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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16814
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Sehr geehrter Herr Anwalt, sehr geehrte Frau Anwältin Ich

Kundenfrage

Sehr geehrter Herr Anwalt, sehr geehrte Frau Anwältin
Ich wende mich mit folgender Frage an Sie.
In wenigen Tagen habe ich den Haupttermin meine Scheidung betreffend beim Amtsgericht Starnberg. Im Zuge dessen habe ich eine Berechnung Versorgungsausgleich erhalten. Ich erlaube mir, den Tenor zu zitieren:
„Im Wege der internen Teilung wird zu Lasten des Anrechts der Antragstellerin (meine scheidende Ehefrau)bei der Deutschen Rentenversicherung Schwaben (VersNr…) zugunsten des Antragsgegners (ich) ein Anrecht in Höhe von 6,2582 Entgeldpunkten (umgerechnet wohl 186€) auf das Konto …. bei der deutschen Rentenversicherung…. übertragen
Im Wege der internen Teilung wird zu Lasten des Anrechts des Antragsgegners (ich) bei der Bundesfinanzdirektion …. Zugunsten der Antragstellerin (meine scheidende Ehefrau) ein Anrecht in Höhe von 284,99 ….. monatlich übertragen.“
In den zehn Jahren meiner Ehe waren meine Ehefrau und ich beide Soldaten bei der Bundeswehr. Inzwischen, gleichzeitig mit der Einreichung der Scheidung, ist meine Ehefrau ausgeschieden, ich selbst bin Berufssoldat und damit beamtet, derzeit absehbar mit 55 Lebensjahren in Pension. Während diesen zehn Jahren hat meine Frau mit Ausnahme eines Jahres Elternzeit nach alter Regelung (300€ pro Monat) jedes Jahr mehr Geld verdient als ich, da sie der Besoldungsgruppe A9, A10 und zuletzt A11 angehörte. Ich selbst war die ganze Ehezeit über A8.
Nun lese ich den Tenor so, dass ich nach Umrechnung der Entgeldpunkte monatlich später einmal 100€ von meiner Pension abgeben muss. Sonstige Rentenversicherungen oder Kapitalwerte haben weder meine Ehefrau noch ich aufgebaut.
Zur Ergänzung : Meine Frau hat während dieser zehn Jahre bei der Bundeswehr unter vollen Bezügen studiert. Seit der Trennung 2011 zahlt sie meinem Sohn, der bei mir lebt, 415€ Unterhalt.
Ich kann mir nicht erklären, warum und wie ich, bei deutlich geringerem Verdienst einen Kapitalwert laut Schreiben von 63.855,12€ und meine Frau nur von 40.958,75€ haben kann. Ist es weil ich beamtet bin und früher in Pension gehe? Ist es wegen den Studienzeiten bei der Bundeswehr, obwohl sie auch hier mehr verdient hat als ich? Ist es wegen dem Unterhaltsanspruch meines Sohnes?
Ich weiß dass das Thema sehr umfassend und hier nicht komplett geklärt werden kann. Ich hätte nur gerne einen „Richtschuss“, ob das so seine Richtigkeit haben kann und ob ich es richtig verstehe, dass ich tatsächlich später 100€ abgeben muss, obgleich ich in unserer Ehezeit ja schon weniger verdient habe.
Ich bitte in dieser Angelegenheit um Rat.
Gepostet: vor 8 Monaten.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 8 Monaten.
Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Anfrage. Auf Ihr Anliegen gehe ich wie folgt ein: Zunächst möchte ich voranstellen, dass Unterhaltszahlungen beim Versorgungsausgleich keine Rolle spielen. Aus der Ferne ist im Übrigen schwer nachzuvollziehen, weshalb Sie trotz geringerer Einkünfte höhere Anwartschaften erworben haben. Ursächlich könnte hier aber in der Tat sein, dass Sie beamtenrechtliche Versorgungsanwartschaften in der Ehezeit erworben haben. Hier finden eine komplizierte Berechnung statt, die im Gegensatz zu Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung anhand des voraussichtlichen Ruhegehaltes ermittelt wird. Hier findet eine zeitratierliche Berechnung statt und zwar anhand der voraussichtlichen Gesamtdienstzeit und dem Anteil der Ehezeit daran. Insofern spielt der frühe Eintritt in die Pension und die Höhe des Ruhegehaltes eine erhebliche Rolle.Dies könnte die Ursache hierfür sein, dass Sie im Ergebnis höhere Anwartschaften erworben haben.Lassen Sie die jedoch unbedingt die Auskünfte aller Rentenversicherungsträger durch Ihren Anwalt vor Ort prüfen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben und damit weiterhelfen.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 8 Monaten.
Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Anfrage. Auf Ihr Anliegen gehe ich wie folgt ein: Zunächst möchte ich voranstellen, dass Unterhaltszahlungen beim Versorgungsausgleich keine Rolle spielen. Aus der Ferne ist im Übrigen schwer nachzuvollziehen, weshalb Sie trotz geringerer Einkünfte höhere Anwartschaften erworben haben. Ursächlich könnte hier aber in der Tat sein, dass Sie beamtenrechtliche Versorgungsanwartschaften in der Ehezeit erworben haben. Hier finden eine komplizierte Berechnung statt, die im Gegensatz zu Ansprüchen aus der gesetzlichen Rentenversicherung anhand des voraussichtlichen Ruhegehaltes ermittelt wird. Hier findet eine zeitratierliche Berechnung statt und zwar anhand der voraussichtlichen Gesamtdienstzeit und dem Anteil der Ehezeit daran. Insofern spielt der frühe Eintritt in die Pension und die Höhe des Ruhegehaltes eine erhebliche Rolle.Dies könnte die Ursache hierfür sein, dass Sie im Ergebnis höhere Anwartschaften erworben haben.Lassen Sie die jedoch unbedingt die Auskünfte aller Rentenversicherungsträger durch Ihren Anwalt vor Ort prüfen. Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben und damit weiterhelfen.

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