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rebuero24
rebuero24, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 3098
Erfahrung:  Tätigkeit als Rechtsanwalt und Mediator im Familienrecht
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Meine Exfrau fordert von mir nachehelichen Unterhalt. Sie ist

Kundenfrage

Meine Exfrau fordert von mir nachehelichen Unterhalt. Sie ist Vollzeit berufstätig, und verdient nach ihren Angaben etwa 1.133,-Euro netto. Unser gemeinsamer Sohn (20 Jahre) ist bei mir in China und studiert. Die gesamten Kosten dafür übernehme ich. Unsere Tochter ist 25 Jahre alt und voll berufstätig.
Mein Gehalt beträgt ca. 5.200,-Euro netto. Sie fordert jetzt durch ihre Anwältin eine Aufrechterhaltung ihres bisherigen Lebensstil. D.h. Sie hat für monatliche Wohnkosten(70qm) 773,-Euro, Tierhaltungskosten 100,-Euro, private Altersvorsorge 380,-Euro, Zusatzkrankenversicherung 60,-Euro, Fahrzeugkosten 510,-Euro, Urlaubsrücklage 150,-Euro, Privathaftpflichtversicherung150,-Euro, in total 2.098,-Euro veranschlagt. Von ihrem Gehalt werden 50,-Euro private Rentenversicherung und Fahrtkosten 132,- Euro noch zum Abzug gebracht, also verbleibendes Gehalt 950,-Euro / netto und sie fordert von mir den Differenzbetrag von monatlich 1.148,-Euro.
Zur Information, bislang hat sie 4 Jahre in unserem gemeinsamen Haus gelebt, wobei ich zu 100% die Kosten übernommen habe. Das Haus steht jetzt zum Verkauf, da sie nicht mehr darin wohnen möchte.
Auch war sie teilweise in den letzten 4 Jahren immer wieder in einer mehr oder weniger festen Beziehung mit ein und demselben Mann. Zurzeit wohl aber nicht. Ich kann es nicht beweisen, da ich in Shanghai / China arbeite.
Bitte um Ratschlag.
Danke
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

erlauben Sie noch eine Nachfrage, bevor ich Ihnen antworte:

Ist Ihre Exfrau aus eigenen Gründen aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen?

Gerne antworte ich Ihnen weiter.
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.


Sie ist noch nicht ausgezogen, will dies aber aus eigenen Gruenden. Einen genauen Termin hat sie mir nicht mitgeteilt, aber ich rechne mit Anfang 2014.

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für ihre weitere Konkretisierung und Information.

Zunächst empfehle ich Ihnen, sollten die Ansprüche weiter konkret geltend gemacht werden, eine umfangreiche anwaltliche Prüfung, insbesondere, weil sie den gesamten Unterhalt für ihr Kind aufbringen, durchaus ein entsprechendes Nutzungsrecht am gemeinsamen Haus anbieten sowie seit der Trennung eine sehr lange Zeit im Unterhaltsrecht vergangen ist.

Diese 3 Aspekte und insbesondere auch die bisherige Lebensführung werden bei der Berechnung eines möglichen nachehelichen Unterhalts ausschlaggebend sein.

Grundsatz des nachehelichen Unterhaltsrechts ist mittlerweile, dass sich die Ehefrau im Leben nach der Ehescheidung auf eigene wirtschaftliche Füße stellen muss, also auch selbstständig wirtschaftlich werden muss. Dabei ist jedoch durchaus zu beachten, in welchem Umfang eine damalige Lebensqualität im Rahmen der Ehe vorhanden gewesen ist. Diese soll nach Auffassung des Gesetzgebers nicht sehr stark absinken.

Dabei wäre allerdings zu untersuchen, warum und in welchem Umfang ihre ehemalige Frau in den vergangenen 4 Jahren keinen Unterhalt gefordert hat und ob Sie diesen Lebensstandard hat halten können und ob sich selbst auch bemüht hat, diesen Lebensstandard zu halten, zum Beispiel durch Aufnahme einer anderen Arbeit und Generierung eines höheren Einkommens.

Insbesondere wenn sie in mehreren anderen Partnerschaften bereits gelebt hat, wäre es möglicherweise sodann unbillig von Ihnen einen höheren Unterhaltsbetrag zu fordern, wobei auch zu hinterfragen ist, ob die entsprechenden Werte, die hier für die Forderungen angegeben sind auch nicht zu hoch sind, damit insbesondere auch die Kosten der Privathaftpflichtversicherung beispielsweise oder die Kosten für das Fahrzeug durchaus sehr hoch angesetzt sind. Eine normale Privathaftpflichtversicherung erhalten Sie teilweise schon für einen Preis von 10-30,00 € monatlich.

Auch das Verlassen des gemeinsamen Hauses und sodann der Forderung einer Mietzahlung dürfte nur dann angemessen sein, wenn es einen plausiblen Grund für das Verlassen des Hauses gibt. Dies könnte lediglich dann sein, wenn gemeinsam entschieden worden ist, dass das Haus verkauft werden soll. Wenn jedoch eine Partei meint, dass das Haus nicht verkauft werden soll und Sie insbesondere der ehemaligen Frau anbieten, im Haus weiter zu verbleiben, so könnte gegebenenfalls auch die Mietforderung hier vorliegend ausscheiden.

Bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit dürfte es allerdings keine Einwendungen geben, wobei zumindest nachzurechnen ist, in welchem Umfang Sie tatsächlich dieses Nettogehalt ohne berufliche Aufwendungen erhalten. Abzusetzen wäre der auch gesamte Unterhalt für den Sohn, den Sie hier ja auch für Ihre die ehemalige Frau mit übernehmen.

Insofern sollten die einzelnen Positionen genau überprüft werden und die ehemalige Frau um Auskunft darüber aufgefordert werden, wovon sie in den letzten Jahren die hier Ihnen in Rechnung gestellten Forderungen bezahlt hat.

Dies muss sie im Zweifel auch nachweisen.

Konnte ich Ihnen zunächst hilfreich antworten? Gerne können Sie sich weiter an mich wenden. Über ihre positive Bewertung freue ich mich.

Viele Grüße

Experte:  rebuero24 hat geantwortet vor 3 Jahren.

Sehr geehrter Fragesteller,

bitte bewerten Sie meine Antwort positiv (Frage beantwortet – informativ und hilfreich – toller Service) damit die von Ihnen ausgelobte Vergütung gem. den Nutzungsbedingungen freigegeben wird. Da Sie keine weiteren Nachfragen gestellt haben, gehe ich davon aus, dass ich Ihre Frage hilfreich beantwortet habe.

Sollten Sie noch Nachfragen haben oder weitere Informationen benötigen, stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Viele Grüße

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