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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 17085
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
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Sehr gehrrte Damen und Herren, mir wurde am Mittwoch morgen

Kundenfrage

Sehr gehrrte Damen und Herren,

mir wurde am Mittwoch morgen meine Tochter (heute 3 Monate) weggenommen.
Ich habe mit ihr in einer Mutter-Kind-Einrichtung gewohnt und dort wurde sie mir auch mit Jugendamt und Polizei raus geholt mir werden einige Sachen vorgeworfen die aber nicht der Wahrheit ensprechen.
Mir wurde sie schon einmal weggenommen kurz nachdem ich mit ihr im Krankenhaus wahr, das Jugendamt hat mich darüber nicht Inkenntnis gesetzt ich habe alles am Tag der Geburt erfahren vom Krankenhaus, es kam dann zu einer Anhörung wo beschlossen wurde das ich mit meiner Tochter in eine Mutter-Kind-Einrichtung soll in die kam ich auch recht schnell.

Ich habe dort 2 Monate mit meiner Tochter zusammen gelebt,bis sie mir dann Mittwoch morgen weggenommen wurde, die Einrichtung wirft mir vor das ich meine Tochter Misshandelt hätte und das ich hoch Aggressiv und hoch Explosiv bin was aber nicht stimmt!
In der Einrichtung kam es oft zu Streitigkeiten und Diebstählen sowie wir dort ein 2 Jähriges Mädchen wohen haben was sehr Aggresiv ist und keine Schäu davor genommen hat auf die anderen Kinder los zu gehen!
Ich habe von der Einrichtung keine Unterstüzung bekommen!
Ich möchte meine Tochter gerne wieder haben und möchte wissen was ich machen kann?
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Wenn Sie Ihr Kind wieder haben wollen und das Jugendamt mauert, dann bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als gerichtliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Stellen Sie beim Familiengericht den Antrag auf Kindesherausgabe und begründen Sie ihn damit, dass Sie inzwischen wieder gesund sind.

Letzteres sollten Sie durch ein ärztliches Attest belegen.

Wenn das Jugendamt behauptet, das Kind wolle die Eltern nicht mehr sehen, können Sie das eventuell gar nicht nachprüfen – denn den Eltern wird oft schlicht verboten, ihr Kind vertraulich ohne die Anwesenheit von "Betreuern" zu sprechen.

Deshalb sollten Sie beim Familiengericht zugleich beantragen, dass der Richter Ihr Kind richterlich anhört. Familienrichter sind geschult und können bei dieser Anhörung erkennen, ob das Kind zu einer bestimmten Aussage gedrängt wurde.

Den Angaben des Kindes, ob es zu seinen Eltern zurückkehren will, kommt in solchen Herausgabefällen großes Gewicht zu.

Die Rechtsprechung hat klargestellt, dass die Kindererziehung zuerst das Recht und die Pflicht der Eltern ist. Daher muss das Jugendamt grundsätzlich auch dann Kinder wieder an die Eltern zurückgeben, wenn die Verhältnisse im Elternhaus nicht ideal sind.

Die Erziehung der Kinder im Kinderheim oder bei Pflegeeltern muss das Ziel anstreben, dass das Kind irgendwann wieder zu seinen Eltern zurückkehrt.

Deshalb dürfen auch regelmäßige Kontakte zwischen Eltern und Kind vom Jugendamt nicht verboten werden. Denn der oft langjährige Aufenthalt im Kinderheim darf das Kind nicht von den Eltern entfremden.

Die Gerichte verlangen, dass die Rückkehrperspektive nicht verbaut werden darf.