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rebuero24
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 3166
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Familienrecht
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Mein Lebensgefährte lebt in Trennung. Er und seine Exfrau

Kundenfrage

Mein Lebensgefährte lebt in Trennung. Er und seine Exfrau haben 2 Kinder (4 und 5 Jahre alt). Beide haben sich darauf verständigt, dass er die gemeinsame, finanzierte Wohnung behält und die Kinder dort wohnen bleiben.
Die Mutter holt die Kinder jeden Tag von der KiTa ab und betreut die Kinder 2 Mal pro Woche von ca 14:00 Uhr bis 19 Uhr, ansonsten bis ca. 16 Uhr. Die Kinder übernachten bis auf einen Abend pro Woche, immer bei dem Vater. Am Wochenende betreut Sie die Kinder an einem der beiden Tage i.d.R. ab 14 Uhr bis zum nächsten Tag um ca. 10 Uhr. (Entweder Freitags oder Samstags über Nacht). Sie verdient netto in Teilzeit ca 1200,- Euro, er netto in Vollzeit ca 1600 Euro, die Rate für die noch gemeinsame Wohnung beträgt 550 Euro.
Sie ist der Meinung, dass ihr das Kindergeld in voller Höhe zusteht, da sie von einem Wechselmodell ausgeht, den in den Zeiten, in denen die Kinder nicht schlafen und nicht in der KiTa sind, seien zu 50 % verteilt. Das Kindergeld würde außerdem mit dem ihr zustehenden Unterhalt verrechnet.
Der Vater geht davon aus, dass er die überwiegende Betreuungsleistung hat, da Schlafenzeiten und KiTa dazu gehören. Die Kosten für die KiTa trägt der Vater. Die Kinder sind bei dem Vater gemeldet und haben bei der Mutter kein Kinderzimmer o.ä.
Welcher der beiden hat bezüglich der Betreunngszeit und damit in der Kindergeldfrage Recht?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrte Fragestellerin,

für ein echtes Wechselmodells ist eine entsprechende Quote von mindestens 40 zu 60 der Betreuungsleistung ausschlaggebend.

Dies wäre in Ihrem Fall abzuschätzen. Für den Zeitraum der Betreuung ist der gesamte Tag ausschlaggebend, also insbesondere auch die Übernachtungszeiten, so dass hier möglicherweise sogar davon auszugehen ist, dass kein Wechselmodells vorliegt. Hier wären also die Zeiten ganz genau zu bemessen, einfacher ist dies natürlich bei einem wochenweisen Wechsel. Im vorliegenden Fall müssten dann die einzelnen Zeiten entsprechend berechnet werden.

Liegt kein Wechselmodell vor, könnte sogar eine Unterhaltspflicht der Kindesmutter in geringem Umfang vorliegen, da ja dann der Kindesvater den Naturalunterhalt insgesamt erbringt. In diesem Fall hätte er Anspruch auf das gesamte Kindergeld.

Beim Wechselmodells ist in der Regel so, dass das Kindergeld hälftig geteilt wird, da ja auch die Betreuungsleistung in etwa zur Hälfte besteht. Ein Anspruch der Kindesmutter im vorliegenden Fall auf das volle Kindergeld, besteht nicht.

Allerdings kann sich ein Anspruch auf Ausgleich des Kindesunterhaltes, wohl aber nur in sehr geringem Umfang ergeben, wenn man von einem echten Wechselmodells ausgehen würde, da der Kindesvater hier ein etwas höheres Nettoeinkommen hat.

Die Rate für die gemeinsame Wohnung, wenn er diese alleine nutzt, spielt hier keine Rolle, da diese bereits in seinem Selbstbehalt einberechnet wird.

Allerdings dürfte der Ausgleich hier im höheren zweistelligen bzw. sehr niedrigen dreistelligen Bereich wohl maximal liegen, ganz grob über den Daumen geschätzt.

Die Kosten für die Kita müssten gegebenenfalls auch im Rahmen der Unterhaltsberechnung berücksichtigt werden und die Kindesmutter hier auch einen entsprechenden Zuschuss, wenn auch in geringerer Höhe zahlen, bzw. der überschießende Betrag bereits als Unterhaltszahlung dem Kindesvater angerechnet werden.

Ich hoffe, dass ich ihre Frage hilfreich beantworten konnte und stehe Ihnen gerne bei Nachfragebedarf weiter zur Verfügung.

Über eine anschließende positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße

Christian Joachim
Rechtsanwalt

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 1 Monat.

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