So funktioniert JustAnswer:
  • Fragen Sie einen Experten
    Tausende Experten in über 200 Kategorien.
  • Erhalten Sie eine professionelle Antwort
    Per E-Mail oder sofortiger Benachrichtigung, während Sie auf unserer Website warten. Stellen Sie ggf. weitere Anschlussfragen.
  • 100%ige Zufriedenheit garantiert
    Bewerten Sie die erhaltene Antwort.
Stellen Sie Ihre Frage an ragrass.
ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 6462
Erfahrung:  mehrjährige Erfahrungen auf dem Gebiet des Familienrechts
52374836
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
ragrass ist jetzt online.

Guten Tag, meine Frage geht um den Rentenausgleich bei

Beantwortete Frage:

Guten Tag, meine Frage geht um den Rentenausgleich bei Geschiedenen. Kurze Anmerkung: Ich habe eine HUK Rechtsschutzversicherung, auch wenn ich nicht weiß ob das hier relevant ist...? Mein Ex Mann und ich sind seit einem Jahr geschieden. Wir haben zwei Kinder (19 und 15) Er war, mit Ausnahme während der Ausbildung, fast immer selbständig und erst seit kurzem, mit 53 Jahren, ist er "immer wieder einmal" in einem kurzen, versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis (z-Z. ist er wieder arbeitslos...). Ich war etwas häufiger in Teilzeit sozialversicherungspflichtig beschäftigt und so sind meine Rentenansprüche etwas höher als seine. Beide haben wir definitiv nicht viel. Ich bin dafür, dass wir gegenseitig auf unsere geringen Ansprüche verzichten. Er zuerst auch. Mein Ex Mann hat mich nur geringfügig privat renten-versichert und durch seine schleppende Selbständigkeit irgendwann auch seine Altersvorsorge aufgebraucht. Das Amtsgericht legte einen Ausgeichswert zugunsten meines Ex Mannes von 7,5939 Endgeltpuntken fest. D.h. ich müsste ihm Rentenansprüche bezahlen. Jetzt meinte mein Ex Mann, dass es für uns beide auch Vorteile hätte, wenn wir den Rentenausgleich vollziehen. Dass wenn einer von uns beiden stirbt, der andere seinen Part ja nicht weiter bezahlen muss, vom anderen aber den Abgabeteil erhält und dadurch definitiv mehr Rente hat (Oder gibt es hier einen Denkfehler?). Und wenn wir beide uralt werden, kann man sicher auch später noch notariell auf den Rentenausgleich verzichten. Stimmt das so? Was wäre besser für mich? Ich habe 15,1878 Entgeltpunkte. Der Ausgleichsewert an meinen Ex Mann betrüge wie gesagt 7,5939 Entgeltpunkte. Ih wäre Ihnen für eine rasche Antwort sehr dankbar. Der Termin beim Amtsgericht ist auf den 20.10. festgesetzt! Vielen Dank ***** ***** Grüße ***

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Fragestellerin,

danke für die Nutzung von Justanswer.

Das Prinzip des Versorgungsausgleichs erfolgt folgendermaßen:

Zuerst werden die ehebedingten Anwartschaften ermittelt. Anschließend geteilt, d.h. vom Rentenkonto des Ehemannes geht die Hälfte der Anwartschaften auf das Rentenkonto der Frau und umgekehrt. der Betroffene, Sie und Ihr Mann, merken davon erstmal nichts, erst wenn Sie mal Rente beziehen hat der eine mehr und der andere weniger Rente.

Im falle des Todes des Ausgleichsberechtigten wird allerdings der VA nicht rückgängig gemacht. Dies bedeutet, stirbt Ihr mann bekommen Sie den Abzug nicht zurück. Ausnahme: Ihr Mann verstirbt bevor er Rente bezieht oder innerhalb von 36 Monaten Rentenbezug. Dann kann der VA auf Antrag rückgängig gemacht werden. Ansonsten nicht.

Ein verzicht lässt alles beim Alten. Sie behalten Ihre Rente geben nichts ab und bekommen nicht, bei Ihrem Mann auch. Gerade bei so kleinen Ausgleichsbeträgen macht ein verzicht in der Regel schon Sinn.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf um Bewertung der Antwort bitten. Falls Rückfragen bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Frau Grass, vielen herzlichen Dank für Ihre zügige und verständliche Antwort. Noch zwei abschließende Fragen 1. Eine Anwartschaft zugunsten meines Mannes heißt also definitiv für mich, ich erhalte später weniger Rente. Richtig? 2. Wissen Sie ob man einen Ausschluss des VA auch online bei einem Notar regeln kann? Bei uns in Überlingen sind die Notariate hoffnungslos überlastet. Evlt. geht das ja auch online, zu den gleichen Kosten? Es sind ja geringfügige Kosten, da der "Streitwert" so gering ist. Ich glaube um die 100 Euro. Danke ***** *****ür Ihre Antwort Viele Grüße ***

Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Fragestellerin,

da Sie höhere Ansprüche erwrben haben als Ihr Mann heißt der Ausgleich "unterm Strich", dass Sie weniger Rente haben werden.

Den Verzicht auf den VA kann man nicht nur beim Notar, unter Anwesenheit aller beteiligten regeln, sondern auch vor Gericht im Rahmen des Scheidungsverfahres. Wenn Sie und Ihr Mann, beide anwaltlich vertreten, erklären, dass Sie auf den VA verzichten, ist dies genaus wirksam, wie eine Vereinbarung beim Notar. Online geht es leider nicht.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass