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A. Stämmler
A. Stämmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  2. Staatsexamen Rechtsanwalt
54218743
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A. Stämmler ist jetzt online.

Mein Lebensgefährte und ich trennen uns nach 27 gemeinsamen

Kundenfrage

Mein Lebensgefährte und ich trennen uns nach 27 gemeinsamen Jahren. Ich habe wegen der Kinder (18, 16,8 alle noch in der Schule) Teilzeit gearbeitet. Habe ich irgendwelche Ansprüche auf seine spätere Rente oder auf Unterstützung jetzt, da ich immer noch Teilzeit arbeite?
Er hat ca. 3000 netto, ich ca. 2500 netto. Die Kinder bleiben bei mir wohnen. Müßte ich dann seinen Nettobetrag (unter Berücksichtigung des Kindergeldes ) auf die Düsseldorfer Tabelle anwenden, um seinen Unterhaltsanteil zu errechnen?
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

nur der Vollständigkeit halber:

Verstehe ich Sie richtig, dass Sie nicht vereiharetet sind?

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Ja.

Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

einen Unterhaltsanspruch aufgrund der Partnerschaft gibt es an sich nicht. Hier kommt allenfalls ein Anspruch aus Anlass der Geburt oder Pflege eines Kindes in Betracht. Dieser Unterhaltsanspruch ist in der Regel begrenzt bis zum 3. Lebensjahr des Kindes, kann aber sofern die Betreuung notwendig ist, auch darüber hinaus gewährt werden.
Das jungste Kind ist hier aber bereits acht Jahre alt. Es ist daher zu bezweifeln, dass der ein Unterhaltsanspruch realistisch gegen den Vater druchgesetzt werden kann.

Darüber hinaus wäre vom EInkommen des Partners noch der Kindesunterhalt abzuziehen, so dass das relevante Einkommen unter dem Ihren liegt und auch damit ein Unterhaltsanspruch nicht mehr in Betracht kommt.

Hinsichtlich des Kindesunterhalts muss das bereinigte Netto mit der Düsseldorfer Tabelle verglichen werden. Bereinigt bedeutet hier, dass gewisse Abzugsposten zu berücksichtigen sind (bestimmte Kredite die etwa zur Förderung der Familie aufgenommen wurden, wie z.B. Kredit für das gemeinsame Haus). Darüber hinaus ist eine Pauschale von 5% für Erwerbstätige abzuziehen. So dass hier ein Einkommen von 2.850 verbleibt. Danach verbleibt es für die 8 und 16 Jahre alten Kinder bei dem von IHnen errechneten Betrag.

Hinsichtlich des 18 j. Kindes ergibt sich eine Besonderheit. Hier sind sowohl SIe als auch der Vater zum Unterhalt verpflichtet. Der Bedarf richtet sich nach den addierten Nettoeinkommen beider Eltern. Der Unterhalt ist dann anteilig zu zahlen.
Da in der Summe ein Netto von mehr als 5000 € vorliegt, ergibt sich ein Bedarf von 597 €. Für die Aufteilung wird man in Ihrem Fall ggf. eine Berechnung anhand des Nettogehalts einer vollen Stelle durchführen. Insofern benötige ich weitere Informationen um eine genaue Berechnung durchzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
A. Stämmler und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank, diese Antwort hilft uns erst einmal gut weiter.


Wie berechnet man noch folgenden Sachverhalt?


Ich bleibe mit den Kindern in unserem gemeinsamen Haus, dass wir monatlich mit einer Rate von 780 Euro abzahlen (ca. noch 13 Jahre). Hinzu kommen noch ca. 100 Euro Gebäudeversicherung im Jahr und 139 Euro viierteljährlich an Grundsteuer (einschl. Müll). Mein ehemaliger Lebensgefährte zieht mit Partnerin in eine Wohnung zu der er 350 Euro kalt beitragen muss. Was müsste er zum gemeinsamen Abtrag noch leisten?

Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchdende,

bitte verzeihen Sie die späte Antwort.

Ich gehe davon aus, dass beide Parteien im Kreditvertrag stehen und auch beide EIgentümer sind.

In diesem Fall muss Ihr ehemaliger Lebensgefährte grundsätzlich auch hälftig alles begleichen. Sofern er aus dem Vertrag ausscheiden möchte, geht dies nur mit Zustimmung der Bank.

Was mit dem Haus geschieht und wie ggf. der Umstand behandelt wird, dass Sie dort wohnen bleiben, muss individuell vereinbart werden. Er hat grundsätzlich genauso viel Rechte und Pflichten am Haus wie Sie. Er wird es sich also kaum gefallen lassen, dass er hälftig weiter zahlt aber keinen Wohnvorteil hat. Hier kann nur individuell eine gütliche EInigung erzielt werden oder eine Versteigerung erfolgen.

Eine Möglichkeit wäre etwa, dass Sie die Raten übernehmen und dafür Alleineigentümerin werden. Oder er Z.B. Miteigentümer bleibt um etwa das Haus für die Kinder zu schützen, keine Rechte am Haus geltend macht, dafür aber nur einen geringeren Anteil am Kredit zahlt. Einen Paradeweg gibt es hier nicht. Es wird darauf ankommen womit beide am besten leben können.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.

Vielen Dank für Ihre Erläuterungen. Ihre Antworten haben uns gut weitergeholfen.


Viele Grüße

Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr gerne