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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16947
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Gegen das Scheidungsurteil vom Amtsgericht habe ich Beschwerde

Kundenfrage

Gegen das Scheidungsurteil vom Amtsgericht habe ich Beschwerde beim OLG eingelegt. Aber nur für den Teilbereich Nachscheidungsunterhalt.
Kann meine "NochFrau" Beschwerde gegen die Scheidung einlegen, obwohl Sie die beantragt hat?
Hintergrund ist offensichtlich, dass Sie die Befürchtung hat, ich streiche ihr den Trennungsunterhalt.
Sie legt keine Beschwerde ein, wenn ich mich verpflichte, den Trennungsunterhalt bis zur Entscheidung des OLG weiter zu zahlen.
Nachteil für mich, sollte dass OLG im Nachscheidungsunterhalt für mich positiv entscheiden, kann ich den Trennungsunterhalt nicht zurück fordern.
Was soll ich tun?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank ***** ***** Nutzung von Justanswer.
Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:
Da Sie bereits Beschwerde eingelegt haben, kann Ihre Frau eine Anschlussbeschwerde einlegen, § 66 FamFG.
Da Sie nur Teilbeschwerde eingelegt haben, kann Ihre Frau gegen den Rest auch noch Beschwerde einlegen.
Allerdings muss dies - gerade wenn es sich gegen den Scheidungsausspruch richtet - begründet sein.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Meine Frau wird gegen das Urteil des Amtsgerichts Beschwerde einlegen. Wird die Beschwerde gegen die Scheidung abgekoppelt?

Reicht die Begründung, Sie befürchtet keinen Trennungsunterhalt mehr zu bekommen?

Was ist mit einer eventuellen Rückforderung des Trennungsgeldes meinerseits (siehe 1. Frage)?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Nein, das wird nicht ausreichen.

Es ist letztlich lediglich eine taktische Sache, um Zeit zu gewinnen und doch noch Trennungsunterhalt zu beanspruchen, da die Scheidung noch nicht rechtskräftig ist.

Wenn der Trennungsunterhalt "unter Vorbehalt" gezahlt worden ist, kann man diesen auch zurückfordern.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Natürlich ist es eine taktische Sache. Die Frage ist, wird das OLG die Scheidung separat behandeln, was die Begründung anbelangt?

Es ist natürlich hier auch eine Frage der Kosten des Verfahrens.

Eine glaubhafte Begründung gegen die Scheidung wird Sie nicht vorbringen können.

Wird das OLG die Beschwerde Scheidung/Nachscheidungsunterhalt trennen?

Gigt es hier ggfls. Urteile bzw. Entscheidungen anderer Gerichte?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
War der Trennungsunterhalt als Verbundverfahren zu der Scheidung anhängig?
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Der Trennungsunterhalt wurde bereits in einem anderen Verfahren behandelt, und vom Gericht entschieden. Hier wurde von beiden Parteien keine Beschwerde eingereicht.

Die Scheidung und der Nachscheidungsunterhalt sind in einem Verfahren entschieden worden.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ja, ok, verstehe.

Sie können durch Ihre Beschwerde gegen den nachehelichen Unterhalt eine Änderung erreichen.

Ihre Frau kann durch eine Beschwerde gegen die Scheidung Zeit gewinnen und damit die Zahlphase für den Trennungsunterhalt verlängern.

Ich weiß nicht, welche Chancen man Ihrer Beschwerde beimisst.

Der Deal Ihrer Frau, dass sie keine Beschwerde einlegt, wenn Sie weiter zahlen, ist im Prinzip sinnlos.

Daher sollten Sie Ihre Beschwerde weiter verfolgen und die Beschwerde Ihrer Frau wird nicht zielführend sein.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Bei meiner Beschwerde zum nachehelichen Unterhalt geht es um Verfahrensfehler vom Amtsgericht.

Das meine Frau die Zahlphase des Trennungsunterhaltes verlängern möchte, ist klar.

Meine Frage ist, wird das OLG die Beschwerde meiner Frau als eine Einheit betrachten, oder Scheidung und nachehelichen Unterhalt jeweils separat betrachten?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Meine Frage ist, wird das OLG die Beschwerde meiner Frau als eine Einheit betrachten, oder Scheidung und nachehelichen Unterhalt jeweils separat betrachten?

- Da auch erstinstanzlich beide Verfahren als Verbundverfahren behandelt und zusammen darüber entschieden worden ist, wird auch das OLG in der Beschwerdeinstanz beide Verfahren zusammen bearbeiten.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Ich muss da noch einmal genauer nachfragen, da meine Entscheidung schon einen großen finanziellen Unterschied macht.

Ein höherer nachehelicher Unterhalt wird bei einer Beschwerde der gegegnerischen Seite vom OLG nicht akzeptiert werden können, da sich meine Einkommensverhältnisse deutlich verschlechtert haben.

Bleibt also nur noch die Scheidung. Die Scheidung wurde von der gegenerischen Seite beantragt. Welches Argument soll in der Begründung hier noch greifen?

Sorry, aber ich muss jetzt etwas hartnäckiger sein, da es mich schon viel Geld kosten kann, wenn ich etwas übersehen habe.

Die Juristen sind sich hier überhaupt nicht einig. Deshalb hier noch einmal die Frage, gibt es vergleichbare Fälle?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 2 Jahren.
Die Scheidung wird nicht wieder aufgehoben werden.

Dazu gibt es keine Gründe.

Vergleichebare Entscheidungen wird es sicherlich geben - dazu müsste ich aufwendiger recherchieren.

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