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RHGAnwalt
RHGAnwalt, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 402
Erfahrung:  Dipl. Forstwirt (univ.) Mediator Fachanwalt für Familienrecht Systemischer Berater
98035192
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Ich muss Unterhalt an meine 14 jährige Tochter zahlen da sie

Kundenfrage

ich muss Unterhalt an meine 14 jährige Tochter zahlen da sie jetzt bei Ihrem Vater wohnen möchte, und weiß noch nicht was ich bezahlen soll. Nach der Tabelle sind es 364,00 ohne Bereinigung. Jedoch ist das für mich zu hoch da ich Fahrtkosten (60 km hin und zurück) und eine Zahnspangenrate von 169,95 habe. Jetzt habe ich ein Nettoeinkommen mit Steuerklasse eins und 0,5 Kinderfreibetrag von 1614,00. Können die Fahrtkosten und die Rate berücksichtigt werden? Die Zahnspange war erforderlich da der Kiefer immer unangenehm gearbeitet hat, aber die Krankenkasse hat dies nicht übernommen. Habe jetzt erstmalig 364,00 bezahlt damit es keinen Ärger gibt.
Mein Ex-Mann will aber die 364,00 haben und droht mit Lohnpfändung. Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mit freundlichen Grüßen

Gepostet: vor 20 Tagen.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RHGAnwalt hat geantwortet vor 20 Tagen.

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihnen Ihre Frage: Sie müssen zunächst Ihre berufsbedingten Aufwendungen mit 5 % abziehen und dann den Tabellenbetrag um das hälftige Kindergeld reduzieren.

Bei EUr 1614,00 sind 5 % EUR 80,70. Es gehen damit EUR 1533,30 in die Berechnung ein. Der einfache Tabellenbetrag sind 483 EUR, abzüglich Kindergeld macht dies einen Zahlbetrag von EUR 387,00.

Die Zahnbehandlungskosten könnten Sie absetzen, wenn die Behandlung notwendig und unabweisbar war. Daran würde ich aber Zweifel hegen, weil die Kasse die Kostenübernahme abgelehnt hat. Dann könnten Sie diese Rate nicht abziehen.

Die Fahrtkosten sind in den 5 % Vorwegabzug enthalten, mehr geht unterhaltsrechtlich nicht, immerhin können Sie die ja steuerlich geltend machen.

Soweit es sich um Ihr einziges Kind handelt, wird der Tabellenbetrag um eine Stufe erhöht. Dann aber kommt ein noch höherer Betrag raus.

Die EUR 364,00 sind schon der gesetzliche Mindestunterhalt, weniger wird es, falls Sie darum streiten, auf keinen Fall. Ich rate Ihnen daher dazu, schnellstmöglich den gesetzlichen Mindestunterhalt beim Jugendamt mit einer Verpflichtungsurkunde titulieren zu lassen, dann wäre der Streit beigelegt.

Ich hoffe, dass ich Ihnen hiermit weiter helfen konnte und freue mich auf Ihre wohlwollende Bewertung.

Herzlichst Ihr

Roland Hoheisel-Gruler

Fachanwalt für Familienrecht