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Kategorie: Familienrecht
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Mein Sohn, 4 Jahre, geht seit 1 Jahr in den Kindergarten. Er

Kundenfrage

Mein Sohn, 4 Jahre, geht seit 1 Jahr in den Kindergarten. Er hat sich mit der Eingewöhnung sehr sehr schwer getan, hat starke Verlustängste (er war ein Frühchen). Jetzt geht er gerne hat 2 bis 3 gute Freunde gefunden. Ein besonders gutes Verhältnis hat er zu einem der Betreuer, ein Mann, der leider nur Kinderpfleger ist.
Zum Sommer wird der Kindergarten wg dem Kibiz Gesetz umstrukturiert. Die Gruppe meines Sohnes wird dann 6 2 jährige bekommen (bisher war es eine ab 3 Gruppe), alle Betreuer wechseln und müssen die Einrichtung verlasse, z.B weil sie nur Kinderpfleger sind oder da sie versetzt werden. Alles was ihm bleiben wir sind seine paar Freunde. Kann ich mich dagegen wehren? Haben Kiga Kinder ein recht aus ein gewissen Maß an Konstanz?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

in der Tat ist es schwierig, dies weiß ich aus eigener Erfahrung, dass Einrichtungen häufig Erzieher wechseln, Gruppen verändern oder auch umstrukturieren. Dies geht durchaus oftmals zulasten der Kinder und der Betreuung. Allerdings haben Sie als Eltern nur sehr eingeschränkte Möglichkeiten, hierauf einzuwirken, da die meisten Träger wirtschaftlich unabhängig agieren und auch nur beschränkt Einfluss auf die Personalsituation haben. So können die Träger Kündigungen der Beschäftigten nicht entgegenwirken. Zwar gestaltet sich dies hier anders, da der Träger selbst umstrukturiert, allerdings sehen Sie, dass die tatsächlichen Gegebenheiten nur sehr schwer steuerbar sind, gerade auch im rechtlichen Bereich.

Juristisch haben Sie mit dem Träger einen Betreuungsvertrag geschlossen. Hieraus ergeben sich die Rechte und Pflichten des Trägers in Verbindung mit den gesetzlichen Voraussetzungen. In erster Linie sind die Betreuung des Kindes und die Erziehung des Kindes geschuldet. Diese muss soweit möglich, nach den gesetzlichen und wissenschaftlichen Voraussetzungen erfolgen. Dies schließt allerdings auch ein, dass Veränderungen dem Träger durchaus möglich sein müssen, gerade auch, wenn in Ihrem Fall möglicherweise Umstrukturierungen aufgesetzt grundgesetzliche Vorschriften erfolgen.

Nur dann, wenn der Träger gegen gesetzliche Vorschriften verstößt ober die sozialpädagogischen und erzieherischen Regeln verletzt, haben Sie die Möglichkeit hier rechtlich gegenzusteuern. In der Tat sind solche Verletzungen aber schwierig zugreifen. Bessere Möglichkeiten haben Sie in jedem Fall, wenn Sie über die Elternrechte, die gesetzlich verankert sind und über die Elternräte in den Kindertagesstätten versuchen Einfluss auf den Träger zu nehmen. Oftmals hilft auch ein persönliches Gespräch mit der Leitung, um möglicherweise auch Veränderungen in ihrem Sinn vorzunehmen.

Die Elternrechte sind in den landesrechtlichen Vorschriften über Kindertagesstätten separat aufgeführt. Meistens sind dies Mitwirkungsrechte, wenn es um Entscheidungen geht, welche Maßnahmen und Dinge in einer Einrichtung stattfinden. Auf den Personalschlüssel und die organisatorische Ausgestaltung der Einrichtung haben die Eltern allerdings nur selten Einfluss.

Daher empfehle ich Ihnen sich mit der Leitung und gegebenenfalls den Eltern in der Elternvertretung in Kontakt zu setzen und über die Veränderung in der Einrichtung zu sprechen, um möglichst eine Schadenbegrenzung zu erreichen.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in diesem Umfang hilfreich antworten konnte und stehe Ihnen gerne bei weiterem Nachfragebedarf zur Verfügung.

Über ihre anschließende positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße

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