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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 17085
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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raschwerin ist jetzt online.

Guten Tag. Mein Lebensgefährte und ich zerbrechen uns seit

Kundenfrage

Guten Tag.
Mein Lebensgefährte und ich zerbrechen uns seit Tagen den Kopf.
Wir haben letztens ein Schreiben bekommen wo drin stand das die Prozesstandschaft durch Scheidung geendet ist.
Was bedeutet das genau?
Die Kindesmutter hat einen Titel für den Unterhalt.
Es besteht eine Lohnpfändung wo der Rückstand und der laufende Unterhalt gepfändet wird.
Das Kind wird jetzt bald 18 und macht ein Berufsvorbereitendes Jahr.
Darf der Unterhalt einfach weiter gepfändet werden oder muss das Kind es selbst einklagen?
Der Rückstand ist jetzt fast beglichen.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Zwischen Trennung und Scheidung hatte die Mutter die Verfahrensbeistandschaft, um den Unterhalt für das Kind geltend zu machen, § 1629 BGB.

Nach der Scheidung tritt das Kind selbst auf, aber in gesetzlicher Vertretung durch das Elternteil.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Das habe ich jetzt verstanden.


Nun wissen wir trotzdem noch nicht wie es weiter läuft mit dem unterhalt wenn sie nächste Woche 18 wird.


Eine Lohnpfändung ist keine schöne Sache. Und wie gesagt der Rückstand ist in zwei Monaten beglichen aber was ist mit dem laufenden Unterhalt darf der trotzdem weiter gepfändet werden?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Wenn sie dann 18 ist, muss sie den Unterhalt allein geltend machen.

Die Mutter darf dann auch nicht mehr den Lohn pfänden.

Wie ist denn der Kontakt zum Kind?
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Also darf dann nur noch die restschuld von der mutter gepfändet werden?


Gibt es denn dafür eine Erklärung oder Paragraphen denn die Buchhaltung von dem Betrieb ist der Meinung das er den unterhalt weiter an ihr auszahlt.


Der Kontakt is nicht ganz so gut. Muss dazu sagen das er die Kinder damals adoptiert hat und kurz danach die ehe den bergab ging.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Ja, wenn noch Rückstand offen ist, darf die gepfändet werden - aber auch nicht von der Mutter, sondern vom Kind selbst.

Der Titel ist über Kindesunterhalt, welcher nur für das Kind gilt.

Daher kann ab 18 auch nur noch das Kind das machen.

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Okay danke das ist schon mal sehr hilfreich.


Auf dem Titel steht aber unbegrenzt gilt das auch dafür?


Jetzt wäre es noch sehr hilfreich wenn sie mir ein Paragraphen dafür sagen könnten das ich der Buchhaltung damit argumentieren kann.

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Der Titel richtet sich gegen Ihren Lebensgefährten als Kindsvater.

Der Titel gilt auch noch solange bis sich etwas ändert - das Kind also zB die Schule beendet und eine Ausbildung anfängt.

Dann muss Ihr Lebensgefährte Abänderung von seinem Kind verlangen.

Stimmt sie zu, ist alles gut.

Ansonsten muss er gerichtlich die Abänderung beantragen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Okay also können wir ohne Gericht nix dagegen tun?


Es sei denn sie unterschreibt uns eine Verzichtserklärung oder sowas in die Richtung.


Ihre Mutter wäre dann aber auch barunterhaltspflichtig oder?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Okay also können wir ohne Gericht nix dagegen tun? Es sei denn sie unterschreibt uns eine Verzichtserklärung oder sowas in die Richtung.

 

- Ja, genau.

 

Ihre Mutter wäre dann aber auch barunterhaltspflichtig oder?

 

- Richtig, aber 18 sind dann beide Elternteile zur Zahlung verpflichtet.

 

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Also muss der Betrieb die lohnpfändung erstmal ab nächsten Monat raus nehmen weil die von der Mutter gemacht worden ist?

Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

Ja.

Er soll die Kindesmutter schriftlich auffordern, die Pfändung zurückzunehmen.

Reagiert sie nicht, dann sollte er umgehend eine Vollstreckungsabwehrklage gerichtlich einreichen.