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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 16755
Erfahrung:  Rechtsanwalt
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Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin seit 4 Jahren getrennt,

Kundenfrage

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin seit 4 Jahren getrennt, seit November 2011 geschieden.
Der Vater der Kinder lebte anfangs in Berlin-Zehlendorf, seit 2 Jahren in Berlin-Wilmersdorf, ich lebe in Berlin Charlottenburg. Wir wohnen genau 4 km von einander entfernt. Als der Vater noch in Zehlendorf wohnte betrug die Entfernung 16 km.
Wir haben 2 Kinder: 10 und 8 Jahre alt. Sie gehen beide in eine Grundschule in Wilmersdorf, in Laufdistanz zur väterlichen Wohnung, weil dieser das so wollte. Nach Charlottenburg bin ich vor 4 Jahrne ebenfalls nur deswegen gezogen, weil der Vater anfangs nach Zehlendorf zu seinen Eltern gezogen ist und unsere Tochter dort ohne mein Einverständnis eingeschult hatte! Und ich nicht noch weiter weg wohnen wollte, um sie regelmäßig zur Schule bringen zu können
Wir haben beide seit der Trennung das gemeinsame Sorgerecht und niemand hat alleiniges ABR.
Anfangs wurde das Wechselmodell im 4 Tages-Rhythmus ausgeübt, dann im Wochenrhythmus, dann behielt der Vater die Kinder einige Monate lang bei sich, obwohl ich dem nicht zustimmte und räumte mir ein geringfügiges Umgangsrecht ein- weswegen ich dann zur Anwältin bin und Ende 2011 auf das ABR geklagt habe. Das Ergebnis:
Seit Mai 2012 wird das Wechselmodell ausgeübt, wobei sich die Kinder jeweils eine Woche bei ihm, eine Woche bei mir aufhalten.
Es gab ein Gerichtsverfahren wo es zu dieser 'außergerichtlichen Einigung' durch einen Verfahrensbeistand (Kinderpsychologen) kam.
Dieser hatte die Kinder Anfang 2012 mehrmals befragt: Sie wollten eher ihren Lebensmittelpunkt bei mir haben. Ihr Vater ist jede Woche mehrtägig abwesend auf Dienstreisen, sie werden während dieser Zeit von der Lebensgefährtin des Vaters betreut. Dies gefällt ihnen bis heute nicht. In der außergerichtlichen Vereinbarung hat daher der Kinderpsychologe festgeschrieben, dass sobald der Vater einen Betreuungsausfall hätte, also z.B. eine Dienstreise, die Kinder zu mir kommen, um von mir betreut zu werden.
Der Vater weigert sich jedoch bis heute dieser Vereinbarung nachzukommen und verschweigt stets mir - und auch seinen Kindern - die zahlreichen Dienstreisen. Die Kinder wundern sich mitunter öfter, dass ihr Vater am nächsten Morgen weg ist ohne sich verabrschiedet zu haben. Der Vater will um jeden Preis vermeiden, dass ich die Hauptbezugsperson für die Kinder werde! Obwohl der Verfahrensbeistand auch angemerkt hat, der Vater könne ja freiwillig irgendwann einem Lebensmittelpunktsmodell der Kinder bei mir zustimmen.
Dies lehnt er jedoch vehement ab.
Er begründet dies auch damit, dass ich vor 2 Jahren einen Aufenthalt in einer Klinik wegen einer psychiatrischen Erkrankung hatte- dieser dauerte 5 Wochen.
Obwohl er mehrere Behandlungsatteste meiner Ärztin erhalten hat innerhalb der letzten 2 Jahre, in denen mir Gesundheit bescheinigt wird und auch für die Zukunft prognostiziert wird, behauptet er die Kinder müssten sich in seinem Umkreis aufhalten, damit er notfalls wieder einspringen kann, falls ich mal wieder in die Kinik müsste...
Außerdem könnte ein Wohnungswechsel den Kindern während seiner Dienstreisen nicht zugemutet werden, meint er, deswegen sieht er nicht ein, sie zu mir zu geben, wenn er weg ist.
Die Kinder äußern nun immer wieder, dass sie lieber bei mir wohnen würden.
Das hätte ich auch gerne so, zumindest dass endlich einmal die außergerichtliche Vereinbarung mit der Regelung zu den väterlichen Dienstreisen eingehalten wird, was jedoch nicht erfolgt! Denn dann würden sie ja automatisch mehr Zeit bei mir verbringen..Ein großes Problem für den Vater, der zwar abwesend ist aber trotzdem die Kinder bei sich haben möchte.

Deswegen erwäge ich irgendwann einen erneuten Antrag auf die Übertragung des ABR zu stellen.
Meine Frage ist dazu nun folgende: Ich möchte auch gerne in den nächsten Monaten innerhalb von Berlin umziehen, da es mir an meinem Wohnort überhaupt nicht gefällt, und vor allem der Wohnraum günstiger ist (ich war bis vor 2 Monaten noch Empfängerin von ALGII, jetzt habe ich eine Halbtagsstelle, der Vater zahlte nur auf Aufforderung des Job-Centers eine Unterhaltssumme, es ist völlig offen, ob er diesen weiterbezahlt)
Der neue Wohnort wäre dann 10 km vom Vater entfernt.
Der Schulweg für die Kinder würde sich entsprechend verlängern: sie müssten dann 20 Minuten früher aus dem Haus, insgesamt würde der Schulweg statt wie jetzt 30 Minuten, 45 Minuten dauern.
Könnte dies für den Vater Grund sein, das alleinige ABR zu bekommen, wenn ich den Antrag stelle es zu bekommen? Wie sehen meine Chancen aus, es zu bekommen? Sollte ich den Umzug lieber verschieben?
Natürlich ist meine Intention, dann im nächsten Jahr meine Tochter, die jetzt in die 4. Grundschulklasse geht, dann an eine Oberschule neben meiner neuen Wohnung anzumelden!
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer.

Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

Ihr Umzug ist kein Problem. Es ist ja alles innerhalb von Berlin und auch die leichte zeitliche Verlängerung des Weges für die Kinder ist unproblematisch.

Sie sollten unbedingt einen Antrag auf das ABR beim Familiengericht stellen.

Dieses hier praktizierte Wechselmodell ist nicht gut für die Kinder.

Es ist verwunderlich, dass dies überhaupt so vom Gericht gebilligt wurde.

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