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RA_UJSCHWERIN
RA_UJSCHWERIN, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 2625
Erfahrung:  Rechtsanwältin
61158677
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RA_UJSCHWERIN ist jetzt online.

Hallo,habe folg. Frage:Mein fast 24jähriger Sohn will

Kundenfrage

Hallo, habe folg. Frage: Mein fast 24jähriger Sohn will ausziehen(allein wohnen) aus dem Elternhaus. Gründe:1. näher an der Ausbildungsstätte (jetzige Entfernung ca. 20 - 30 km), 2. viele, ständige Streitereien zwischen den Eltern. Also m.M. nach keine "schwerwiegenden Gründe"- der Begriff ist ja zieml. dehnbar... Er ist noch in der Ausbildung, noch ca. 1-2 jahre, hat ein Einkommen von ca. 700,00 - 800,00€/Monat(ändert sich), mußte bisher davon nichts abgeben; hat also Kost + Logis frei. Er will dafür BAB ?? (Berufsausbildungsbeihilfe), evtl Wohngeld (hängt ja auch alles mit dem Einkommen der Eltern zusamen!?!) + natürl. v. a. Unterhalt von uns haben. Sein "kleiner Bruder " - 21 Jahre - eifert ihm nun auch nach (hat aber nur 200,00 -300,00€ monatl Einkommen), will auch ausziehen in eine WG, mit einem evtl "unsicheren Kandidaten/Freund". Ich weiß wohl, daß der Auszug der Kinder früher o. später ansteht u. kommt, denke aber daß sie zuerst ihre Ausbildung fertig machen sollen bevor sie sich auf auf eigene Füße stellen wollen - ohne Geld in der Tasche. Müssen wir Eltern tatsächl.408,00€ pro Kind zahlen, nur weil diese Flausen im Kopf haben und keine Pflichten, sondern nur Rechte - ihre eigenen natürl. - kennen??? Wie ich zwischenzeitlich merkte sind viele Eltern im Bekannten- Nachbar-kreis mit dieser Frage beschäftigt + überfordert. Niemand weiß aber leiderkennt eine Lösung o. weiß Genaues dazu. Gruß (entfernt)

Gepostet: vor 5 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  RA_UJSCHWERIN hat geantwortet vor 5 Jahren.
Werter Fragesteller,

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Zu Ihrem Anliegen möchte ich gern wie folgt ausführen:

Sie als Eltern können die Art der Unterhaltsgewährung bestimmen. Dies ist in § 1612 BGB geregelt.

Verhindern können Sie natürlich nicht, dass Ihr 24jähriger Sohn aus dem Elternhaus auszieht, allerdings hat Ihr Sohn mit eigenen Einkünften von 700 bis 800 € ein bedarfsdeckendes Einkommen. Der feste Unterhaltsbedarf eines in Ausbildung befindlichen volljährigen Kindes beträgt 670 €. Von der Ausbildungsvergütung wird ein Betrag von 90 € für ausbildungsbedingte Aufwendungeni n Abzug gebracht. Bei einem durchschnittlichen Einkommen von 750 €, ergäbe sich dann anzurechnendes Einkommen von 660 €, so dass hier noch ein Unterhalt von 10 € besteht, der über das Kindergeld gedeckt werden kann.

Bei Ihrem jüngeren Sohn können Sie sich auf § 1612 BGB berufen und darauf bestehen, dass Sie Ihren Unterhalt durch Kost und Logis erbringen.

Sollte Ihrem Sohn das Wohnen im Elternhaus nicht zugemutet werden können, was allerdings vom Familiengericht dann festzustellen wäre, hätte er bei einem Einkommen von 250 € im Mittel ein anzurechnedes Einkommen von 160 €, so dass sich dann tatsächlich für den jüngeren Sohn ein Unterhalt von 500 € ergibt. Nach Abzug des Kindergeldes, welches Sie dann auszahlen müssten, müssten Sie also selbst noch 316 € an Ihr Kind bezahlen.


Bitte fragen Sie gerne nach, wenn noch Unklarheiten bestehen. Ich freue mich über eine positive Bewertung von Ihnen, wenn ich Ihre Frage bereits abschließend beantwortet habe.