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Dr. Holger Traub
Dr. Holger Traub, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 5563
Erfahrung:  Vertragsrecht, Erbrecht, Arbeitsrecht, Immobilienrecht, Gesellschaftsrecht und Steuerrecht
88853042
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Dr. Holger Traub ist jetzt online.

Meine Frau und ich leben seit 01.10.2016 in Trennung. Unsere

Kundenfrage

Meine Frau und ich leben seit 01.10.2016 in Trennung. Unsere Ehewohnung ist mein alleiniges Eigentum; vor der Ehe gekauft und nur mit mir im Grundbuch.

Ich bin zum 01.03. ausgezogen. Meine Frau ist (mit Kind) zum 01.05. ausgezogen. Zum 01.08. ist die Wohnung vermietet. Die Vermietungsabsicht war meiner Frau bekannt.

Folgende Fragen:

1. Bevor ich die Wohnung vermieten konnte musste ich natürlich erst übliche Renovierungsarbeiten durchführen lassen (z.B. Malern).
Gerne möchte ich meine Frau an den entstandenen Kosten hälftig beteiligen. Gibt es hierfür eine Rechtsgrundlage?

2. Meine Frau hatte zugesagt die Wohnung vor der Vermietung zu reinigen. Dies hat sie derart schlampig gemacht, dass ich sie auffordern musste nachzubessern. Jedoch war auch danach die Wohnung noch immer in einem Zustand in dem ich sie nicht habe übergeben können (z.B. Schmutz in den Kückenschubladen, total verkalktes Badezimmer, Fußnägel in der Schublade vom Waschtisch, etc.). Dadurch hatte sich die Vermietung unnötig verzögert und ich hatte einen längeren Leerstand.
Kann ich meine Frau für die entstandenen Mehrkosten in die Pflicht nehmen?

Vielen Dank & beste Grüße ***

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Dr. Holger Traub hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von JustAnswer. Gerne will ich Ihnen Ihre Frage auf Grundlage des geschilderten Sachverhalts beantworten und Ihnen bei Ihrem Anliegen weiterhelfen.

Zu Ihren Fragen:

1. Bevor ich die Wohnung vermieten konnte musste ich natürlich erst übliche Renovierungsarbeiten durchführen lassen (z.B. Malern).
Gerne möchte ich meine Frau an den entstandenen Kosten hälftig beteiligen. Gibt es hierfür eine Rechtsgrundlage?

Nein, die gibt es nicht.

Die bei einer Mietwohnung am Ende anfallenden Schönheitsreparaturen müssen im Mietvertrag vereinbart sein. Nur wenn hierüber eine vertragliche Vereinbarung getroffen wurde kann eine solche Schönheitsreparatur verlangt werden.

Da Sie mit Ihrer Ehefrau keinen Mietvertrag geschlossen haben und für den ehelichen Bereich darüber hinaus ohnehin Sonderregelungen gelten würden, besteht kein Anspruch auf Durchführung von Schönheitsreparaturen oder entsprechende Kostenbeteiligung.

2. Meine Frau hatte zugesagt die Wohnung vor der Vermietung zu reinigen. Dies hat sie derart schlampig gemacht, dass ich sie auffordern musste nachzubessern. Jedoch war auch danach die Wohnung noch immer in einem Zustand in dem ich sie nicht habe übergeben können (z.B. Schmutz in den Kückenschubladen, total verkalktes Badezimmer, Fußnägel in der Schublade vom Waschtisch, etc.). Dadurch hatte sich die Vermietung unnötig verzögert und ich hatte einen längeren Leerstand.
Kann ich meine Frau für die entstandenen Mehrkosten in die Pflicht nehmen?

Auch hier gilt: Wurde keine vertragliche Vereinbarung getroffen, kann eine Reinigung bzw. eine entsprechende Kostentragung nicht verlangt werden.

Das Gesetz enthält hierfür keine verpflichtende Regelung.

Ich bedaure Ihnen keine positivere rechtliche Einschätzung übermitteln zu können, würde mich jedoch gleichwohl über eine positive Bewertung Ihrerseits (anklicken von 3 bis 5 Bewertungssternen) für meine Bemühungen und die Vornahme meiner rechtlichen Ausführungen freuen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben. Für weitere Fragen stehe ich über den Button "Experten antworten" zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Traub

-Rechtsanwalt-