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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 5586
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Sehr geehrte Rechtsanwälte. erneut stellt mein Bruder

Beantwortete Frage:

Sehr geehrte Rechtsanwälte.
erneut stellt mein Bruder finanzielle Anforderungen an mich.Es geht um die Grabpflege meiner
Mutter. Sie ist 2011 verstorben.
Zum Sachverhalt muss ich etwas weiter ausholen.
1953 ist mein Stiefvater aus der damaligen DDR in den Westen geflüchtet. Meine Mutter ist mit
meinem Bruder ein Jahr später nachgereist.Ich wurde bei meiner Oma zurückgelassen. Eine spätere
Nachreise von mir wurde durch meinen Stiefvater verhindert.
Meine Mutter hat sich dem Willen meines Stiefvaters untergeordnet. Ich blieb somit bei meiner
Großmutter.
1985 bin ich in die Bundesrepublik geflüchtet. Die Gründe waren Differenzen mit den Staatsorganen
der DDR. Meine Familie konnte 1988 ausreisen.
Da zu der Zeit mein Bruder in eine berufliche Schieflage geraten war, stand sein Haus zur
Versteigerung an. Mein zweiter Stiefvater hat durch den Kauf des Hauses die Versteigerung
abgewendet. Er machte jedoch zur Auflage, dass ich bzw. meine Familie einen Anteil (1/2) der
Immobilie (Grundbucheintrag) übernehmen, was dann auch erfolgte.
Im Laufe der Jahre habe ich gemerkt, dass meine Mutter sich mehr und mehr meinem Bruder
zugewandt hatte. Sie war ihm vollkommen hörig. Nur seine Meinung war für sie entscheidend. Das
führte dann letzlich zu mehrfachen Konfrontationen, besonders zwischen meinem Bruder und mir.
Als meine Mutter mehr zum Pflegefall wurde, haben meine Tochter und ich sie über zwei Jahre
gepflegt. Mein Bruder ist nur hingefahren, um sich um die Finanzen und die Konten meines
inzwischen verstorbenen 2. Stiefvaters zu kümmern. 2004 hat dann meine Mutter, auf Betreiben
meines Bruders, ihr Testament geändert. 2011 ist sie dann verstorben. Im Testament wurde ich nur
mit einem Pflichtteil bedacht, also abgestraft, weil ich mich nicht auf die Seite meines Bruder
geschlagen habe.Meine Mutter hatte mir sogar in einem Gespräch nahe gelegt, mich von meiner
Familie zu trennen. Mein Bruder wollte das sowieso. Ich habe ihnen eine klare Absage erteilt.
Nun verlangt mein Bruder für die Grabpflege 1/4 Anteil bis 2016 470,00 € und für die nächsten 10
Jahre 950,00 €.
Das meine Mutter mich damals zurück gelassen hat, könnte ich ihr noch halbwegs verzeihen, aber
das sie mich trotz Pflege faktisch enterbt hat mich tief getroffen und ist unverzeilich.
Deshalb meine Frage: Kann ich aus den genanten Gründen die Kosten der Grabpflege ablehnen?
Mit freunlichen Grüßen
Wilfried Burmeister
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

es freut mich, dass Sie sich für die Nutzung von JustAnswer entschieden haben.

Ich bin Rechtsanwalt Dr. Traub und würde Ihnen gerne bei Ihrem Anliegen weiter helfen.

Bitte haben Sie ein wenig Geduld, während ich Ihnen eine Antwort auf Ihre Anfrage formuliere.

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Die Erben sind nach § 1968 BGB zur Tragung der Beerdigungskosten verpflichtet.

Hiervon sind jedoch nicht die von Ihnen beschriebenen Grabpflegekosten umfasst.

In aller Regel schließen die Familienangehörigen oder Erben nach durchgeführter Beerdigung mit den Gemeinden, die für den Betrieb von Bestattungseinrichtungen zuständig sind, einen auf eine bestimmte Zeit laufenden Nutzungsvertrag für eine bestimmte Grabstelle.

Schuldner hieraus ist regelmäßig der Vertragsschließende.

Sie können Ihren Bruder daher darauf verweisen, dass Sie keinen Grabpflegevertrag abgeschlossen haben und somit keine Rechtsgrundlage sehen, dass Sie sich an den Kosten beteiligen sollen.

Im Übrigen können Sie ihn darauf verweisen, dass es sittlich und moralisch nur angezeigt wäre, dass er - auf Grund der von Ihnen beschriebenen Umstände - allein die Kosten trägt.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Ausführungen würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-

Dr. Holger Traub und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.