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RASchiessl
RASchiessl, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 26348
Erfahrung:  Fachanwalt für Familienrecht über 16 Jahre Berufserfahrung
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RASchiessl ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, mein Exmann hat meine Tochter

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Exmann hat meine Tochter 14 Jahre zeitgleich mit mir (1. Wohnsitz in Österreich, Tochter war dort auch gemeldet) bei sich in BRD angemeldet. Tochter geht in BRD auf eigenen Wunsch ins Internat. Vater wollte das so, ich nicht. Vater versprach damals alle Kosten zu tragen. Nun fordert er von mir Unterhalt für das Internat und das gesamte Kindergeld. Ich bin inzwischen wieder nach BRD umgezogen und kann hier meine Tochter nicht anmelden. Muß ich Geld an ihn überweisen, die Kindergeldkasse hat den monatlichen Betrag bereits von mir abgezogen. Meine Tochter hält sich außerhalb des Internates Hälfte/Hälfte bei den Eltern auf.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Darf ich Sie fragen:

Ist der Aufenthalt bei den Eltern wirklich 50:50 oder gibt es da einen Schwerpunkt?

Mit freundlichen Grüßen


Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt
Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

50:50

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre freundliche Ergänzung.

Wenn der Vater seinerzeit versprochen hat die Internatskosten zu tragen schulden Sie insoweit dem Kindsvater keinerlei Kindesunterhalt, da dieser verpflichtet ist Sie freizustellen. Allein das Kindergeld müssen Sie dann überweisen, da dieses bedarfsdeckend auf den Kindesunterhalt anzurechnen ist.

Sollten Sie die Vereinbarung mit dem Kindsvater nicht beweisen können, gilt, dass Sie beide anteilig nach § 1606 III BGB abhängig von der Höhe des Einkommens die Internatskosten tragen müssen.

Die Unterhaltshöhe richtet sich in diesem Falle nicht nach der Düsseldorfer Tabelle sondern nach den Kosten des Internats. Diese Kosten sind zunächst um das Kindergeld zu vermindern (bedarfsdeckend anzurechnen). Der verbleibende Rest ist zwischen Ihnen und dem Kindsvater aufzuteilen (je nach Einkommenshöhe. (BGHZ FAMRZ 2006, 1015).

Also: Das Kindergeld ist für die Internatskosten zu verwenden, die restlichen Internatskosten wären zwischen Ihnen und dem Kindsvater aufzuteilen.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt




Bei einer Unterbringung Ihres Kindes im Internat schulden

Kunde: hat geantwortet vor 3 Jahren.

ich möchte aber nicht, daß sie das Internat besucht. Wie kann ich gegen die einseitige Anmeldung meines Exmannes an seinem Wohnort vorgehen?

Experte:  RASchiessl hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Wenn Sie die gemeinsame elterliche Sorge haben (Regelfall) dann müssen Sie natürlich mit dem Internatsbesuch einverstanden sein.

Aufgrund des gemeinsamen Sorgerechts kann der Vater gegen Ihren Willen das Kind nicht in ein Internat schicken.

Sollte zwischen Ihnen und dem Kindsvater keine Einigung über den Schulbesuch zustande kommen, dann muss nach § 1628 BGB das Gericht auf Antrag darüber entscheiden, ob das Kind das Internat besuchen soll oder nicht.



Wenn Sie Rückfragen haben, dann fragen Sie gerne nach.

Ansonsten bitte ich Sie höflich meine Antwort positiv zu bewerten und damit das ausgelobte Honorar freizugeben.




Mit freundlichen Grüßen

Hans-Georg Schiessl
Rechtsanwalt

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