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rakrueger
rakrueger, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 3785
Erfahrung:  Lanjährige praktische rechtsübergreifende Tätigkeit als Rechtsanwalt
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rakrueger ist jetzt online.

Wir haben einen 11-jährigen Sohn mit

Kundenfrage

wir haben einen 11-jährigen Sohn mit Autismusspektrumsstörung, der bis Feb. 2017 mit Schulbegleitung Regelschulen, zuletzt eine Oberschule mit Gym-Zweig, besucht hat. Wegen seiner Schwierigkeiten im Sozialverhalten, mit denen diese Schule nicht umgehen konnte, hat keine echte Integration bzw. Inklusion stattgefunden und er musste die Schule verlassen. Das Jugendamt hat uns eine Art Sozialcoaching bei einer Einrichtung empfohlen, die ein Ersatz für Schule ist. Echtes Lernen findet dort nicht statt!
Da aber der zuständige Psychologe, der Jugendamtsvertreter und die Sozialpädagogen der Einrichtung in einem Gespräch Ende des Schuljahres befunden haben, dass unser Sohn im Sozialverhalten noch nicht weit genug stabilisiert sei, verwehren uns diese Leute die Option, unser Kind ab 3.8.2017 auf einer KGS beschulen zu lassen, wo wir die Zusage des Schulleiters haben, dass unser Sohn dort mit Schulbegleitung hinkommen kann. Die Schule kennt sich gut mit Autismus aus und der Schulleiter hat sogar die ausführliche Diagnose über die Erkrankung unseres Sohnes vorliegen und auf dieser Grundlage entschieden, ihn aufzunehmen.
Nun haben wir das Problem, das Problem, dass wir ihn nicht an die Schule bekommen, weil das Jugendamt sich weigert, eine Schulbegleitung zu stellen.
Wo bitte bleibt da der Elternwille? Zudem leben wir in einem Rechtsstaat und Schulpflicht impliziert auch das Recht auf Bildung!
Unsere konkrete Frage ist: Was würde man bewirken, wenn wir per Rechtsbeistand eine Schulbegleitung vom Jugendamt fordern würden, damit unser Sohn diese Schule besuchen könnte? Wer sitzt da am längeren Hebel? Wie "gefährlich" kann uns das Jugendamt in solch einem Fall werden? Wieviel "Macht" haben diese Leute gegen uns?

Gepostet: vor 4 Monaten.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  rakrueger hat geantwortet vor 4 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r)!

Besten Dank für Ihre Frage, zu der ich Ihnen gerne Auskunft gebe wie folgt.

Sie können ein Gericht darüber entscheiden lassen, ob die Ablehnung der Stellung eines Schulbegleiters durch das Jugendamt rechtmäßig ist. Wenn das Gericht zu Ihren Gunsten entscheidet, können Sie bewirken, dass Ihr Sohn einen Schulbegleiter erhält.

Da sitzt niemand am längeren Hebel. Das Gericht entscheidet nach Recht und Gesetz. Und wenn es zu Ihren Gunsten entscheidet, dann hat das Jugendamt die Entscheidung so hinzunehmen.

Eine Gefahr sehe ich für Sie nicht. Sie machen nur von Ihren Rechten Gebrauch. Und es darf sich auch niemand im Jugendamt persönlich angegriffen fühlen, wenn Sie auf eine gerichtliche Entscheidung drängen. Das ist für die Mitarbeiter dort ein normaler Vorgang.

Sie können also vor Ort einen Anwalt beauftragen, der Sie bei der Klage gegen das Jugendamt unterstützt. Die Erfolgsaussichten kann ich aber aus der Ferne leider nicht beurteilen.

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Sehr gerne helfe ich weiter.