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RARobertWeber, Sonstiges
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 3363
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Ich habe folgende Frage: Unser Sohn 20 Jahre alt in

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Ich habe folgende Frage: Unser Sohn 20 Jahre alt in Ausbildung (Erzieher, kein Einkommen) lebte laut gegenseitiger Vereinbarung in einer eigenen Einliegerwohnung in unserem Haus. (Frei Kost und Logis, frei Strom, Wasser, Heizung, Internet, TV, teurer Musikunterricht) sowie großzügiges Taschengeld). Der Sohn ist häufig beleidigend und cholerisch, sobald er seinen Willen nicht bekommt. Dabei hat er weitaus mehr Unterhalt bekommen als vereinbart. Das äußert sich in Beleidigungen (auch schriftlich vorhanden: "Ihr beschissenen Eltern", "Ich hasse euch", "fickt euch", "Wichser", "Ich mache euch fertig" usw.). Teil der Vereinbarung ist es die Einliegerwohnung im Haus der Eltern pfleglich zu behandeln. Daran hat er sich nicht gehalten. Möbel und Inventar wurden zerstört.
Wir haben ihm seinen Führerschein finanziert und wollten auch ein Auto für ihn kaufen, da er dieses für seine Berufstätigkeit unbedingt braucht. Die Führerscheinkosten belaufen sich auf 3.000,-€, nach 5 nicht bestandenen Prüfungen gab er auf. Wir haben das zähneknirschend hingenommen und ihn weiter unterstützt. Von heute auf morgen ist er plötzlich mit der Unterhaltsregelung nicht mehr einverstanden (3 Jahre war alles gut). Er will nun mehr als das Doppelte. Er fordert es unter Bedrohungen und Beleidigungen.
Es gibt einige unentschuldigte Fehlstunden in der Schule. In einer Nacht- und Nebelaktion räumte er seine Wohnung entwendete den Labtop seines Vaters (Rückgabe verweigert er). Er ist nicht bereit uns mitzuteilen wo er nun wohnt. Er ist nicht bereit vernünftig mit uns zu reden, oder zu sagen warum er ausgezogen ist (er hat eine neue Freundin und wir vermuten, dass es damit zusammenhängen könnte). Wir haben ihn stets vernünftig behandelt, auch während der ganzen Beleidigungen. Das haben wir auch schriftlich. Weihnachten hatten wir noch sehr schön mitteinander gefeiert und er schrieb mir noch per WhatsApp, dass es sehr schön war. Reichlich beschenkt wurde er auch. Ich möchte gern wissen: Aufgrund der vielen Beleidigungen (22 schwere Beleidigungen haben wir schriftlich, darunter auch die Drohung, dass er sich umbringt wenn wir nicht zahlen, dass er uns seine Eltern umbringen will). Nun will er uns verklagen, ohne das die Möglichkeit zu einem vernünftigen Gespräch bestand. Wir möchten nun wissen, ob wir THEORETISCH den Unterhalt verweigern können aufgrund der zahlreichen Beleidigungen und Bedrohungen (wie gesagt, das liegt schriftlich vor und wir haben noch versucht beruhigend auf ihn einzuwirken.) Nach § 1611 Abs.1 BGB wegen grober Unbilligkeit und schwerwiegender Beleidigung. Trotz allem möchten wir unseren Sohn nicht ohne Geld auf der Straße sitzen lassen und würden dann gern FREIWILLIG etwas Geld an ihn zahlen. Wie stehen unsere Chancen, rein theoretisch?

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es zählen nur schwerwiegende Fehlverhaltensweisen, d.h. die meisten von Ihnen genannten Beleidigungen reichen nicht aus. Die Bedrohungen zusammen mit dem gesamten Verhalten reichen aber aus. Das bedeutet, dass Sie die Bedrohungen beweisen müssen, und dann weiter anführen sollten, dass sein gesamtes Verhalten ein schwerwiegendes Fehlverhalten ist. Wenn Sie dann allerdings freiwillig weiterhin Unterhalt, widerlegen Sie sich selbst und würden Ihre gesamte Beweisführung ad absurdum führen. Sie müßten dann plausibel erklären, warum Sie den Sohn weiter unterstützen, obwohl Sie wegen des Fehlverhaltens die Unterhaltspflicht verneinten.

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Robert Weber
Rechtsanwalt

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