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Claudia Schiessl
Claudia Schiessl, Rechtsanwältin und Fachanwältin
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16687
Erfahrung:  Fachanwältin für Familienrecht, Korrespondenzsprachen : deutsch und englisch, Ehescheidungen, Unterhalt, Güterrecht, Umgang, elterliche Sorge, seit 20 Jahren als Anwältin zugelassen
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Claudia Schiessl ist jetzt online.

Hallo und Guten Abend, der Sachverhalt ist folgender: - 1996

Kundenfrage

Hallo und Guten Abend,
der Sachverhalt ist folgender:
- 1996 Trennung der Eltern
- Sohn A (11 Jahre alt) lebt dann, ab 1996, bei der Mutter (Sohn A ist dauerhaft in Arbeit), Sohn B (10 Jahre alt) beim Vater
- Sohn B begann Mechatroniker-Lehre mit 16 Jahren (eigene Wohnung, da 200 km vom zu Hauses des Vaters entfernt
- Im beiderseitigen Einvernehmen (Sohn/Arbeitgeber) wurde das Lehrverhältnis nach 2 Jahren, (Sohn B 18 Jahre), im Jahr 2005, wegen vieler unentschuldigter Fehltage, teilweise auch Kranktage beendet, da das Erreichen des Abschlusses nicht mehr realisierbar war
- Rückkehr des Sohnes B an den vorherigen Wohnort des Vaters, aber in eigene Wohnung
- Im Jahr 2011 Zwangsräumung der Wohnung wegen Schulden, eine gesetzlich bestellte Betreuerin wurde für ihn festgelegt
- Bis zu diesem Zeitpunkt (Sohn B, 24 Jahre) gibt es keine Anstrengungen eine weitere Berufsausbildung zu absolvieren, nach eigenen Angaben „musste er sich erst finden“, es wurden auch keine Praktika, Weiterbildungen, Wehrdienst, Zivieldienst oder ähnliches absolviert
- Betreuerin veranlasste psychologisches Gutachten, in dem Depressionen bescheinigt wurden, eine konsequente Behandlung gibt es bis heute nicht, es wurden nur wenige Einzeltermine wahrgenommen, GdB 30% wurde für 2 Jahre festgelegt,
- Ab Oktober 2012 nahm Sohn B ( 25 Jahre) für ein Jahr mit „Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben“ der Agentur für Arbeit an einer berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teil, bei der es auch wieder zu Fehlzeiten und „Reibereien“ (Nichteinhalten von Vorgaben) kam
- Trotzdem wurde der Eignungstest als Automechatroniker bei einem Autohaus der „oberen Autoklasse“ bestanden und der Ausbildungsvertrag wurde im Juli 2013 geschlossen
- Bis zum Beginn der Lehre wollte Sohn B noch ein Praktikum absolvieren, da ihn die berufliche Vorbereitungsmaßnahme nervte
- Das Praktikum wurde bei einer kleinen Werkstatt absolviert, mit dem Ergebnis, dass Sohn B den Lehrvertrag mit dem renommierten Autohaus kündigte und den Vertrag mit der kleinen Werkstatt schloss, bei der er außerdem 100 € weniger Lehrlingsentgelt erhält
- Schließlich erhielt ich ein Schreiben der Betreuerin in der sie mich aufforderte ab sofort monatlich 300 € an meinen Sohn zu zahlen, weil das im Rahmen der Berechnung der Berufsausbildungsbeihilfe so „festgelegt“ wurde. Sein Vater arbeitet als Selbständiger und ist nicht „leistungsfähig“

Meine Frage: Ist der Unterhalt verwirkt? Welche Gerichtsurteile kann man für diesen Sachverhalt heranziehen?

(Mir ist bekannt, dass BAB-Berechnung und Unterhaltsforderungen zwei unterschiedliche Sachverhalte sind).
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank XXXXX XXXXX familienrechtliche Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Volljährige Kinder sind grundsätzlich selbst für ihren Unterhalt verantwortlich, mit der Einschränkg, dass Eltern ihren Kindern eine angemessene Ausbildung schulden.

Geschuldet ist eine Ausbildung, eine zweite Ausbildung nur ausnahmsweise.

Nun hat Ihr Sohn eine Ausbildung abgebrochen und dann jahrelang nichts getan und zwar 7 Jahre lang.

Das mag teilweise seiner Depression geschuldet sein.

Aber diese ist nicht behandlungsbrdürftig und er hat durch sie einen, GdB von lediglich 30.



Es gibt zwar eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs wonach eine bestimmte Orientierungsphase zugebilligt wird.

Diese hat auch keine Grenze.

Dabei kommt es aber darauf an, was das Kind konkret tut.

Verbringt es die Zeit mit einem Praktikum, das in Zusammenhang mit der späteren Ausbildung steht verletzt es seine Obliegenheiten gegenüber seinen Eltern nicht.

Anders hingegen,wenn seine Tätigkeit keinen Bezug zu seiner späteren Ausbildung hat, oder aber wenn es auf Selsbtfindung ist, wie Ihr Sohn.

Dann verliert es seinen Anspruch auf Ausbildung ( BGH XII ZR. 81\99)


Die Entscheidung zur mit Praktika verbrachten Orientierungsphase bei der es dann Unterhalt gibt ist BGH XII ZR 127/09



Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen

bitte fragen Sie sehr gerne nach


wenn ich helfen konnte freue ich mich über eine positive Bewertung

vielen Dank


Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Guten Abend,

 

vielen Dank für Ihre Antwort und die Verweise auf die Gerichtsurteile.

Sie schrieben:

"Dann verliert es seinen Anspruch auf Ausbildung
( BGH XII ZR. 81\99)",
es muss hier sicher korrekt heißen auf "Ausbildungsunterhalt"?

 

 

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

ja es muss natürlich heissen auf Ausbiildungsunterhalt

Ich bitte um Entschuldigung


Wenn keine Fragen mehr bestehen bitte ich höflich um positive Bewertung

danke vielmals
Claudia Schiessl und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

Guten Tag Frau Schiessl,
Danke für Ihre mail zum Überprüfen der einzelnen abzuschließenden Schritte bei justanswer. Anscheinend war nicht alles durch mich abgeschlossen, das tut mir leid und es sollte so nicht sein. Ich hatte nach meiner Zwischenfrage sofort die Bewertung abgegeben, dabei aber wohl übersehen, dass nach der ersten Antwort ebenso eine Bewertung erfolgen soll. Ich bitte um Entschuldigung und hoffe, dass jetzt auch die Bezahlung erfolgt.


Ich wünsche Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2014!


 


 

Experte:  Claudia Schiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Vielen herzlichen Dank und Ihnen ebenfalls ein schönes Weihnachten und gutes Neues Jahr

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