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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26742
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Ich wurde 1990 geschieden. Der Scheidungswunsch ging von

Kundenfrage

ich wurde 1990 geschieden. Der Scheidungswunsch ging von meinem Mann aus. Als Grund nannte er dem Richter "unterschiedliche Ansichten". Da ich immer rund 1000 DM mehr verdiente, als mein Mann, musste ich vom Datum der Scheidung etwa 240 DM an ihn Versorgungsausgleich zahlen. Erst viel später erfuhr ich, dass er ein Verhältnis mit einer anderen Frau hatte, mit der er anfangs zusammen lebte, dann, vor mehr als 10 Jahren, ehelichte er die Frau. Daraufhin erkundigte ich mich, ob ich unter den Voraussetzungen den Versorgungsausgleich immer noch zahlen müsste. Die Antwort lautete "Ja". Eben habe ich in einer TV-Sendung "Verklag mich doch" den Rechtsanwalt, der immer eingeblendet wird, dass in diesem Fall der Mann nichts an seine, von ihm getrennt lebende Ehefrau, die mit einem anderen M***** *****iert war, zahlen müsse.

Meine Frage: Ist das so oder ist das nur die Entscheidung in einer Soap?"

Vielen Dank ***** ***** Gruß, ***

Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Ratsuchende,

haben Sie vielen Dank für Ihre Anfrage.

Die Durchführung des Versorgungsausgleiches kann dann unterbleiben, wenn sie grob unbillig wäre.

Zur groben Unbilligkeit kann auch eheliches Fehlverhalten zählen, das erhebliche Auswirkungen auf den anderen Ehepartner hatte (BGH FamRZ 1983,32) Beispiel: Unterschieben eines Kindes durch die Ehefrau, sexuelle Missbrauch einer gemeinsamen Tochter oder einer minderjährigen Tochter der Ehefrau, vereitelt ein Ehegatte illoyal die Vollstreckung einer titulierten Zugewinnausgleichsforderung,...).

Anhand dieser doch recht drastischen Beispiele können Sie sehen, dass eine bloße Beziehung zu einer anderen Frau, auch wenn sie danach geehelicht wird grundsätzlich noch keinen Härtefall begründet. Insoweit war die von Ihnen gesehene TV Sendung doch etwas zu ungenau.

Über eine positive Bewertung meiner Antwort würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl

Fachanwalt für Familienrecht

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 1 Monat.

Darf ich Ihnen noch weiter helfen?