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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
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Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Ich habe eine Frage bezüglich eines unehelichen Kindes. Ich

Kundenfrage

Ich habe eine Frage bezüglich eines unehelichen Kindes. Ich bin 38 Jahre alt, selbstständiger Unternehmer in der Textilbranche und habe ein geschätztes Jahreseinkommen von 1,5 Millionen Euro Brutto. Meine monatlichen Einnahmen belaufen sich unregelmäßig. Mal 30000 Euro brutto, mal 15000 Euro brutto. Das höchste der letzten Jahre war(###) ###-####Euro in einem Monat, das wenigste 8000 Euro. Dahingehend geht nun auch meine Frage. Meine uneheliche Tochter wurde am 12.09.14 geboren. Das Jugendamt hat mich nun schriftlich aufgefordert, meine Einnahmen offen zu legen. Dies möchte ich ungern. Bin ich hierzu verpflichtet? Wie hoch ist die Summe die ich bezahlen muss monatlich? Was denken Sie? Fällt Betreuungsunterhalt an die Mutter an, da diese nicht erwerbstätig ist? Wenn ja wie hoch und wie lange?
Gepostet: vor 2 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich gerne wie folgt beantworte.

Unstreitig müssten Sie bei Ihrem Einkommen für Ihre Tochter den Höchstsatz nach der Düsseldorfer Tabelle an Kindesunterhalt zu bezahlen, da Ihr Einkommen deutlich über einem monatlichen durchschnittlichen Betrag von 5.000 € liegen dürfte.

Dies ist dann in der 1. Altersstufe ein Unterhalt in Höhe von 508,00 € monatlich, wovon dann noch das hälftige Kindergeld in Abzug gebracht wird, so dass sich ein monatlicher Zahlbetrag von 416,00 € erbracht wird.

Ich würde Ihnen daher empfehlen, beim Jugendamt eine Unterhaltsverpflichtungserklärung über 160 % des Mindestbedarfes für Ihr Kind abzugeben und keine Auskunft zu erteilen.

Höheren Kindesunterhalt geltend zu machen, als nach der Düsseldorf ist nur in besonderen Fällen erfolgversprechend. In diesen Fällen müsste dann auch der konkrete Unterhaltsbedarf des Kindes nachgewiesen werden.

Beurkunden Sie den Höchstsatz, so ist das Jugendamt erst einmal auch ohne Auskunft zufrieden gestellt.

Nicht enthalten in den Sätzen der Düsseldorfer Tabelle und ggf. gesondert von Ihnen zu bezahlen ist die Krankenversicherung für Ihr Kind (bei einer privaten Versicherung) und Betreuungskosten, wenn diese anfallen sollten (Kindergarten).

Der Unterhaltsanspruch der betreuenden Mutter richtet sich nach deren Einkommen vor der Geburt des Kindes unter Abzug des von ihr bezogenen Elterngeldes, wobei der Grundbetrag von 300 € beim Elterngeld nicht berücksichtigt wird.

War die Kindesmutter vor der Geburt des Kindes nicht erwerbstätig hat sie einen festen Unterhaltsbedarf von 800 €. Hiervon wird dann das Elterngeld in Abzug gebracht, welches den Betrag von 300 € überschreitet. Der Restbetrag wäre dann der Unterhaltsanspruch.

Der Unterhaltsanspruch der nichtehelichen Mutter nach § 1615l BGB richtet sich also nicht nach der Höhe Ihres Einkommens, sondern nach der Höhe des Einkommens der Kindesmutter vor der Geburt des Kindes.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Orientierung verschaffen. Gerne stehe ich bei weiterem Klärungsbedarf zur Verfügung. Bitte geben Sie eine positive Bewertung für meine Beratung ab. Nutzen Sie hierfür bitte die lachenden Smileys. Vielen Dank
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

Hallo Tobias,

danke für ihre Antwort. Mit 416 Euro monatlich kann ich leben, jedoch sind 800 Euro viel finde ich für die Kindesmutter. Ich habe heute einen befreundeten Anwalt, den ich aus verschiedenen Geschäften kenne, der jedoch nicht für Familienrecht spezialisiert ist, geredet, dieser hat vorgeschlagen, eine Einmalzahlung zu leisten an das Kind und dann ist die Sache erledigt. Wenn ich z.b. nun 100 000 Euro bezahle auf ein Schlag an die Kindesmutter, und diese auf weitere Ansprüche verzichtet, wäre dies vom Vorteil für mich? Ich möchte diese Sache aus der Welt haben. Für laufende monatliche Zahlungen habe ich kein Nerv

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 2 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,
vielen Dank ***** ***** ergänzenden Ausführungen.
Sicherlich ist eine Abfindungsregelung für die Unterhaltsansprüche denkbar und im Hinblick auf die Belastung mit laufenden monatlichen Zahlungen von Vorteil.
Sie sollten für die Vertragsgestaltung und die Verhandlungen über die Abfindungshöhe aber unbedingt einen Fachanwalt für Familienrecht hinzuziehen.
Insbesondere beim Kindesunterhalt sind bei der Vertragsgestaltung Besonderheiten zu beachten.
Kunde: hat geantwortet vor 2 Jahren.

welche summe wäre real für meine situation die sie mir empfehlen würden

Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 2 Jahren.
Ich kann nur eine grobe Orientierung geben, aber die von Ihnen aufgerufenen 100.000 Euro sind schon ganz realistisch.
Ggf. sollte mit der Kindesmutter ein Treuhandvertrag geschlossen werden, damit das Geld auch zweckgebunden für den Unterhalt des Kindes verwendet wird.
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 2 Jahren.
Haben Sie Nachfragen oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?
Andernfalls hinterlassen Sie bitte noch eine positive Bewertung und honorieren damit meine Beratung.
Vielen Dank ***** ***** Gute
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 2 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

Haben Sie Nachfragen oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

Andernfalls hinterlassen Sie bitte noch eine positive Bewertung und honorieren damit meine Beratung.

Vielen Dank ***** ***** Gute

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