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ragrass
ragrass, Rechtsanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 6374
Erfahrung:  mehrjährige Erfahrungen auf dem Gebiet des Familienrechts
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ragrass ist jetzt online.

Guten Abend! Ich habe eine Frage, die vielleicht nicht so

Beantwortete Frage:

Guten Abend!
Ich habe eine Frage, die vielleicht nicht so oft vorkommt: Meine beiden Kinder (10 und 12) leben seit unserer Trennung 2010 bei meiner Exfrau und ihrem Mann/Lebensgefährten. Bis 2014 gab es erhebliche Probleme, ich habe sogar versucht, die Kinder zu mir zu holen und nach einem "gewonnen" Gerichtsverfahren es dann doch gelassen. Die Kinder wollten unbedingt bei ihrer Mutter bleiben und sie hatte Einspruch eingelegt. Als das klar war, habe ich beschlossen, mir mit meiner neuen Partnerin ein eigenes Leben aufzubauen. Wir haben geheiratet und unser Leben eingerichtet. Die Kinder kommen alle zwei Wochen zum WE und die Hälfte der Schulferien (meine jetzige Frau und ich sind Lehrer).
Nun zur Frage: In den letzten Wochen wird den Kindern wegen vermeintlichen Fehlverhaltens immer wieder gedroht, dass sie zu mir ziehen müssen, ich könne mich da auch nicht wehren. Erziehungstechnisch ist das natürlich hart und wahrscheinlich wird das auch nicht passieren - aber man weiß ja nie. Diese Drohungen kommen meist vom Lebensgefährten (der im Rollstuhl sitzt und den das natürlich stress).
Ich habe meinen Kindern deutlich gemacht, dass das nicht einfach ginge, nur weil da gerade Stress ist zu Hause. Und ich möchte das auch nicht, da meine Frau und ich unser Leben nun so eingerichtet haben und das unsere Ehe auch sehr belasten würde. Ich habe einige Zeit gebraucht, mich an die Lage zu gewöhnen und nun bin ich nicht bereit, alles zu ändern.
Wie ist da die Rechtslage? Wenn meine Exfrau tatsächlich auf mich zukommt, dass die Kinder zu mir "müssen", kann ich das einfach ablehnen? Im Notfall (Unfall der Mutter oder so) würde ich sie natürlich nehmen - aber wegen Überforderung? Man muss dazu sagen, dass die Mädels in der Schule fast überall eins stehen, total gut erzogen sind und diese "Probleme" objektiv nicht gravierend sein können...
Ich wäre Ihnen dankbar für eine rechtliche Einschätzung der Lage, wenn ich das nicht möchte.
MfG D.J.
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

danke für die Nutzung von Justanswer.

Wenn die Kindesmutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht „aufgibt“,bestehen nur zwei Alternativen: die Kinder ziehen zu Ihnen und Sie haben dann das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht. Dies kann natürlich NICHT gegen Ihren Willen geschehen. Wenn Sie also die Kinder nicht nehmen können,würden diese als logische Folge fremduntergebracht werden. Dann käme entweder eine Pflegefamilie oder ein Heim in Betracht, wenn z.B. andere Verwandte wie die Großeltern, ausscheiden.

Ich hoffel, Ihnen behilflich gewesen zu sein und darf um Bewertung der Antwort bitten. Falls Rückfragen bestehen, nehmen Sie bitte Kontakt auf. Vielen Dank !

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für die Antwort! Noch mal nachgefragt: Mit anderen Worten, wenn meine Exfrau die Kinder nicht mehr will, muss ich sie nehmen, denn in ein Heim würde ich sie natürlich nicht geben. Und dann hätte meine Exfrau aber natürlich dennoch das Recht, die Kinder regelmäßig zu sehen? Sie müsste mir dann aber Kinderunterhalt zahlen, oder? Und ich brauche keinen mehr zahlen...MFG D. J.
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

ja entweder Sie oder Heim/Pflegefamilie, allenfalls noch Großeltern sofern vorhanden und bereit, die Kinder zu nehmen.

Natürlich besteht für die Kindesmutter ein Umgangsrecht. Ein solches wäre nur ausgeschlossen, wenn der Umgang das Kindeswohl gefährden würde.

Zudem besteht selbstverständlich auch die Verpflichtung zur Unterhaltszahlung, auch das Kindergeld würde Ihnen zustehen.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass

ragrass und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Vielen Dank für die Auskunft, die natürlich rein rechtlicher Natur ist. Ich gehe erst mal davon aus, dass da auf unpassende Weise Druck ausgeübt wird. Dass meine Exfrau freiwillig die Kinder abgibt, kann ich mir nicht vorstellen. Ihr Lebensgefährte sitzt im Rollstuhl und ist schwer krank (Krebs), auch noch 20 Jahre älter. Da ist Stress normal... aber wenn dieser mal nicht mehr ist, wäre sie alleine...ich werde es abwarten. MfG D. J.
Experte:  ragrass hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

vermutlich haben Sie Recht ! Als Mutter kaum vorstellbar, die Kinder in ein Heim anzugeben. Es ist sicherlich eine ungeschickte Äußerung aus einer subjektiven Überforderung heraus.

Ich wünsche Ihnen alles Gute. Kontaktieren Sie mich, falls sich zu einem späteren Zeitpunkt weitere Fragen ergeben sollten.

Mit freundlichen Grüßen

RA Grass