAT-Anlage, so reicht ein Potentialausgleich als Sicherheitsmaßnahme nicht aus.

Bei Arbeiten an der SAT-Anlage besteht die Gefahr eines elektrischen Schlages. Es ist daher dringend zu empfehlen vor Beginn der Arbeiten alle Empfangs-Geräte von der SAT-Anlage zu trennen.
Diese Schutzmaßnahme ist nicht notwendig, wenn die Arbeiten durch einen Fachmann ausgeführt werden und die SAT-Anlage bereits einen fachgerechten Potentialausgleich hat.

Weitere Informationen: http://www.dehn.de/de/newsletter/3_05/3_05_top3.pdf

Verändert von Tronic am 26.01.2011 um 16:25 Uhr EST
Experte:  Tronic hat geantwortet vor 6 Jahren.
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Kunde: hat geantwortet vor 6 Jahren.
Trotz gewissenhafer Ausführung Ihrer Vorschläge ist kein Erfolg eingetreten: Der Fernseher brummt - leider - wie zuvor.