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Tobias Rösemeier
Tobias Rösemeier, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16816
Erfahrung:  selbständiger Rechtsanwalt
37896974
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
Tobias Rösemeier ist jetzt online.

Guten Tag! Ich würde gerne aus verschiedenen Gründen den

Kundenfrage

Guten Tag!

Ich würde gerne aus verschiedenen Gründen den Nachnamen meiner Großeltern annehmen.
Momentan trage ich den Nachnamen meines leiblichen Vaters, meine Eltern sind geschieden und meine Mutter neu verheiratet, hat auch den Nachnamen meines Stiefvaters angenommen.
Ich habe schon etwas recherchiert, und wenn ich es richtig verstanden habe ist eine Namensänderung nur bei wichtigen Gründen möglich. Nun frage ich mich, ob bei mir so ein "wichtiger Grund" vorliegt.
1. Ist mein Großvater geflüchtet, sein Vater ist im zweiten Weltkrieg ums Leben gekommen. Mein Großvater hat nur zwei Töchter, das heißt in unserer Familie würde der Nachname nicht weitergegeben werden.
2. Sind meine Eltern geschieden worden, als ich ein kleines Kind war. Mein Vater hat kein Sorgerecht für mich gehabt, wir haben uns kaum gesehen, obwohl er nur einige Dörfer weiter wohnt. Er ist also an meinem Aufwachsen bzw. an meiner Erziehung nicht beteiligt gewesen, sondern mein Großvater hat sozusagen die Vaterrolle bei mir eingenommen.
3. Ich arbeite in einem großen Krankenhaus. Sowohl auf der Arbeit als auch in meiner Freizeit wissen die meisten, wenn sie meinen Nachnamen hören, in welches Dorf bzw. aus welcher Familie ich theoretisch stamme. Das ist insofern ein großes Problem für mich, dass man mich für jemanden hält, mit dem ich nichts zu tun habe. Meine Wurzeln und meine Identität sind in dem Familienzweig meiner Mutter zu finden, deren Mädchennamen ich nun wieder annehmen möchte.

Ich weiß nicht, ob es etwas zu der Sache beiträgt, aber meine Großeltern sind noch am leben und würden sich sicherlich auch meiner Meinung anschließen und meinen Wunsch unterstützen.

Ich hoffe auf hilfreiche Antworten, aber vor allem auch auf Ehrlichkeit!
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Tobias Rösemeier hat geantwortet vor 3 Jahren.

Tobias Rösemeier :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für Ihre Anfrage.

Tobias Rösemeier :

Auf Ihr Anliegen gehe ich wie folgt ein:

Tobias Rösemeier :

Die Aussichten vorliegend die gewünschte Namensänderung zu erlangen, sind sehr ungünstig.

Tobias Rösemeier :

Ein wichtiger Grund im rechtlichen Sinne liegt vor, wenn das schutzwürdige Interesse
des Antragstellers an der Namensänderung gegenüber den entgegenstehenden schutzwürdigen
Interessen anderer Beteiligter und den in den gesetzlichen Bestimmungen zum Ausdruck kommenden
Grundsätzen der Namensführung, zu denen auch die soziale Ordnungsfunktion des Namens und das
öffentliche Interesse an der Beibehaltung des überkommenen Namens gehören.

Tobias Rösemeier :

Die von Ihnen angeführten Gründe sind menschlich nachvollziehbar, aber dürften als Grund leider nicht ausreichen.

Tobias Rösemeier :

Als Alternative käme vorliegend vielleicht eine sogenannte Volljährigenadoption in Frage.

Kunde :

Erst einmal danke für die schnelle Antwort. Das die Gründe nicht ausreichend sind, habe ich fast befürchtet.
Eine Adoption würde dann was genau bedeuten?

Tobias Rösemeier :

Sie könnten sich von dem gewünschten Namensträger adoptieren lassen und so dessen Namen annehmen.

Kunde :

Das würde ja sehr verzwickte Familienverhältnisse bedeuten. Meine Mutter wäre dann quasi meine Schwester?

Tobias Rösemeier :

Keine Sorge. Die Verwandtschaftverhältnisse werden davon nicht berührt.

Kunde :

Okay, dann noch zwei Fragen.

Kunde :

1. Was würde passieren, wenn ich trotzdem den Antrag auf Namensänderung stelle und er wird abgelehnt? Außer das ich Gebühren zahlen müsste?

Kunde :

und 2. könnten Sie mir noch kurze Infos über so eine Volljährigenadoption geben? Also welche Voraussetzung, wie aufwändig, ...

Tobias Rösemeier :

zu 1) es passiert nichts, wenn der Antrag abgelehnt wird.

Tobias Rösemeier :

zu 2) Wichtigste Voraussetzung für die Volljährigenadoption ist eine bestehende Eltern-Kind-Beziehung bzw. dass eine solche zu erwarten ist.

Tobias Rösemeier :

Die Adoption erfolgt sodann durch einen Notarvertrag (sogenannter Annahmevertrag). Dieser Vertrag muss dann vom Gericht genehmigt werden.

Tobias Rösemeier :

Hierzu ist ein entsprechender Antrag zu stellen.

Tobias Rösemeier :

Weitere und detaillierter Info finden Sie beispielsweise hier:

Tobias Rösemeier :

http://www.notar-ersfeld.de/broschueren/infoblatt_adoptionsrecht.pdf

Tobias Rösemeier :

Bitte fragen Sie nach, wenn weiterer Klärungsbedarf besteht.

Tobias Rösemeier :

Gern helfe ich weiter.

Tobias Rösemeier :

Haben Sie Nachfragen oder besteht weiterer Klärungsbedarf ?

Tobias Rösemeier :

Wenn Sie keine Nachfragen mehr haben, würde ich mich über eine abschließende positive Bewertung freuen.

Tobias Rösemeier :

Nutzen Sie hierfür ein lachendes Smiley. Dieses finden Sie unter dem Chat.

Tobias Rösemeier :

Vielen Dank für Ihre Wertschätzung.

Tobias Rösemeier :

Bitte hinterlassen Sie noch eine positive Bewertung.

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