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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 6463
Erfahrung:  mehrjährige Erfahrungen auf dem Gebiet des Familienrechts
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ragrass ist jetzt online.

M & F befinden sich. 2 Kinder beide 8 Jahre alt. M will F

Beantwortete Frage:

M & F befinden sich im Trennungsjahr. 2 Kinder beide 8 Jahre alt.
M will F Immobilie abkaufen. F hat vor sich mit dem Erlös eigene Immobilie zu kaufen.
Nettogehalt M 2750 €
Nettogehalt F 1350 €
F verzichtet auf nachehelichen Unterhalt.
M bewohnt dann Immobile alleine: 827 € (Tilgung + Zinsen)
Kindesunterhalt bis zur Scheidung 674 €
Kaltmiete Wohnvorteil nach Scheidung 1400 €
Frage: Hat M einen Selbstbehalt nach der Scheidung, wodurch der Kindesunterhalt angepasst wird?
Kann M dazu verpflichtet werden, entweder die Immobilie zu vermieten oder zu veräußern, um seinen Unterhaltsverpflichtungen nachzukommen?

Vielen Dank

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke, ***** ***** Justanswer genutzt haben.

Sie werden auf jeden Fall den Unterhalt weiter zahlen müssen. Ihr Selbtbehalt beträgt nach der Düsseldorfer Tabelle weiterhin 1080 EUR. Selbst wann man den Wohnwert nicht hinzurechnen würde, könnten Sie auch unter Berücksichtigung von Zins und Tilgung den bisherigen Unterhalt weiter zahlen können. Durch Hinzurechnung des Wohnwertes würde der Unterhalt lediglich steigen, nämlich dann, wenn die Immobilie vermietet oder selbst bewohnt wird.

Ich hoffe, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf um Bewertung der Antwort bitten. Falls Rückfragen bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo Frau Grass,ich habe vor die Immobilie zunächst alleine weiter zu bewohnen. Eine neue Partnerschaft ist momentan undenkbar für mich.
Der Kindesunterhalt wird auf jeden Fall, durch das Hinzurechnen des Wohnwertes, steigen. Gibt es dann nach wie vor einen Selbstbehalt? Ich habe in diversen Foren gelesen, dass mehrere Dinge in Betracht kommen, wenn man den Kindesunterhalt nicht mehr bedienen kann. ( Nebenjob aufnehmen, Haus vermieten, Haus verkaufen )
Zur Info : mein Haus ist für eine Person auch ziemlich groß ... 140 m2Meine finanzielle Situation wird nach der Scheidung folgendermaßen aussehen.Netto: 2750 €
- 827 € Tilgung / Zinsen
- 180 € Nebenkosten
- 184 € Krankenversicherung
- 674 € Kindesunterhalt ( dieser wird durch Wohnwert noch steigen )bleiben knapp 900 € über , dies ist bereits unter dem Selbstbehalt ( ohne das der Kindesunterhalt gestiegen ist )Vielen Dank
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

der Selbstbehalt bleibt bei 1080 EUR. Durch den Erwerb einer Immobilie und die damit verbundenen Konsequenzen ändert sich dieser nicht.

Im grunde rechnet man: Einkommen: 2750 EUR + Wohnwert 1400 EUR - Tilgung 827 EUR - Krankenversicherung 184 EUR = bereinigtes Einkommen 3139 EUR - Selbstbehalt 1080 = zur Unterhaltszahlung zur Verfügung stehende Verteilermasse 2059 EUR.

Die Nebenkosten sind nicht abzugsfähig.

Der Grundsatz ist: Vermögensaufbau, dies stellt der Erwerb einer Immobilie dar, darf NICHT zulasten von Kindesunterhalt gehen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

kann ich noch etwas tun für Sie ? falls nicht nehmen Sie bitte eine Bewertung vor oder lassen Sie uns schriftlich Ihr Feedback wissen, ob die Antworten Ihnen behilflich gewesen sind.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Hallo,ein bis zwei letzte Fragen habe ich noch..
Wenn ich Ihre Antwort richtig verstehe, dann kommt Kindesunterhalt in der Priorität vor dem Vermögensaufbau.
Wenn ich also durch meine Immobilienverbindlichkeiten nicht mehr in der Lage bin den geforderten Kindesunterhalt in voller Höhe zu entrichten , da ich dann unter den Selbstbehalt rutsche, was wären dann die Konsequenzen ?
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

das ist richtig ! Kindesunterhalt hat immer Priorität. Daher müssen Sie den Unterhalt zahlen. Können Sie diestatsächlich nicht, weil Ihnen die finanziellen Mittel fehlen, dann müssten Sie die Immobilie entweder vermieten oder verkaufen .

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.