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ra-huettemann
ra-huettemann, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 21562
Erfahrung:  Im Familienrecht habe ich mehrere Mandate bearbeitet
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ra-huettemann ist jetzt online.

Stichwort: Adoption einer erwachsenen Person durch nur e i n

Kundenfrage

Stichwort: Adoption einer erwachsenen Person durch nur e i n e n Ehepertner
Ich möchte meine Pflegetochter, die seit dem 5. Lebensjahr zu mir gehörte und seit ihrem Erwachsenenalter mitsamt ihrer Familie fest mit uns verbunden ist, adoptieren. Bedingung: es soll keine Adoption durch meinen Ehemann (Zweitehe, Beginn nach Aufnahme des Pflegekindes) erfolgen.
Die Familienrichterin bezieht sich auf § 1741 Abs.2 Satz 2 BGB und lehnt den vorliegenden Antrag, der bereits notariell beurkundet wurde, ab.
Gibt es in der Rechtsprechung Ansätze, die den o.g. Paragraphen den moderneren Anforderungen unseres Lebens, z.B. Patchworkfamilien, anpassen?
Gepostet: vor 10 Monaten.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 10 Monaten.

Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für Ihre Anfrage, zu der ich gern wie folgt Stellung nehme.

Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass die Rechtsansicht der Familienrichterin rechtlich nicht zu beanstanden ist und sich auf dem Boden der Rechtsprechung und der Auslegung des § 1741 BGB in der Rechtslehre bewegt.

Das familienpolitische Ziel dieser Bestimmung ist es, die Eingliederung des angenommenen Kindes in den Familienverband des Annehmenden und die Gleichstellung des angenommenen Kindes mit möglichen weiteren Kindern des Annehmenden zu fördern und sicherzustellen. Zu diesem Zweck ist es aber erforderlich, ein Verwandtschaftsverhältnis des angenommenen Kindes zu sämtlichen Familienangehörigen, insbesondere zu beiden Elternteilen herzustellen.

Dem Kindeswohl entspricht es deshalb nur, wenn beide Ehegatten bereit sind, für das anzunehmende Kind wie für ein eigenes zu sorgen. Sofern daher die Annahme durch beide Ehegatten daran scheitert, dass ein Ehegatte die Elternpflicht nicht übernimmt, soll die Annahme nach dem unmissverständlichen Willen des Gesetzgebers unterbleiben.

Ausnahmen hiervon sieht § 1741 Absatz 2 BGB nur vor, wenn ein Ehegatte das Kind seines Ehegatten allein annimmt, oder wenn der andere Ehegatte das Kind nicht annehmen kann, weil er geschäftsunfähig ist oder das 21. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Ich bedaure außerordentlich, Ihnen keine angenehmere Mitteilung machen zu können, aber ich bin als Rechtsanwalt verpflichtet, Ihnen die Rechtslage wahrheitsgemäß darzustellen.

Geben Sie bitte abschließend Ihre positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab (klicken Sie hierzu auf die Bewertungssterne=3-5 Sterne), wenn Sie keine Nachfragen ("Dem Experten antworten") haben.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

Experte:  ra-huettemann hat geantwortet vor 10 Monaten.

Mir wird angezeigt, dass Sie erneut online sind - haben Sie denn noch Nachfragen, die ich vielleicht nicht erhalten habe? Gerne können Sie nachfragen über "Dem Experten antworten".

Geben Sie bitte andernfalls eine positive Bewertung für die anwaltliche Beratung ab. Ihr Anfrage ist ausführlich beantwortet worden! Auf die Rechtslage habe ich keinen Einfluss - ich kann Ihnen diese nur wahrheitsgemäß darstellen.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Kristian Hüttemann
Rechtsanwalt

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