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raschwerin
raschwerin, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 1359
Erfahrung:  Rechtsanwalt
27582713
Geben Sie Ihre Frage in der Kategorie Familienrecht hier ein
raschwerin ist jetzt online.

Schenkungsrecht: Fallgestaltung: mein ältester Onkel (ledig,

Kundenfrage

Schenkungsrecht:
Fallgestaltung: mein ältester Onkel (ledig, kinderlos, ausreichende Rente) hat vor ca. 25 Jahren meinem Vater (wird nächsten Monat 68 Jahre alt) einen höheren Geldbetrag zum Hauserwerb überwiesen. Diesen Betrag hat mein Onkel kurze Zeit darauf (im Beisein von Zeugen) mündlich meinem Vater geschenkt (per "brüderliches in die Handversprechen"). Als meine Großmutter (also die Mutter von Onkel und Vater, sowie zwei weiteren Geschwistern) starb, hat mein Vater zugunsten meines ältesten Onkels (als Gegengeste) auf seinen Erbteil verzichtet. Nun fordert mein Onkel (lt. meiner Kenntnis ist er Besitzer von mehreren Immobilien) telefonisch massiv!!!!
erst 17.000 €,
letzten Montag erhöhte mein Onkel den Betrag auf 18.000 €
und heute auf 20.400 €
(20.400 € = ist in etwa die Differenz zw. Schenkung meines Onkels und dem Erbanteil, auf den mein Vater zugunsten des Onkels verzichtet hat), weil mein Onkel eine weitere Eigentumswohnung kaufen "will" und drohte meinem Vater bzw. meinen Eltern mit einer Klage, mit dem Hinweis er habe sich bei einem Rechtsanwalt erkundigt und bekäme Recht, dass meine Eltern, das "nun von meinem Onkel betitelte Darlehen" zurückzahlen müssen.
In der Aufregung über das massive Auftreten (lautstark) und aufgrund letzterer Aussage meines Onkels hat mein Vater die Zahlung zugesagt, weil meine Eltern keine Kraft (Gesundheit) mehr haben, um um ihr Recht zu kämpfen.
Gepostet: vor 3 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  raschwerin hat geantwortet vor 3 Jahren.

raschwerin :

Sehr geehrter Fragesteller, vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Gern beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

raschwerin :

Er kann das Geld nicht zurückfordern.

raschwerin :

Er kann nicht beweisen, dass es eine Schenkung war.

raschwerin :

Nach all den Jahren kann er sicher nicht einmal mehr beweisen, dass er das Geld überhaupt übergeben hat.

JACUSTOMER-1q13i2a0- :

nun, zum einen habe ich geschrieben, mein Onkel hat das Geld überwiesen....und wie ich meinen Onkel kenne HAT dieser den Überweisungsträger aufbewahrt (er schmeißt nichts weg).....und zum zweiten waren Zeugen anwesend (hatte ich auch angegeben), es ist nur fraglich, ob die Zeugen mir das schriftlich bestätigen werden....meine Eltern waren gestern bei einer der Zeugen, der auch heute noch mündlich meinen Eltern gegenüber bestätigt, dass es sich um eine Schenkung handelt

raschwerin :

Ob er letztlich den Überweisungsträger noch hat, ist fraglich. Das wäre aber auch nur der erste Schritt. Er muss ja insbesondere die Intention der Überweisung darlegen.

JACUSTOMER-1q13i2a0- :

ich zitiere: "mein ältester Onkel hat vor ca. 25 Jahren....." "meinem Vater....." "einen höheren Geldbetrag zum Hauserwerb überwiesen. Diesen Betrag hat mein Onkel ***********kurze Zeit darauf (im Beisein von Zeugen) mündlich meinem Vater geschenkt (per "brüderliches in die Handversprechen").******************"

JACUSTOMER-1q13i2a0- :

es existiert kein Vertrag, es sind keinerlei Gelder >seit der Überweisung durch den Onkel< zwischen den Parteien geflossen.....

raschwerin :

Ja, ok.

raschwerin :

Der Anwalt hat sich aber noch nicht schriftlich gemeldet?

JACUSTOMER-1q13i2a0- :

ich zitiere abermals: " In der Aufregung über das massive Auftreten (lautstark) und aufgrund letzterer Aussage meines Onkels" > KlageANDROHUNG< " ... hat mein Vater die Zahlung zugesagt, weil meine Eltern keine Kraft (Gesundheit) mehr haben, um um ihr Recht zu kämpfen."

raschwerin :

Ja, schon gut.

raschwerin :

Wie kann ich Ihnen helfen?

JACUSTOMER-1q13i2a0- :

ich hätte gern einen Expertenrat zu dem Sachverhalt: z.B. wie die rechtliche Beurteilung ist oder wie ich vorgehen muss oder was zu beachten ist, um meinen Eltern zu ihrem Recht zu verhelfen o.ä.

raschwerin :

Ja,wie schon gesagt, kann der Onkel nicht beweisen, dass es sich letztlich um eine Schenkung handelt. Damit besteht kein Rückforderungsanspruch. Hier kämen nur ein Darlehensanspruch oder ein Schenkungswiderruf in Betracht. Da aber kein Darlehen vorliegt, scheidet dies aus. Eine Schenkung wird im Zweifel auch gerichtlich bestätigt werden. Ein Schenkungswiderruf scheidet mangels Grund aus.

JACUSTOMER-1q13i2a0- :

ganz ehrlich?....ist vielleicht mein Fehler, dass ich zu hohe Erwartungen an eine Internetauskunft gestellt habe.....ich hatte jetzt eine umfassende Auskunft erwartet wie: versuchen Sie, dass die Zeugen Ihnen schriftlich bestätigen, dass es sich um eine Schenkung handelte....wenn Sie die haben greift die 10-Jahresfrist, also verjährt, wenn nicht wegen "Groben Undanks" oder Unterhaltsverpflichtungen des Onkels (hab ich im Internet recherchiert) oder schalten SIe zuerst einen Anwalt ein usw. .....mit anderen Worten: ich hatte eine Auskunft erwartet, die ich meinen Eltern bzw. meinem Onkel vorlegen kann, damit beide Parteien wissen, woran sie sind

raschwerin :

Ich habe Sie soweit zu dem Fall beraten. Gern beantworte ich Ihnen Morgen auch konkrete Nachfragen. Ich wünsche auch noch einen schönen Abend.

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