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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26991
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Wir Eltern sind seit fünf Jahren geschieden. Wir haben das

Beantwortete Frage:

Wir Eltern sind seit fünf Jahren geschieden. Wir haben das gemeinsame Sorgerecht. Das Umgangsrecht liegt bei mir (Mutter). Die Kinder sind alle zwei WE von Freitag Abend bis Montag morgen (Schulbeginn) und jeden zweiten Mittwoch nachmittag beim Kindesvater.
Aktuell trifft der Vater Umgangsentscheidungen gegenüber dritten Personen; im konkreten Fall geht es um eine temporäre Abmeldung des Sohnes für sein Fussballtraining und die Ligaspiele. Begründung; das Kind sei verletzt (es handelt sich hierbei um leichte Knieschmerzen, die durch gemäßigte Dehnungs- und Kräftigungsübungen beseitigt sind) und durch das Training sei die Gesundheit des Kindes gefährden. Ich habe darüber keine Information durch ihn oder meinen Sohn erhalten, sondern wurde durch die Trainer benachrichtigt. Trotz meiner Genehmigung und des Wunsches meines Sohnes, da er keinerlei Beschwerden mehr habe, doch am Spielbetrieb teilnehmen zu können, lehnen die Trainer eine Nominierung meines Sohnes derzeit ab, da der Vater ihnen bei Nichtberücksichtigung seiner Aussage mit rechtlichen Schritten droht.
Nun meine Fragen dazu: Ist er dazu berechtigt? Müssen die Trainer tatsächlich mit persönlichen Konsequenzen rechnen und können vom Vater des Kindes verklagt werden? Kann ich die Trainer und den Verein durch eine Vollmacht und Übernahme der Verantwortung (auf Grundlage meines Umgangsrechtes) von rechtlichen Anfechtungen befreien? Wo finde ich eine solche Vollmacht/ Befreiungserklärung bzw. können Sie mir eine zukommen lassen?
Gepostet: vor 2 Monaten.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie und der Kindsvater die gemeinsame elterliche Sorge besitzen, dann entscheiden Sie gemeinsam über die Teilnahme Ihres Sohnes am Training und am Spiel.

Soweit Sie das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht besitzen können Sie alleine Entscheiden ob Ihr Sohn zum Training und zu den Spielen geht oder nicht. Insoweit können Sie den Trainer und Verein von der Verantwortung natürlich befreien.

Sofern allerdings das Training und Spiel zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt, hat der Kindsvater allerdings ein Mitspracherecht (sie haben ja die gemeinsame Gesundheitsfürsorge). Dazu müsste allerdings eine konkrete Gesundheitsgefährung vorliegen und auch vom Kindsvater nachgewiesen werden.

Für die Bereiungserklärung gibt es nun keine besondere Urkunde. Sie sollten dem Verein schriftlich mitteilen, dass Sie als Sorgeberechtigte (Alleinsorgeberechtigte hinsichtlich des Aufenthaltsbestimmungsrechts) mit Spiel und Training einverstanden sind und zur Sicherheit den Beschluss über die Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts in Kopie beilegen.

Dies dürfte ausreichend sein.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Monaten.

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?

Kunde: hat geantwortet vor 2 Monaten.
Vielen Dank für die schnelle Antwort. Einen separater Beschluss über das Aufenthaltsbestimmungsrecht gibt es nach meinem Kenntnisstand nicht. Ich bin bisher davon ausgegangen, dass es so ist, da beide Kinder seit der Trennung bei mir leben und die Umgangsregelung für den Vater i(Besuchszeiten WE und ein Wochentag alle zwei Wochen) in einem richterlichen Beschluss festgehalten wurden. Benötige ich hierfür eine zusätzliche Unterlage?Wie muss ich Ihre Aussage hinsichtlich der gemeinsamen Gesundheitsfürsorge interpretieren? Geht es hier um grundsätzliche und größere Entscheidungen, wie z.B. Operationen, Kieferorthopädische Behandlungen usw.? Und wann führen Fussballtraining und -spiele zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen in diesem Sinne? Grundsätzlich hat der Vater ja bisher seine Einwilligung dazu erteilt. Hat er tatsächlich das Recht, hier immer wieder neu gehört zu werden und in (all)täglichen) eingreifen zu können(? Die derzeitigen Störmanöver richten sich meiner Meinung in erster Linie gegen mich, treffen aber sehr wohl das Kind und leider auch dritte, eigentlich unbeteiligte Personen).Beste Grüße
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 2 Monaten.

Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Sie kein alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht haben, dann müssen Sie grundsätzlich gemeinsam entscheiden.

Die Gesundheitsfürsorge betrifft in der Tat nur größere und einschneidende Entscheidungen. Wenn es hier nur um leichte Knieschmerzen geht, dann ist die Gesundheitsfürsorge nicht betroffen wohl aber dann wenn Training und Spiel einen Dauerschaden oder eine Operation herbeiführen würden.

Wenn der Kindsvater seine Zustimmung zu Training und Spiel erteilt hat, dann kann er diese nicht einfach wieder zurückziehen. Er müsste hier in der Tat trifftige Gründe vorweisen können. Meiner Ansicht nach sind leichte Knieschmerzen dazu jedenfalls nicht geeignet.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

RASchiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.