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RA Ingo Driftmeyer
RA Ingo Driftmeyer, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 451
Erfahrung:  Fachanwaltskurs Familienrecht erfolgreich abgeschlossen.
62729977
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RA Ingo Driftmeyer ist jetzt online.

Familienrecht/ Scheidung Wir sind seit fast 18 Jahren

Kundenfrage

Familienrecht/ Scheidung


Wir sind seit fast 18 Jahren verheiratet
wir haben 3 Kinder
20 Jahre
17 Jahre
16 Jahre
Wir haben uns während der Ehe ein Haus angeschafft, das wir gemeinsam abbezahlen.
Da ich beim Haus kauf mich nicht mit in das Grundbuch eintragen lassen habe ( aus heutiger Sicht eine Fehler) , will mein Mann das ich hier ausziehe.
Meine Kinder wollen derzeit nicht bei ihren Vater bleiben.
Frage: kann er das Fordern?
Bemerkung: die Scheidung / Trennung geht von ihm aus.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

im Falle der Trennung von Eheleuten sind für die Nutzung der bisherigen Ehewohnung nicht allein die Eigentumsverhältnisse entscheidend.

Wenn Ihr Ehemann Ihren Auszug fordert und eine Einigung nicht möglich ist, können Sie im Gegenzug auch beantragen, dass Ihnen die Ehewohnung zum Teil oder ganz zur weiteren Nutzung gemäß § 1361b BGB zugewiesen wird.

Mit dieser Vorschrift will der Gesetzgeber erreichen, dass im Falle einen Ehegatten im Falle einer Trennung eine unbillige Härte dadurch trifft, dass er nicht die notwendigen finanziellen Mittel für eine eigene Wohnung hat oder eine solche nicht in der Nähe zu den Kindern zu finden ist.

Die Entscheidung erfolgt unter Abwägung der Interessen beider Ehegatten, aber auch im Hinblick auf das Kindeswohl. Das Eigentum dagegen ist nicht allein ausschlaggebend.

Die Zuweisung kann einen Teil der Ehewohnung betreffen, aber auch die gesamte Wohnung - letzteres würde für den Ehegatten eine Pflicht zum Ausziehen bedeuten.

Der Anspruch auf Zuweisung kann auch per Eilverfahren gerichtlich geltend gemacht werden.

Hier wäre anhand der Umstände des Einzelfalles zu prüfen, inwieweit die Zuweisung notwendig wäre, um eine unbillige Härte zu vermeiden.

Sofern die Kinder überwiegend von Ihnen versorgt werden, und diese unter den Streitereien der Eltern leiden, würde dies für Sie sprechen. Da die Kinder jedoch schon vom Alter her schon relativ "erwachsen" sind, fällt dies nicht so sehr ins Gewich, wie bei Kleinkindern.
Für Sie würde auch sprechen, wenn Sie auf Grund der Einkommens- und Vermögensverhältnisse auf mietfreies Wohnen angewiesen sind. Zudem, wenn es seitens des Ehemannes etwa Drohungen oder anderes aggressives Verhalten gegeben haben sollte.

Gern gebe ich Ihnen eine konkretere Einschätzung, wenn Sie Ihre Schilderung diesbezüglich (Vermeidung einer unbilligen Härte) ergänzen können.


Ich hoffe, Ihnen eine rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!

Wenn Sie eine Nachfrage haben, stellen Sie diese bitte über die Funktion "dem Experten antworten".

Falls Sie keine weiteren Nachfragen haben, bewerten Sie diese Antwort bitte.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer

Rechtsanwalt








Experte:  RA Ingo Driftmeyer hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

wenn Sie Rückfragen haben, helfe ich gern weiter.

Andernfalls möchte ich Sie bitten, diese Antwort zu bewerten

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Mit freundlichen Grüßen

Ingo Driftmeyer

Rechtsanwalt