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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
61158677
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Im Rahmen der Scheidung wohnte meine Frau im Eigenen Haus.

Kundenfrage

Im Rahmen der Scheidung wohnte meine Frau im Eigenen Haus. Ich musste 2,5 Jachre warten bis alles abgewickelt war. Mein Anwalt hat selbst gesagt ich würde für die Zeit Zinsen bekommen, da meine Exfrau mir das Haus abgekauft hat. Jetzt ist alles Rechrskräftig aber meine Zinsen hat der Anwalt vergessen. Kann ich jetzt gegen ihn vorgehen? Oder was soll ich machen?
Herzlichen Dank im Voraus für einen Rat.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 3 Jahren.

RA_UJSCHWERIN :

Werter Fragesteller, erlauben Sie mir bitte erst einmal nachzufragen.

RA_UJSCHWERIN :

Wann haben Sie denn mit Ihrer Ehefrau den notariellen Vertrag geschlossen und ist in dem Vertrag eine Fälligkeit des Kaufpreises geregelt worden?

JACUSTOMER-vpk110si- :

Im Rahmen der Scheidung wurde eine betriebliche Altervorsorge (Lebensversicherung) richterlich geteilt (Januar 2012). Im Rahmen der finaziellen Auseinandersetzung haben wir uns geeinigt diese Lebensversicherung an mich zurück zu übertragen. Das wurde wiederum richterlich festgesetzt und gleichzeitig der Kaufpreis für das Hauses und alle gegenseitigen Ansprüche verrechnet. Das geschah im Mai 2013.

RA_UJSCHWERIN :

vielen Dank für Ihre weitere Mitteilung. Hier hat sich Ihr Anwalt etwas unglücklich ausgedrückt. Zinsen erhält man erst auf einen Forderungsbetrag, wenn dieser fällig ist und die Auszahlung verspätet erfolgt.

RA_UJSCHWERIN :

Es wäre in Ihrem Fall zu prüfen, ob Sie für die Dauer der Verhandlungen von 2,5 Jahren noch eine Nutzungsentschädigung von Ihrer geschiedenen Ehefrau verlangen können, da Sie Ihre Immobilie nicht nutzen konnten. Dies ist aber nur dann möglich, wenn in der gerichtlichen Vereinbarung nicht der Passus enthalten ist, dass mit dem Vergleich alle wechselseitigen Ansprüche erledigt sind. Sollte dem der Fall sein, müsste man dann prüfen, ob Ihr Anwalt in die Haftung genommen werden kann.

JACUSTOMER-vpk110si- :

Ja, der passus mit den wechselseitigen Ansprüchen steht in der Vereinbarung. Das war mir auch vorher schon klar. Meine Frage ist, ob der Anwalt das einfach unter den Tisch fallen lassen durfte. Muss der Anwalt dafür haften? Wann muss er dafür haften?

RA_UJSCHWERIN :

Da hier wechselseitig gegenseitig auf Ansprüche verzichtet worden ist, können Sie jetzt wohl keine Ansprüche mehr gegenüber Ihrer geschiedenen Ehefrau geltend machen. Für die Zeit, in der Ihre Ehefrau alleine in dem Haus gelebt hat, hätte Ihnen eine Nutzungsentschädigung zugestanden. Dies aber auch nur dann, wenn Sie sich gegenseitig keinen Unterhalt in dieser Zeit gezahlt haben und das kostenfreie Wohnen in der Immobilie hierüber nicht berücksichtigt wurde. Ihr Anwalt haftet hier dann, wenn er einen Fehler gemacht hat, was anhand des gesamten Akteninhaltes aber von einem Anwalt geprüft werden sollte.

JACUSTOMER-vpk110si- :

Okay,

JACUSTOMER-vpk110si- :

Okay, herzlichen Dank für ihre Antwort. Meine Frage ist damit beantwortet.

RA_UJSCHWERIN :

das freut mich sehr. Bitte nehmen Sie doch noch eine positive Bewertung für meine Beratung vor. Klicken Sie hierzu bitte auf einen lachenden Smiley. Herzlichen Dank und alles Gute