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A. Stämmler
A. Stämmler, Rechtsanwalt
Kategorie: Familienrecht
Zufriedene Kunden: 915
Erfahrung:  2. Staatsexamen Rechtsanwalt
54218743
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A. Stämmler ist jetzt online.

Guten Tag, Ich habe mich am Freitag von dem Vater meines

Kundenfrage

Guten Tag, Ich habe mich am Freitag von dem Vater meines Sohnes (5jahre) getrennt. Wir haben das gemeinsame Sorgerecht. Unser Sohn sollte jetzt eigentlich in die Vorschule gehen. Ich möchte dies jedoch nicht mehr und habe dies auch dem Vater mitgeteilt. Er sieht es anders . Ich habe ihm jedoch mitgeteilt, dass ich morgen meine Zustimmung für die Vorschule bei der Schule widerrufen werde. Jetzt hat der mir gedroht und gesagt, dass ich es schon sehen werde, dass unser Sohn in die Vorschule gehen wird. Wie soll ich mich verhalten ? MfG (von Moderation entfernt)
Gepostet: vor 4 Jahren.
Kategorie: Familienrecht
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte(r) Ratsuchende(r),

vielen Dank für die Nutzung von Justanswer. Ihre Frage darf ich wie folgt beantworten:

Natürlich können Sie Ihre Erklärung widerrufen, daran kann der Vater erstmal nichts ändern.

Grundsätzlich können bei gemeinsamer elterlicher Sorge wichtige Entscheidung nur gemeinsam getroffen werden. Die Eltern sind hierbei verpflichtet einen Konsens anzstreben und eine einvernehmliche Lösung zu finden. Sollte dies nicht möglich sein, kann das Familiengericht die Entscheidung eines Elternteils ersetzen.

Sofern Sie und der Kindesvater also keinen gemeinsamen Nenner finden können, kann auf Antrag das Familiengericht entscheiden. Der Kindesvater könnte versuchen also hier eine Entscheidung zu erzwingen. Bevor es hier allerdings esklaiert und tatsächlich das Gericht eingeschaltet wird, sollte zunächst versucht werden sich mit dem Vater zu einigen. Gelingt dies nicht, sollte das Jugendamt als Vermittler eingeschaltet werden. Das Jugendamt kann hier als neutraler Punkt auftreten und vermittelnd zwischen Ihnen und dem Kindesvater tätig werden.

Gelingt auch dies nicht wird letzten Endes das Familiengericht entscheiden müssen. Hierbei wird es eine ENtscheidung am Kindeswohl treffen. Wie diese ausfallen wird, kann leider aus der Ferne nicht abschließend beurteilt werden.

Zunächst kann der Vater aber den Vorschulbesuch nicht ohne Weiteres ohne Ihre Zustimmung durchsetzen.



Sollten Sie Nachfragen haben, weitere Erläuterungen wünschen oder sonstige Hilfe benötigen, stehe ich sehr gerne zur Verfügung.

Sofern Sie keine Nachfragen mehr haben und mit meiner Antwort zufrieden sind, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Vielen Dank XXXXX XXXXX Antwort . Die Vorschule würde am 10.8. beginnen und ich wollte morgen meine Zustimmung widerrufen. Sollte ich dies mit einem Anwalt tun? Wie lange würde eine Entscheidung vom Familiengericht dauern ?
Darf die Schule wissentlich ohne meine Zustimmung einschulen ?
Danke
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

den Widerruf können Sie grundsätzlich auch ohne einen Anwalt vornehmen, nichts desto trotz ist hier die Einschaltung eines Anwalts sinnvoll, da sicherlich mit Gegenwehr vom Vater zu rechnen ist.

Die Schule darf nicht ohne Ihre Einwilligung einschulen.

Die Dauer eines gerichtlichen Verfahrens ist unterschiedlich und hängt auch von der Auslastung der Gerichte ab. Es besteht aber die Möglichkeit ein Eilverfahren durchzuführen und eine einstweilige Anordnung zu beantragen. Ob dies noch bis zum 10.08.12 Erfolg haben wird, wage ich zu bezweifeln, kann es aber auch nicht ausschließen.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Sollten keine weiteren Fragen bestehen, würde ich mich über eine positive Bewertung sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Was sind denn die Voraussetzungen für eine einstweilige Anordnung ?und wie stehen die Chancen hierfür ?
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 4 Jahren.
Grundsätzlich muss für den Erlass einer Einstweiligen Anordnung ein Verfügungsanspruch und ein Verfügungsgrund vorliegen.

Der Anspruch ist hier bei der elterlichen Sorge zu suchen. Hier ist davon auszugehen, dass die Frage des "Ob" eines Vorschulbesuchs das Kindeswohl betrifft und damit die elterliche Sorge tangiert.

Der Grund ist in der Eilbedürftigkeit zu suchen. Diese ist gegeben, wenn ein Abwarten bis zu einer Entscheidung in einem Hauptsacheverfahren zu unangemessenen Nachteilen für das Kind führt.

Welche vor und Nachteile der Besuch der Vorschule auf das Kindeswohl hat und damit die Erfolgsaussichten einer einstweiligen Anordnung, kann aus der Ferne nicht beurteilt werden. Insbesondere wird hier sicherlich eine Rolle spielen, warum das Kind die Vorschule besuchen sollte und auch warum Sie dies nicht mehr wünschen. An sich werden alle Umstände mit einbezogen. Könnte z.B. aufgrund der Trennung das Abholen des Kindes nicht mehr geährleistet sein, könnte dies gegen einen Vorschulbesuch sprechen. Eine seriöse Einschätzung der Erfolgsaussichten ist im Ergebnis ohne Kenntnis aller Umstände leider nicht möglich.

Ich hoffe ich konnte dennoch einen ersten Überblick verschaffen. Für Nachfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
A. Stämmler und weitere Experten für Familienrecht sind bereit, Ihnen zu helfen.
Kunde: hat geantwortet vor 4 Jahren.
Guten Tag,
Sieht man meinen Namen auf Ihrer Seite ??dies möchte ich nicht. Ich habe in der ersten Mail mit meinem vollen Namen unterschrieben.
Experte:  A. Stämmler hat geantwortet vor 4 Jahren.
Sehr geehrte Ratsuchende,

ich habe den Kundendienst informiert. Der Name wird entfernt. Dies geschieht in der Regel innerhalb weniger Minuten.

Mit freundlichen Grüßen

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