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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16752
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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Beantragung des alleinigen Aufenthaltsbestimmungsrechts

Kundenfrage

Beantragung des alleinigen AufenthaltsbestimmungsrechtsFolgende Frage:
wir haben in der Familie einen Vater (Eltern unverheiratet, getrennt mit gemeinsamem Sorgerecht und gemeinsamem ABR) der Klage gegen die Mutter erhoben hat wegen Kindeswohlgefährdung und Erziehungsunfähigkeit der Mutter und einen Antrag auf alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht gestellt hat.
Wir wohnen in Sindelfingen, Baden-Württemberg. Nun höre ich hier von allen Seiten (Caritas, Richter, Anwälten), es ginge hier sehr konservativ zu und alleiniges Aufenthaltsbestimmungsrecht würde in der Regel nicht an den Vater erteilt werden, sondern dem Jugendamt übertragen !
1. Darf man das gegen den Willen des Vaters ?
2. Was ist, wenn die Mutter damit nicht einverstanden ist, dass das alleinige ABR dem Vater übertragen wird ?
3. Wenn das Jugendamt das ABR übertragen bekäme, DARF ES DANN DAS KIND IN EIN HEIM ODER EINE PFLEGEFAMILIE geben? Das wäre die Katastrophe!
4. Kann man aus Angst, dass das zum Schaden des Kindes sein kann, so eine Klage rückgängig machen?
Gepostet: vor 1 Monat.
Kategorie: Familienrecht
Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Frage 5: Wer bezahlt die Gutachten, die das Gericht anfordern wird? Der Vater bekommt Verfahrenskostenbeihilfe. Wenn noch weitere Personen in dem Gutachtern involviert werden, die täglich mit dem Kind zu tun haben, zahlen die auch einen Anteil zum Gutachten?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Monat.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer und Ihr Vertrauen in uns.

Mein Name ist Rechtsanwalt Steffan Schwerin und ich versuche Ihnen jetzt bei Ihrem Anliegen zu helfen. Bitte warten Sie einen Augenblick bis ich Ihre Frage überprüft habe und mit einer Antwort wieder auf Sie zukomme.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

1. Darf man das gegen den Willen des Vaters ?

Dem Jugendamt darf das ABR nicht übertragen werden. Hier gibt es auch gar keine Veranlassung dazu.

2. Was ist, wenn die Mutter damit nicht einverstanden ist, dass das alleinige ABR dem Vater übertragen wird ?

Dann muss das Gericht eine Entscheidung treffen, aber zuvor einen Verfahrensbeistand für das Kind bestellen und notfalls auch ein psychologisches Gutachten anstrengen.

3. Wenn das Jugendamt das ABR übertragen bekäme, DARF ES DANN DAS KIND IN EIN HEIM ODER EINE PFLEGEFAMILIE geben? Das wäre die Katastrophe!

Das wird nicht passieren.

4. Kann man aus Angst, dass das zum Schaden des Kindes sein kann, so eine Klage rückgängig machen?

Ja, man kann den Antrag zurücknehmen.

Ich hoffe, ich habe die Informationen zur Verfügung gestellt Sie gesucht haben. Wenn Sie mit meinem Service zufrieden sind, geben Sie bitte eine positive Bewertung, damit ich für meine Arbeit bezahlt werden kann. Wenn nicht, lassen Sie es mich wissen, damit ich Ihnen vielleicht noch besser helfen kann. Vielen Dank.

Wenn Sie weitere Hilfe benötigen, wenden Sie sich bitte mit einer weiteren Frage an mich, um unser Gespräch fortzusetzen. Wenn Sie keine weitere Hilfe benötigen, bitten ich Sie meinen Dienst positiv zu bewerten.

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen („Dem Experten antworten“) mehr haben.

Mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin

Rechtsanwalt und

Fachanwalt für Familienrecht

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Offenbar ist man hier aber anderer Ansicht.
KEIN Anwalt wollte den Antrag auf alleiniges ABR stellen. Jeder sagte, wir kämen damit nicht durch. Eine einzige Anwältin nach langem Suchen hat es gewagt.Ich habe weitere Fragen:
1. Sie sagen, dem Jugendamt darf das ABR nicht übertragen werden. Offenbar macht man das hier aber. Wo steht (§§§) das man das nicht darf?
2. Psychologisches Gutachten, ja damit rechnen wir. Aber wenn sich das Gutachten gegen die Mutter wendet, sie aber nicht will, dass der Vater das ABR bekommt, was dann?
3, Sie sagen, dass es nicht passieren wird, dass das Jugendamt das Kind in ein Heim oder eine Pflegefamilie stecken wird. Ich habe aber gehört, dass das vielfach der Fall ist. Was macht Sie das so sicher? (§§§ ?)
4. Frage Nr. 5 bitte noch beantworten.
5. Neue Frage: man kann ja Einspruch gegen einen Beschluss machen, zum OLG damit gehen. Innerhalb welcher Zeit ist der Beschluss rechtskräftig? Bis das dann beim OLG weitergeht, was passiert in der Zwischenzeit mit dem Kind? Muss es dann zwangsweise zu einer Pflegefamilie/Heim? Wenn es in einer Hängepartie dann beim Vater wäre, müßte Schulwechsel erfolgen, bis das OLG einen Beschluss fasst. Da wäre es allemal besser, das Kind bliebe solange bei der Mutter.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Monat.

1. Sie sagen, dem Jugendamt darf das ABR nicht übertragen werden. Offenbar macht man das hier aber. Wo steht (§§§) das man das nicht darf?

Es kann ein Vormund bestellt werden und dem Jugendamt allenfalls vorläufig auch das ABR übertragen werden. Dazu muss aber schon eine Kindeswohlgefährdung vorliegen, was ich hier nicht sehe.

2. Dann wird trotzdem pro Vater entschieden.

3. Es kann passieren - aber vorliegend gibt es keinen Grund dafür.

4./5. Ja, wenn der Beschluss nicht passt, kann man in Beschwerde zum OLG gehen.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Es tut mir leid, ich muss weiter fragen.
Wir leben in Baden-Württemberg, hier geht es in solchen Sachen ultrakonservativ vor und als Vater haben Sie hier null Chancen vor Gericht (Erfahrung vieler Väter). Deshalb müssen wir mit Paragraphen kommen.Es liegt sehr wohl eine heftige Kindeswohlgefährdung seitens der Mutter vor. So, es kann also ein Vormund bestellt werden anstatt das Kind dem Vater zu geben. Und schwupps, ist das Kind weg bei einer Pflegefamilie oder Heim. Das wäre für das Kind die Katastrophe. Wie kann man das verhindert und was berechtigt ein Gericht, einen Vormund zu bestellen, wenn ein Vatr da ist, unbescholten, der auch das ABR hat?
Wenn das wirklich der Fall ist, werde ich dem Vater raten, den Antrag bei Gericht zurückzuziehen. Ob das Kind dann bei der Mutter zerstört wird oder durch das Jugendamt, dann kann es ebenso bei der Mutter bleiben, denn da weiß man, was zu erwarten ist. Eindeutiges NEIN von meiner Seite zu einem Vormund durch JA. Wozu ist eigentlich ein Vater gut? Das Kind darf nicht weiter geschädigt werden.Was macht Sie so sicher, dass für das Jugendamt kein Grund vorliegt, das Kind in ein Heim zu stecken oder in eine Pflegefamilie zu geben?Es gibt sicher eine Frist, innerhalb welcher man nach einem Beschluss Beschwerde beim OLG einlegen kann. Wie lange ist diese Frist und: was geschieht in der Zeit mit dem Kind?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Monat.

Hier soll bei der Mutter eine Kindeswohlgefährdung vorliegen. Kann man dies denn auch stichhaltig beweisen?

Wie ist die Situation beim Vater - erfüllt er die Voraussetzungen sich allein um das Kind kümmern zu können?

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Beides ist der Fall.
Die Anwältin des Vater hat die Kindeswohlgefährdung stichhaltig begründet und das Gericht um ein Gutachten zwecks Kindeswohlgefährdung und eines auf Erziehungsfähigkeit der Mutter gestellt.
Der Vater würde halbtags arbeiten gehen (verheiratet), Kind wäre versorgt, hat auch ein eigenes Zimmer und die Sicherheit, dass er Nachhilfe vom Vater bekäme. Es ist 9 Jahre alt, ist jetzt in der 3. Klasse und hat die Schule 4x gewechselt. Der Vater weiß überhaupt nicht, auf welcher Schule das Kind ist. Trotz gemeins. Sorgerecht hat sie ihn vermutlich wieder ohne Unterschrift des Vaters angemeldet. Das Kind soll dringend in eine Psychotherapie (Verfahrensbeistand) wegen Distanzlosigkeit, seltsamen sexuellen Verhaltens und Bindungsintoleranz an die Mutter. Es gibt noch jede Menge mehr Gründe, der Vater bekommt grundsätzlich keine Auskunft, und seit 2 Monaten macht die Mutter Umgangsboykott trotz gerichtlicher Vereinbarung.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Monat.

Ok, klingt erstmal alles ganz gut.

Insoweit sollte man darauf aufbauend das Verfahren auch weiter betreiben.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Danke, ***** ***** beantwortet meine Frage noch nicht.
Die Frage war: hier in Badem-Württemberg hörte ich, bekommt ein Vater in der Regel nicht das alleinige ABR. Wenn, dann geht das ABR an das Jugendamt. Das bedeutet, dass das Jugendamt das Kind auch notfalls in ein Heim oder zu einer Pflegefamilie geben kann. Ist das denn statthaft, dass der Richter einen Vormund bestellt statt das dem Vater zu übergeben? Der Vater hat sich nichts zuschulden kommen lassen.
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Monat.

Der Vater kann das ABR bekommen - aber erstmal überwacht durch das Jugendamt z.B.

Kunde: hat geantwortet vor 1 Monat.
Was heisst das "erstmal überwacht durch das Jugendamt"? Wie muss man sich diese Überwachung vorstellen und wo steht das im Gesetz, dass sich nicht der unbescholtene Vater sondern das Jugendamt um das Wohlbefinden des Kindes kümmert? Das ist ja Kindesraub. Und wo bleibt das Kind währende der "Überwachung" ?
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 1 Monat.

Im Gesetz steht nicht, dass das Jugendamt das ABR bekommen kann.

Daher wird der Vater es schon bekommen, wenn er die Voraussetzungen soweit erfüllt.

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