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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 6062
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Hallo, ist es möglich nachdem man sich bei der Ehe zwischen

Beantwortete Frage:

Hallo, ist es möglich nachdem man sich bei der Ehe zwischen einem Deutschen und einer Kolumbianerin für das deutsche Recht entschieden hat und einen gemeinsamen Namen gewählt hat seinen Mädchennamen wieder anzunehmen?
Assistentin: Vielen Dank. Können Sie mir noch ein paar weitere Informationen geben, damit ich den passenden Experten für Sie finden kann?
Kunde: Meine Frau (sie kommt aus Kolumbien) und ich haben am 16.08.2016 in Osnabrück geheiratet und uns für das deutsche Recht entschieden.
Wir haben uns dafür entschieden einen gemeinsamen Namen zu führen, da dies in Kolumbien nicht vorgesehen ist, gibt es zurzeit eine hinkende Namensführung da sie im Pass ihren Mädchennamen führt.Dies steht mit verschiedenen Problemen in Verbindung. Beispielsweise wird das Zeugnis der Masterarbeit auf den deutschen Namen ausgestellt, allerdings bewirbt sie sich auch auf Stellen im Ausland, wo sie ihren Namen wie im Reisepass angeben muss.
Sie möchte ihren Mädchennamen wieder annehmen, damit der Name in ihrem Zeugnis der Masterarbeit mit dem Namen im Pass übereinstimmen wird.
Wir haben vom Standesamt telefonisch die Information bekommen eine Rechtswahländerung sei einmal möglich. Als wir vor Ort waren haben wir die Information bekommen, dass die ursprüngliche Entscheidung nach deutschem Recht zu heiraten als eine Rechtswahl gilt und daher eine Änderung nicht mehr möglich ist. Es geht ihr nicht zwingend darum die Rechtswahl zu ändern, es geht lediglich darum den Mädchennamen auch in Deutschland wieder zu führen.Ich würde mich freuen eine Antwort darauf zu bekommen ob eine Namensänderung möglich ist.
Gepostet: vor 21 Tagen.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 21 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Ich gehe davon aus, dass Ihre Frau nicht deutsche Staatsangehörige ist. Ist dies korrekt?

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 21 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Generell stellt der Familienname ein Allein- und Identifizierungsmerkmal dar, der nicht willkürlich gewechselt werden kann.

Ein einmal angenommener Familienname kann nur im Scheidungsfalle geändert werden.

Eine weitere Ausnahme auf Änderung besteht dann, wenn mit dem geänderten Namen eine erhebliche Härte eintritt und die Fortführung des Namens Ihrer Frau nicht zumutbar wäre.

Der Anspruch ergibt sich aus dem Grundsatz des Namensänderungsrechts in Verbindung mit dem allgemeinen Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 GG i. V. m. Art. 1 Abs. 1 GG).

Beantragen Sie die Namensänderung ordnungsgemäß und legen Sie dar, warum die (Rück)Änderung angezeigt ist. Die Behörde muss dann ihre Entscheidung abwägen zwischen dem Recht der Allgemeinheit an dem Fortbestand eines Namens und den Nachteilen, die Ihrer Frau entstehen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Kunde: hat geantwortet vor 21 Tagen.
Sehr geehrter Herr Traub,Es besteht also keine Möglichkeit auf eine Rechtswahländerung? Davon habe ich aus mehreren Quellen gehört. Da nach kolumbianischen Rechst beide Ehepartner ihren Namen behalten würde sich der Rest automatisch ergeben. Ich habe leider keinen Paragrafen gefunden, der klar darstellt wann eine solche Rechtswahländerung möglich ist.
Die Behörde hat keinen eigenen Ermessensspielraum diesbezüglich und man müsste den Weg über eine Namensänderung gehen?
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 21 Tagen.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

woher haben Sie diese Information.

Nach Art. 10 EGBGB wird durch die Rechtswahl des Staats, dessen Namensrecht geltend. D. h. man kann nicht einfach wieder in ein anderes Rechtssystem wechseln.

Es ist auch der Grundsatz der Rechtssicherheit zu wahren.

Ansonsten hätten Sie das kolumbianische Recht wählen müssen.

Ggf. können Sie versuchen, die Rechtswahländerung wegen Irrtum anzufechten, wegen Irrtum über die rechtliche Bedeutung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und 2 weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.